SchafgarbeDie Gemeine Schafgarbe

Die Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium L.) kommt in ganz Europa vor. Wegen ihrer blutstillenden, adstringierenden Wirkung wurde sie in alter Zeit auch "Soldatenkraut" genannt. Schafgarbe heißt sie, weil sie gerne von Schafen gefressen wird. Kein Wunder, denn die Schafgarbe hilft nicht nur Menschen, die unter Blähungen und Krämpfen leiden, sondern auch Pferden und Schafen.

Die Schafgarbe gehört zur Familie der Korbblütler. Der bis 70 cm hohe Stängel trägt im Frühjahr gefiederte Blattsprossen. Am Ende von Stängel und Seitensprossen bilden sich ab Juni bis Oktober zahlreiche kleine Blütenköpfe, die sich zu Trugdolden vereinigen. Die Blütenköpfe sind meistens weiß, manchmal auch rosafarben. Gesammelt wird das blühende Kraut.

Schafgarbe – Inhaltsstoffe und Wirkung

Die Schafgarbe enthält

  • ätherisches Öl (ca. 0,2%), in Form verschiedener Terpene wie Campfer, Eukalyptol,
  • das Proazulen Matricin,
  • Gerbstoffe,
  • Harz,
  • Bitterstoffe,
  • Flavonoide,
  • organische Säuren,
  • Kalium und Phosphor.

Schafgarbe wirkt

  • adstringierend,
  • antiseptisch,
  • blutstillend,
  • narbenbildend,
  • harntreibend,
  • blähungsbekämpfend und
  • krampflösend.

Schafgarbe – Anwendung und Rezepte

Innerlich sorgt Schafgarbe besonders im Bereich der Verdauungsorgane für Linderung, beispielsweise bei Schleimhautentzündung, allgemeinen Verdauungsstörungen, Dickdarmentzündung, Leberleiden, Gallensteinen und zur Appetitanregung. Äußerlich wird es für Umschläge und Bäder bei schlecht heilenden Wunden, Geschwüren und Hautentzündungen verwendet.

Schafgarben-Tee

  • 2 TL getrocknetes Kraut mit ¼ Liter heißem Wasser aufgießen,
  • 10 Min. ziehen lassen,
  • täglich 2 bis 3 Tassen trinken.

Schafgarben-Umschläge und -Bäder

Abkochung von 2 EL getrocknetem Kraut auf ½ Liter Wasser. Entweder zum Bade Wasser geben oder 3 bis 4mal täglich Umschläge auflegen.

Zur Vorbeugung gegen Mücken, aber auch bei juckenden Stichen Schafgarbenblüten zwischen den Fingern zerdrücken und damit einreiben.