Heilkunde

MagenMagenprobleme - Symptome und Therapie

Typische Symptome bei Magenbeschwerden:

  • Appetitlosigkeit,

  • Bauchschmerzen,

  • Blut im Stuhl

  • Blähungen,

  • Durchfall,

  • Gewichtsverlust,

  • Magenschmerzen,

  • Sodbrennen,

  • Übelkeit mit/ohne Erbrechen,

  • Verdauungs-Beschwerden,

  • Völlegefühl.

Der Magen – wo liegt das Problem?

Symptome in diesem Bereich

Betroffen ist vermutlich

Oberer Bauchraum (bei den Rippen)

Oberer, gastrointestinaler (gastrointestinal = den Magen oder Darm betreffend) Trakt, einschließlich Speiseröhre, Magens und Dünndarm.

Unterer Bauchraum

Unterer Trakt: Anus, Dickdarm, Blinddarm und Mastdarm.

Schmerzen können auch in andere Bereiche ausstrahlen!

Magen – häufigste Krankheitsbilder

Entzündliche Darmerkrankungen

Morbus Crohn und Colitis ulcerosa sind entzündliche Darmerkrankungen mit zahlreichen Symptomen, vor allem Magenproblemen. Die Therapie erfolgt medikamentös. Bei Colitis ulcerosa können chirurgische Eingriffe notwendig werden.

Gastritis

Als „Gastritis“ bezeichnet man eine Entzündung der Magenschleimhaut. Die Ursachen können vielfältig sein. Die Symptome ähneln denen des Reflux. Geeignete Arzneien neutralisieren die Säure.

Magengeschwür

Das Magengeschwür ist eine offene Wunde im Magen oder Zwölffingerdarm. Es führt zu Magenproblemen wie Schmerzen, Verdauungsstörungen, Übelkeit, Erbrechen und starke Gasbildung. Hauptursache ist der Helicobacter pylori, der meist mit Antibiotika behandelt wird.

Reflux

Magenprobleme werden häufig durch (sauren) Reflux verursacht (Gastroösophageale Refluxkrankheit; Gaster = Magen, Ösophagus = Speiseröhre, Reflux = Rückfluss). Die Krankheit entsteht durch den Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre. Normalerweise wird das durch einen Schließmuskel verhindert. Wenn dieser nicht funktioniert, verursacht die Magensäure ein Brennen und kann die Speiseröhre schädigen. Reflux-Magenprobleme kann man meist mit rezeptfreien Medikamenten gut behandeln. Sie neutralisieren die Säure oder hemmen ihre Produktion.

Reizdarmsyndrom

Die Magenprobleme beim Reizdarmsyndrom sind vielfältig (Magenschmerzen, Verstopfung oder Durchfall) und bleiben meist ohne Befund. Eine Therapie lindert die stärksten Symptome.

Reizmagen

Neben dem Reizdarmsyndrom gibt es auch den nervösen Magen oder Reizmagen (funktionelle Dyspepsie). Die Probleme liegen vor allem im Oberbauch. Es liegen keine organischen Ursachen vor („ohne Befund“). Man geht davon aus, dass die Magenprobleme durch Stress oder seelische Probleme verursacht werden.

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Vincent van Gogh: Mittagsruhe nach Millet SchlafNatürliche Mittel gegen Schlafstörungen

Wer Probleme mit dem Ein- oder Durchschlafen hat, sollte sich angewöhnen, immer zu bestimmten Zeiten ins Bett gehen. Bewegung an der frischen Luft trägt bei Schlafstörungen zur Entspannung bei: Warum nicht am Abend einen Spaziergang mit dem Partner unternehmen? Bei der Gelegenheit kann man auch klärende Gespräche über angestaute Probleme führen, die den Schlaf empfindlich stören können, wenn sie unverarbeitet bleiben. Hilfreich sind auch diese Anwendungen:

  • Entspannungstechniken (Atemübungen, Autogenes Training, Qi Gong etc.),
  • warme Fußbäder am Abend, zum Beispiel ein Wechselfußbad (5 Minuten warm, 1 Minute kalt),
  • Armbäder mit ansteigenden Temperaturen oder
  • Wadenwickel.

Schlaffördernde Anwendungen mit Kräutern und ätherischen Ölen

Kräuterbäder

Hilfreiche Kräuter:

Lavendelblüten, Hopfen und Melissenblätter verhelfen zu gutem Schlaf und kräftigen die Nerven.

Kräuter füllt man in ein Baumwoll- oder Leinensäckchen. Dieses wird an einer Schnur befestigt ins Badewasser gehängt. Nicht zu heiß baden am Abend!

Ätherische Öle

Diese ätherischen Öle wirken schlaffördernd:

  • Baldrian,
  • Majoran (beruhigt Herz und Nervensystem),
  • Melissen,
  • Lavendel,
  • Orangen und Orangenblüten,
  • Thymian.

Bewährt haben sich folgende Mischungen:

Baldrian und Hopfen (1:1),

Melisse und Lavendel (jeweils 5 Tropfen). Beide Öle besitzen nervenwirksame, beruhigende Kräfte.

Kräutertee

Für Kräutertees geeignet sind

Inhalationen

2 TL Johanniskraut und 1 TL Thymian mit heißem Wasser (1/4 Liter) aufgießen und Dämpfe durch die Nase einatmen. Diese Mischung ist besonders hilfreich bei depressiven Verstimmungen. Beruhigend und schlaffördernd wirken auch Inhalationen mit ätherischen Ölen (Lavendel, Melissen, Orangenblüten, Baldrian und Thymian).

Kräuterkissen

Siehe Kräuter und ätherische Öle mit vorwiegend beruhigenden Eigenschaften.

Störquellen SchlafzimmerGesunde Schlafräume: Reinigung und Elektro

Reinigung von Schlafräumen

Für die Reinigung des Schlafzimmers sollte man wirklich nur altbewährte natürliche Reinigungsmittel verwenden. Chemische Reinigungsmittel, insbesondere Spezial-Reiniger, Möbel-Polituren oder Fensterputzmittel enthalten Stoffe, die die Raumluft belasten.

Zu den altbewährten Mitteln gehören:

  • Essig (löst die verschiedensten Verschmutzungen),

  • Spiritus als Fensterputzmittel,

  • Zitronensäure (löst sehr gut Verschmutzungen aller Art),

  • Schmierseife für Fußboden und Treppenhaus,

  • Gallseife (zur Entfernung von Obst-, Fett- und Farbflecken).

Wenn man einen Staubsauger verwendet, sollte der einen Feinfilter besitzen.

Elektroinstallation und elektrische Geräte im Schlafzimmer

Im Kopfbereich der Betten sollten keine Stromleitungen verlaufen. Lässt sich das nicht verhindern, sollten die Kabel wenigstens abgeschirmt werden. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, im Schlafraum den Stromkreis mit einem Netzfreischalter wegzuschalten. Der kann auch nachträglich einge­baut werden.

Auch Neonröhren, Radiowecker und Niedervolt-Leuchten gehören nicht in Kopfnähe (Mindestabstand 2 Meter!). Fernsehgeräte, Musikanlagen, Computer etc. erzeugen ebenfalls Störreize und gehören nicht in die Nähe des Bettes. Unser Organismus reagiert empfindlich auf solche unnatürlichen Reize. Möglicherweise wird dadurch auch das Hormon Melatonin (steuert den Schlaf- und Wachrhythmus), das in der Zirbeldrüse gebildet wird, in der Ausschüttung gehemmt. Mitunter werden auch Wasseradern und andere Störfelder in der Erde für Schlafstörungen verantwortlich gemacht. Solche Einflüsse sollten nicht überbewertet werden. Besondere Vorsicht ist bei Gerätschaften, die angeblich gegen den Strahlenschutz helfen sollen, wie Matten etc. geboten. Hier werden nicht selten die Ängste und Sorgen von Menschen zu skrupelloser Geschäftemacherei missbraucht.

gute luftGesunde Schlafräume: Luft und Temperatur

5. Lüftung und Temperatur im Schlafraum

Eine der Grundvoraussetzungen für einen erholsamen Schlaf ist ein gut durchlüfteter Schlafraum. Zum einen benötigen wir auch nachts ausreichend Sauerstoff, da auch in dieser Zeit wichtige Stoffwechselprozesse ablaufen. Zum anderen bilden sich bei ausreichender Lüftung keine Schimmelpilze an den Wänden. Eine niedrige Schlafzimmertemperatur (unter 16° C) und eine relative Luftfeuchtigkeit unter 40 % bringen Milben zum Absterben. Milben gelten als einer der Hauptverursacher allergischer Erkrankungen. Ein Luftaustausch mit feuchtwarmen Räumen wie dem Badezimmer sollte man grundsätzlich vermeinen. Wenn die Luft abkühlt, kondensiert die Feuchtigkeit an Außenwänden. Es bilden sich Schimmelpilze.

6. Luftreinhaltung im Schlafzimmer

Spraydosen sind im Schlafzimmer generell zu vermeiden. Besonders gewarnt wird auch vor Elektro-Verdampfern für den Insektenschutz. Sie setzen meist gleichmäßig "naturidentische" Pyrethroide frei, die zu Vergiftungen und Symptomen wie Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Haarausfall, Herzrhythmusstörungen, Blockaden in der Informationsübertragung zwischen den Nervenzellen führen können. Besonders Kleinkinder sind gefährdet! Hier sollte man besser auf Lavendel-Säckchen ausweichen und im Sommer Fliegengitter am Fenster anbringen.

Auch (natürliche!) ätherische Öle besitzen keimtötende und insektenvertreibende Wirkung: Hierzu kann man beispielsweise vor dem Schlafengehen Wasser mit einigen Tropfen Öl (Lavendel, Pfefferminze, Nelken oder Zitronen) in der Aroma-Lampe verdampfen. Auch eine Mischung aus Zitronen- oder Orangenöl und 2-3 Gewürznelken hilft beim Vertreiben von Mücken.

Neue Möbel, besonders solche, die furniert sind, dünsten Formaldehyd aus. Deswegen sollte man sehr oft lüften und natürliche Formaldehydschlucker einsetzen:

  • Grünlilie,

  • Echte Aloe,

  • Philodendron,

  • Dracena (Drachenbaum),

  • Efeutute.

SchlafzimmerGesunde Schlafräume: Wände, Böden, Betten und Farben

1. Wände des Schlafraumes

In Schlafzimmern sollten die Tapeten aus Papier oder Kork bestehen. Rauhfaser-Tapeten enthalten Sägespäne, die Hausstaubmilben als Nahrung dienen. Textiltapeten können Formaldehyd enthalten. Ein Kalkanstrich hat neben der desinfizierenden Wirkung den Vorteil, dass Kalk mit Schwefeldioxid (SO2), das in die Schlafräume gelangt, eine Bindung eingeht. Kalk trägt auf diese Weise zur Luftreinigung und Desinfektion bei.

2. Schlafzimmer - der Fußboden

Empfehlenswert sind Holzböden aus

  • Parkett oder Langriemen,

  • verklebte Korkplatten,

  • Linoleum,

  • Teppichböden aus reiner Schurwolle oder Wolle-Synthetikmischungen.

Die Böden dürfen keine lösungsmittelhaltigen Teppichkleber enthalten, da Lösungsmittel wochenlang ausdünsten und auf Dauer das zentrale Nervensystem schädigen. Besondere Vorsicht ist bei Fußbodenheizungen geboten: Hier sollte schon man beim Kauf auf die Rückenbeschichtung achten und PVC (enthält mehr als 50% Weichmacher) meiden.

3. Betten für guten Schlaf

Optimal ist ein Bettgestell aus Vollholz mit einem möglichst metallfreien Lattenrost. Die Matratze(n) sollten von unten her gut durchlüftet sein. Sie müssen Feuchtigkeit aufnehmen und abdampfen können, denn jeder Mensch gibt pro Nacht 0,5 bis 1 Liter Flüssigkeit ab. Geeignete Materialien für die Matratze

  • Kokos,

  • Latex,

  • Rosshaar,

  • Baumwolle,

  • Schafwolle,

  • Kapock.

Materialien für Betten: Baumwolle, Daunen (chemisch unbehandelte Füllungen!).

4. Farben für den Schlafraum

Wir sind uns selten darüber bewusst, wie groß der Einfluss der Farbe auf unser seelisches und körperliches Wohlbefinden ist. Was wir als Farbe wahrnehmen, sind Schwingungen in verschiedenen Wellenlängen. Man unterscheidet zwischen beru­higenden und aktivierenden Farben:

Blautöne dämpfen die Aktivitäten und machen schläfrig. Grün ist die Farbe des Ausgleichs. Schlafräume werden deshalb gern in lichtgrün, hellblau oder hellviolett gehalten. Hellviolett wirkt entspannend und stärkt die geistige Kraft. Eine blaue Birne im Nachttischlämpchen fördert die Schlafbereitschaft.

REM SchlafstadienSchlafstörungen – das sind die häufigsten Ursachen

Körperliche und seelische Ursachen für Schlafstörungen

Der Anteil der psychischen Ursachen an Schlafstörungen liegt bei etwa 40 Prozuent. Dazu gehören depressive Verstimmungen, Angst (z.B. Prüfungsangst, Angst um den Arbeitsplatz), Nervosität, Stress, familiäre Sorgen.

Zu den körperlichen Ursachen gehören beispielsweise Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems. Bei Erkrankungen der Herzkranzgefäße wachsen die Adern (Arterien) gleichsam von innen her zu. Deswegen wird das Herz bei erhöhter Belastung nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Dadurch kann es zu Schlaflosigkeit und Unruhe kommen. Zu den häufigsten Verursachern von Einschlaf- und Durchschlafstörungen zählen auch

  • Alkoholmissbrauch,
  • starkes Rauchen (auch Passivrauchen),
  • Kaffee am Abend und
  • üppige Mahlzeiten.

Viele Arbeitsplätzen können Ursache für gesundheitliche Beeinträchtigungen sein, z. B. wegen schädlichen Ausdünstungen von Chemikalien, Stäuben und Asbestfasern. Die Einflüsse elektromagnetischer Felder sind noch nicht vollkommen geklärt. Ein weiterer Faktor ist Lärm, der das vegetative Nervensystem stark belastet.

Störquellen im Schlafzimmer

Wir verbringen 1/3 unseres Lebens im Bett. Ein gesunder Schlaf ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für unsere Lebensqualität. Damit sich Körper und Psyche optimal regenerieren können, sollten wir alles abstellen, was die Qualität des Schlafes mindert.

Medikamente und Schlafstörungen

Medikamente können Ursache für Schlafstörungen sein: Der Ratgeber "Bittere Pillen" über Nutzen und Risiken von Arzneimitteln zählt

  • Appetitzügler,
  • Coffein,
  • Antidepressiva,
  • Antieleptika,
  • bestimmte Asthmamittel und vor allem
  • Schlafmittel (nach ihrem Absetzen) zu den Ursachen von Schlafstörungen sein.

Schlaftabletten sollten bei Schlafstörungen immer das letzte Mittel der Wahl sein und nur über einen sehr kurzen Zeitraum hinweg eingenommen werden. Es gibt faktisch kein einziges Medikament, das einen natürlichen, gesunden Schlaf hervorrufen kann. Manche Präparate unterdrücken den REM-Schlaf, andere den Tiefschlaf.

Goethe FarbenlehreDas Zusammenspiel von Licht, Körper, Geist und Seele

Licht steuert viele Prozesse im menschlichen Organismus. Seine Intensität wirkt sich unmittelbar auf unser Wohlbefinden aus. Es ist nicht leicht, dieses komplexe und komplizierte Zusammenspiel zu durchschauen und ein gesundes Gleichgewicht herzustellen.

So wirkt Sonnenlicht

  • Sonnenlicht hat erzeugende und wärmende Wirkung - ohne die Sonne wäre Leben auf dieser Erde nicht möglich.

  • Photosynthese ist der wichtigste biochemische Vorgang überhaupt, denn auf diesem Weg wird die Urnahrung fast aller Lebewesen hergestellt. Photosynthese ist unmittelbar von der Lichtenergie der Sonne abhängig.

  • Sonnenlicht wirkt durchblutungsfördernd und regt den Kreislauf an.

  • Sonnenlicht erzeugt Lebenskraft (Vitalität) und wirkt sich positiv auf unsere körperliche und geistige Aktivität aus.

  • Das Licht der Sonne tötet Bakterien und verringert die Infektionsgefahr.

  • Eine (mäßige) Sonnenbestrahlung fördert die Heilung von Hautleiden, wie Akne, Ekzeme, Schuppenflechte (Psoriasis) etc.

  • Unter Einwirkung von Sonnenlicht wird durch einen chemischen Vorgang in der Haut Vitamin D gebildet.

  • Sonnenlicht lindert rheumatische Beschwerden.

  • Sonnenlicht wirkt stimmungsaufhellend, lindert depressive Verstimmungen.

  • Das Licht der Sonne hilft, das zarte Wechselspiel zwischen Körper und Seele im Gleichgewicht zu halten.

Sonnenlicht hat auch Risiken!

Wer sich stundenlang ohne zureichenden Schutz übermäßiger UV-Strahlung aussetzt, riskiert seine Gesundheit. Es kann zu gefährlichem Sonnenbrand, zu Entzündungen der Hornhaut der Augen und sogar zu Hautkrebs kommen. Langandauernde Sonnenbäder fördern das Entstehen sogenannter "Freier Radikale", die zellschädigend wirken. Auch hier gilt: Die Dosis macht das Gift! Wer sich vor den schädlichen Einwirkungen schützt, kann sorglos von den positiven Wirkungen des Sonnenlichts auf die Gesundheit profitieren.

Yin YangDie Seele mit natürlichen Mitteln harmonisieren

Pflanzliche Substanzen werden in der westlichen Naturheilkunde nach ihrem Wirkungs-Schwerpunkt unterschieden in

  • vorwiegend anregend und

  • vorwiegend beruhigend.

In der altchinesischen Tradition entspricht das den gegensätzlichen Polen

  • Yang (männlich, von der Sonne regiert) und

  • Yin (weiblich, vom Mond regiert).

Johanniskraut (Sonne) wirkt stimmungsaufhellend, Baldrian (Mond) dagegen beruhigend, schlaffördernd.

Zitronenöl (Sonne) wirkt stimmungsanregend, konzentrationsfördernd und hilft bei Morgenmüdigkeit

Orangenöl (eher weiblich) wirkt entspannend, krampflösend, harmonisiert die Leib-Seele-Einheit und beruhigt.

Sandelholzöl (Sonne) schreibt man besondere Wirkung auf den männlichen Unterleib zu. Es hat potenzfördernde und zugleich harmonisierende Wirkung bei nervöser Anspannung.

Rosenöl (Mond) beeinflusst den weiblichen Hormonhaushalt günstig, hat aphrodisische Wirkung und fördert die Erholung

Anregend oder beruhigend? Übersicht der Naturheilmittel

Anregend

Beruhigend

  • Kampfer,

  • Menthol,

  • Pfefferminze,

  • Rosmarin,

  • Fichtennadel und

  • Latschenkiefer.

  • Baldrian,

  • Hopfen,

  • Kamille,

  • Lavendel,

  • Melisse,

  • Majoran,

  • Orange, Orangenblüte,

  • Passionsblume und

  • Weißdorn.

Ernährung bei Stimmungstief und Depressionen

Neben einer ausgewogenen Ernährung bestehend aus den Grundnährstoffen Eiweiß, Kohlenhydrate und Fett ist die Zufuhr von Mineralien und Vitaminen, insbesondere aus dem B-Komplex, wichtig.  Empfohlen werden vor allem

  • Niacin, vorhanden in Vollkornbrot, Erbsen, Seefischen, Lachs.

  • Folsäure, enthalten in grünem Gemüse, Kohl, Kartoffeln, Broccoli, Vollkorn.

Die beiden Nervenvitamine aus der B-Familie sollten in Verbindung mit Vitamin C zugeführt werden. Ein Glas Zitronensaft täglich enthält neben Vitamin C auch Kalzium (ansonsten vorwiegend in Milch und Käse enthalten), das die Nerven beruhigt. Vitamin B1 (Thiamin) ist in getrockneter Bierhefe, magerem Schweinefleisch und Sojabohnen reichlich vorhanden. 1 – 1,3 mg decken den Tagesbedarf (enthalten beispielsweise in 15 – 20 g Bierhefe, Bierhefe erst vor dem Anrichten der Speisen zufügen und nicht mitgaren!) Die genannte Menge Bierhefe deckt gleichzeitig den Tagesbedarf an Folsäure, die für die Zellneubildung und Blutbildung benötigt wird.

BaldrianNaturheilmittel für Seele und Nervensystem

Einen Wirkungsschwerpunkt im Bereich Psyche und Nervensystem haben die Heilkräuter

Die Küchenkräuter Basilikum und Majoran wirken angstmildernd und krampflösend. Johanniskraut hat stimmungsaufhellende und antidepressive Eigenschaften und kann gut mit der krampflösenden Wirkung von Thymian kombiniert werden. Auch der Rosenduft soll antidepressive Kraft besitzen. Orangenblütenöl (Neroli), das aus den weißen Blüten des Bitterorangenbaums gewonnen wird, wirkt ebenfalls antidepressiv und zudem angstlösend.

Angstzustände lindern

Hilfreich sind

  • Baldrian,

  • Basilikum,

  • Melisse,

  • Majoran,

  • Orangenblütenöl und

  • Thymian.

Weißdorn-Tee wirkt bei innerer Unruhe, nervösen Herzbeschwerden und Angst ausgleichend

Depressionen

  • Johanniskraut,

  • Baldrian und

  • Hopfen sowie Duftöle aus

  • Rosen,

  • Jasmin,

  • Lavendel,

  • Geranium,

  • Sandelholz und

  • Neroli.

Bei Depressionen, die mit nervösen Erregungszuständen verbunden sind, hilft eine Kombination aus Baldrian und Hopfen.

Naturheilmittel bei Nervosität

  • Johanniskraut,

  • Baldrian,

  • Lavendel,

  • Orangenblüte und Orangenöl,

  • Thymian,

  • Hopfen.

Stress

  • Baldrian,

  • Hopfen,

  • Johanniskraut,

  • Melisse,

  • Weißdorn

Stimmungsaufhellend

  • Zitronenöl,

  • Mandarine,

  • Orangenöl,

  • Rose.

Konzentrationsfördernd

  • Zitronenduft,

  • Pfefferminzöl,

  • Rosmarin.

Krampflösend

  • Pfefferminze,

  • Thymian,

  • Majoran,

  • Fenchel,

  • Kümmel.

Hilfreich sind insbesondere auch Massagen mit antidepressiv wirkenden Duftölen wie Rose, Lavendel, Melisse, Bergamotte oder Orangenblüte. Als Basisöle dienen fette Öle wie Weizenkeim-, Mandel- oder Jojoba-Öl.

Eine Behandlung mit Mitteln aus der Naturheilkunde sollte mehrere Wochen andauern, damit sie ihre wohltuende Wirkung entfalten kann. Eine Therapie mit natürlichen Heilmitteln ersetzt keinesfalls den Besuch beim Arzt oder Psychotherapeuten.

RheumaRheuma – Begriffsklärung, Ernährung

Unter dem Begriff „Rheuma“ werden zahlreiche rheumatische Erkrankungen zusammengefasst, die einige Gemeinsamkeiten aufweisen. Meistens haben sie jedoch im Hinblick auf die Entstehung, das Krankheitsbild oder die Behandlung rein gar nichts miteinander zu tun.

Man kann die rheumatischen Erkrankungen grob unterteilen in:

  • Weichteilrheumatismus und

  • degenerativen Rheumatismus.

Weichteilrheumatismus kann entzündlich oder nicht-entzündlich verlaufen und wird vom Gelenkrheumatismus unterschieden.

Degenerativer Rheumatismus umfasst alle verschleißbedingten Gelenkerkrankungen wie beispielsweise auch den Tennisarm. Die rheumatischen Beschwerden entstehen durch andauernde Überbelastung bestimmter Körperbereiche (Handgelenk, Schulter). Arthrosen beruhen meist auf einer Stoffwechselstörung der Knorpel. Auch Kälte kann Arthrosen fördern.

Als Arthritis (Gicht) bezeichnet man Entzündungen der Gelenke durch Ablagerung von Harnsäurekristallen. Es kommt dann In den Gelenken der Finger und Zehen zur Bildung von Gichtknoten, die mit Salzen der Harnsäure (Urat-Salze) gefüllt sind. Sie sind Auslöser schmerzhafter, akuter Gichtanfälle. Uratsalze werden auch im Bereich der Ohrmuschel, des Gelenkknorpels und -knochens und der Sehnenscheiden und Schleimbeutel eingelagert.

Auslöser rheumatischer Schmerzen:

  • Zugluft,

  • Kälte und

  • Infektionen sein.

Beim echten rheumatischen Fieber sind Bakterien vom Typ Streptokokken Auslöser.

Siehe auch: Naturheilmittel zur äußerlicher Behandlung und zur innerlichen Anwendung.

Ernährung bei Rheuma

Der Anteil pflanzlicher Kost (Frischkost) sollte bei mindestens 80 Prozent liegen. Alle Gemüse- und Obstsorten gehören zu den "Basenbildnern" und wirken einer Übersäuerung entgegen. Beim Würzen sollte man Salz durch Kräuter ersetzen. Lacto-vegetabile (vegetarisch plus Milch und Milchprodukte und Honig, aber ohne Eier) Kost und Saft-Fasten helfen, zumindest zu Beginn der Erkrankung.

Diese Lebensmittel sollte man bei Rheuma meiden:

  • Alkohol,

  • Bohnenkaffee,

  • Eier,

  • Mehlspeisen,

  • Rauchfleisch,

  • Salz,

  • Schweinefleisch,

  • Speck,

  • Teigwaren,

  • Wildfleisch,

  • Wurst.

 

 

VirenMagen-Darm-Grippe - Hauptursache: Viren

Bei einer Magen-Darm-Grippe (Gastroenteritis) sind, wie der Name schon sagt, Magen und Darm entzündet oder gereizt. Deswegen ist auch die Bezeichnung als „Virus-Grippe“ falsch, denn die betrifft wirklich ausschließlich die Atemwege. Die Ursachen für eine Magen-Darm-Grippe können ganz unterschiedlich sein: Meistens sind es Viren, manchmal auch Bakterien oder andere Krankheitserreger, verdorbene Lebensmittel oder und verunreinigtes Wasser. Man erkennt die Magen-Darm-Grippe an einigen klassischen Symptomen wie

  • Fieber,

  • Bauchschmerzen,

  • Durchfall,

  • Erbrechen und

  • Abgeschlagenheit.

Die Therapie der Gastroenteritis ist je nach Auslöser unterschiedlich: Bei Bakterien-Befall werden nach wie vor gerne Antibiotika verabreicht, bei Virenerkrankungen helfen meist nur altbewährte Mittel aus der Naturheilkunde.

Magen-Darm-Grippe – Symptome und Ursachen
Magen-Darm-Grippe wird typischerweise von diesen Symptomen begleitet:

  • Bauch- und/oder Magenschmerzen,

  • Durchfall,

  • Fieber,

  • geschwollene Lymphdrüsen,

  • Kopf- und Gliederschmerzen,

  • Übelkeit mit/ohne Erbrechen.

Verursacher der Magen-Darm-Grippe

Bakterien

Häufig sind Bakterien wie Escherichia coli (E. Coli, EHEC, Kolibakterien), Campylobacter,Shigellen oder Salmonellen an der Übertragung beteiligt. In Deutschland klingen bakterielle Magen-Darm-Infektionen meist so schnell wieder ab, wie sie entstehen. Das Ansteckungs-Risiko schwindet mit dem Abklingen der Symptome.

Viren

Bei etwa der Hälfte aller Erkrankungen liegen Magen-Darm-Viren wie Noroviren, Adenoviren, Rotaviren oder Herpes-Viren vor. Sie sind hoch ansteckend und können sich schnell verbreiten, wenn die Hygiene-Regeln wie Händewaschen nach Toiletten-Besuch nicht eingehalten werden.

Parasiten

Parasiten wie Giardien und Kryptosporidien sind beim Menschen selten. Amöben dagegen treten häufiger auf mit teilweise schwerem Verlauf (heftige Durchfälle, starke Austrocknung). Ursache ist meist unsauberes Wasser. In Ländern mit mangelnder Wasserversorgung sollte man daher nur in Flaschen abgefülltes Wasser trinken.

Lebensmittel

Milchprodukte, Meeresfrüchte etc. können bei Unverträglichkeiten Symptome der Gastroenteritis verursachen.

Magen DarmMagenbeschwerden

Probleme mit dem Magen? Früher oder später erwischt es jeden. Die meisten Menschen hatten in der Kindheit oder Jungend schon einmal Verdauungsstörungen oder Sodbrennen. Viele leiden später als Erwachsene immer wieder darunter. Manche Magen-Beschwerden legen sich nach einer Ernährungsumstellung. Andere Probleme lassen sich danke mit bewährten Hausmittelchen gut therapieren und bei einigen sollte man unbedingt den Arzt konsultieren. Das ist beispielsweise bei Magengeschwüren notwendig oder wenn die Probleme im Magen mit Blut im Stuhl einhergehen.

So funktioniert der Magen

Der Magen ist ein Verdauungs-Organ und liegt zwischen Speiseröhre und Dünndarm. Er hat im menschlichen Körper diverse Aufgaben:

  • Er nimmt die Nahrung auf,

  • ist bei der Verdauung hauptsächlich für das Eiweiß zuständig.

  • Der Magen mischt Magensäure in den Nahrungsbrei und

  • schützt so Verdauungsapparat vor Krankheitserregern.

  • Den angereicherten Nahrungsbrei gibt er zur Weiterverarbeitung an den Dünndarm ab.

Störungen der Magen-Funktionen

Beim Verdauungsvorgang können im Magen folgende Probleme vorkommen:

  • Vermehrte Gasbildung,

  • Bauchschmerzen,

  • Verstopfung und

  • Durchfall.

Solche Störungen der Magen-Funktion sind unangenehm und kommen recht häufig vor. Die häufigste Ursache für diese Art von Problemen ist die Ernährung, aber natürlich kann auch eine Magengrippe Auslöser sein. Bei vielen Frauen kommt es während der Periode und im Rahmen einer Frühschwangerschaft regelmäßig zu solchen Beschwerden. Dann treten, zumindest für einen gewissen Zeitraum, Magenprobleme auf wie

  • Übelkeit,

  • Erbrechen,

  • Völlegefühl und

  • Druck im Bauchraum.

Manchmal kommt es ganz plötzlich und ohne erkennbare Auslöser zu Magen-Beschwerden. Dann sollte immer ärztlicher Rat eingeholt werden, zumal wenn

  • schwerwiegende Symptome auftreten,

  • zwei Tage und länger anhalten und/oder

  • zunehmend stärker werden.