SpitzwegerichSpitzwegerich in der Heilkunde

Der Spitzwegerich wächst auf Wiesen und Weiden, an Wegrändern und auf Äckern. An trockenen Standorten fühlt er sich am wohlsten. Seinen lateinischen Namen „Plantago lanceolata L.“ trägt er wegen der lanzettenartigen Blätter, die bis zu 30 cm lang werden können und in einer grundständigen Rosette stehen. Im Mittelalter zählte der Spitzwegerich zu den am häufigsten verwendeten Heilpflanzen. In den letzten Jahren hat er wegen seiner vielseitigen Heilwirkung eine Art Wiedergeburt erlebt. Sammelgut ist das Kraut von Mai bis Juni.

Spitzwegerich – Inhaltsstoffe und Wirkung

Spitzwegerich enthält

  • das Glykosid Aucubin,
  • Schleimstoffe,
  • Gerbstoffe,
  • Kieselsäure,
  • Mineralsalze,
  • geringe Mengen Vitamin C.

Spitzwegerich wirkt

  • adstringierend,
  • wundheilend,
  • blutstillend,
  • blutreinigend und
  • Auswurf fördernd.

Spitzwegerich – Anwendungsgebiete und Rezepte

Spitzwegerich eignet sich hervorragend zur Behandlung kleinerer Wunden. Deswegen werden seine blutstillenden und wundheilenden Eigenschaften heute wieder verstärkt genutzt. Dazu zerreibt man die Blätter des Spitzwegerich zwischen den Fingern oder rollt ein paarmal fest mit einem Nudelholz darüber. Dann legt man sie dann auf die Wunde und umwickelt die Auflage mit etwas Verbandsstoff. Alternative: Die Blätter des Spitzwegerich werden ausgepresst und der austretende Saft auf ein Leinentuch geträufelt. Auch diese Auflage wird mit einem Verband direkt auf die Wunde gelegt.

Aus dem Saft der Spitzwegerichblätter kann außerdem ein wohltuendes Augenwasser hergestellt werden. Es erfrischt ermüdete Augen und ist auch bei Augenbindehautentzündung hilfreich.

Zur Behandlung von Erkrankungen der oberen Luftwege, Verschleimung, Bronchitis und Asthma wird ein frischer Aufguss als Inhalationsmittel oder Tee verwendet.

Neben Bestrahlungen mit UV-Licht dient Spitzwegerich als natürliches Heilmittel bei Schuppenflechte.