Heilkunde

Vincent van Gogh: Mittagsruhe nach Millet SchlafNatürliche Mittel gegen Schlafstörungen

Wer Probleme mit dem Ein- oder Durchschlafen hat, sollte sich angewöhnen, immer zu bestimmten Zeiten ins Bett gehen. Bewegung an der frischen Luft trägt bei Schlafstörungen zur Entspannung bei: Warum nicht am Abend einen Spaziergang mit dem Partner unternehmen? Bei der Gelegenheit kann man auch klärende Gespräche über angestaute Probleme führen, die den Schlaf empfindlich stören können, wenn sie unverarbeitet bleiben. Hilfreich sind auch diese Anwendungen:

  • Entspannungstechniken (Atemübungen, Autogenes Training, Qi Gong etc.),
  • warme Fußbäder am Abend, zum Beispiel ein Wechselfußbad (5 Minuten warm, 1 Minute kalt),
  • Armbäder mit ansteigenden Temperaturen oder
  • Wadenwickel.

Schlaffördernde Anwendungen mit Kräutern und ätherischen Ölen

Kräuterbäder

Hilfreiche Kräuter:

Lavendelblüten, Hopfen und Melissenblätter verhelfen zu gutem Schlaf und kräftigen die Nerven.

Kräuter füllt man in ein Baumwoll- oder Leinensäckchen. Dieses wird an einer Schnur befestigt ins Badewasser gehängt. Nicht zu heiß baden am Abend!

Ätherische Öle

Diese ätherischen Öle wirken schlaffördernd:

  • Baldrian,
  • Majoran (beruhigt Herz und Nervensystem),
  • Melissen,
  • Lavendel,
  • Orangen und Orangenblüten,
  • Thymian.

Bewährt haben sich folgende Mischungen:

Baldrian und Hopfen (1:1),

Melisse und Lavendel (jeweils 5 Tropfen). Beide Öle besitzen nervenwirksame, beruhigende Kräfte.

Kräutertee

Für Kräutertees geeignet sind

Inhalationen

2 TL Johanniskraut und 1 TL Thymian mit heißem Wasser (1/4 Liter) aufgießen und Dämpfe durch die Nase einatmen. Diese Mischung ist besonders hilfreich bei depressiven Verstimmungen. Beruhigend und schlaffördernd wirken auch Inhalationen mit ätherischen Ölen (Lavendel, Melissen, Orangenblüten, Baldrian und Thymian).

Kräuterkissen

Siehe Kräuter und ätherische Öle mit vorwiegend beruhigenden Eigenschaften.

Störquellen SchlafzimmerGesunde Schlafräume: Reinigung und Elektro

Reinigung von Schlafräumen

Für die Reinigung des Schlafzimmers sollte man wirklich nur altbewährte natürliche Reinigungsmittel verwenden. Chemische Reinigungsmittel, insbesondere Spezial-Reiniger, Möbel-Polituren oder Fensterputzmittel enthalten Stoffe, die die Raumluft belasten.

Zu den altbewährten Mitteln gehören:

  • Essig (löst die verschiedensten Verschmutzungen),

  • Spiritus als Fensterputzmittel,

  • Zitronensäure (löst sehr gut Verschmutzungen aller Art),

  • Schmierseife für Fußboden und Treppenhaus,

  • Gallseife (zur Entfernung von Obst-, Fett- und Farbflecken).

Wenn man einen Staubsauger verwendet, sollte der einen Feinfilter besitzen.

Elektroinstallation und elektrische Geräte im Schlafzimmer

Im Kopfbereich der Betten sollten keine Stromleitungen verlaufen. Lässt sich das nicht verhindern, sollten die Kabel wenigstens abgeschirmt werden. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, im Schlafraum den Stromkreis mit einem Netzfreischalter wegzuschalten. Der kann auch nachträglich einge­baut werden.

Auch Neonröhren, Radiowecker und Niedervolt-Leuchten gehören nicht in Kopfnähe (Mindestabstand 2 Meter!). Fernsehgeräte, Musikanlagen, Computer etc. erzeugen ebenfalls Störreize und gehören nicht in die Nähe des Bettes. Unser Organismus reagiert empfindlich auf solche unnatürlichen Reize. Möglicherweise wird dadurch auch das Hormon Melatonin (steuert den Schlaf- und Wachrhythmus), das in der Zirbeldrüse gebildet wird, in der Ausschüttung gehemmt. Mitunter werden auch Wasseradern und andere Störfelder in der Erde für Schlafstörungen verantwortlich gemacht. Solche Einflüsse sollten nicht überbewertet werden. Besondere Vorsicht ist bei Gerätschaften, die angeblich gegen den Strahlenschutz helfen sollen, wie Matten etc. geboten. Hier werden nicht selten die Ängste und Sorgen von Menschen zu skrupelloser Geschäftemacherei missbraucht.

gute luftGesunde Schlafräume: Luft und Temperatur

5. Lüftung und Temperatur im Schlafraum

Eine der Grundvoraussetzungen für einen erholsamen Schlaf ist ein gut durchlüfteter Schlafraum. Zum einen benötigen wir auch nachts ausreichend Sauerstoff, da auch in dieser Zeit wichtige Stoffwechselprozesse ablaufen. Zum anderen bilden sich bei ausreichender Lüftung keine Schimmelpilze an den Wänden. Eine niedrige Schlafzimmertemperatur (unter 16° C) und eine relative Luftfeuchtigkeit unter 40 % bringen Milben zum Absterben. Milben gelten als einer der Hauptverursacher allergischer Erkrankungen. Ein Luftaustausch mit feuchtwarmen Räumen wie dem Badezimmer sollte man grundsätzlich vermeinen. Wenn die Luft abkühlt, kondensiert die Feuchtigkeit an Außenwänden. Es bilden sich Schimmelpilze.

6. Luftreinhaltung im Schlafzimmer

Spraydosen sind im Schlafzimmer generell zu vermeiden. Besonders gewarnt wird auch vor Elektro-Verdampfern für den Insektenschutz. Sie setzen meist gleichmäßig "naturidentische" Pyrethroide frei, die zu Vergiftungen und Symptomen wie Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Haarausfall, Herzrhythmusstörungen, Blockaden in der Informationsübertragung zwischen den Nervenzellen führen können. Besonders Kleinkinder sind gefährdet! Hier sollte man besser auf Lavendel-Säckchen ausweichen und im Sommer Fliegengitter am Fenster anbringen.

Auch (natürliche!) ätherische Öle besitzen keimtötende und insektenvertreibende Wirkung: Hierzu kann man beispielsweise vor dem Schlafengehen Wasser mit einigen Tropfen Öl (Lavendel, Pfefferminze, Nelken oder Zitronen) in der Aroma-Lampe verdampfen. Auch eine Mischung aus Zitronen- oder Orangenöl und 2-3 Gewürznelken hilft beim Vertreiben von Mücken.

Neue Möbel, besonders solche, die furniert sind, dünsten Formaldehyd aus. Deswegen sollte man sehr oft lüften und natürliche Formaldehydschlucker einsetzen:

  • Grünlilie,

  • Echte Aloe,

  • Philodendron,

  • Dracena (Drachenbaum),

  • Efeutute.

SchlafzimmerGesunde Schlafräume: Wände, Böden, Betten und Farben

1. Wände des Schlafraumes

In Schlafzimmern sollten die Tapeten aus Papier oder Kork bestehen. Rauhfaser-Tapeten enthalten Sägespäne, die Hausstaubmilben als Nahrung dienen. Textiltapeten können Formaldehyd enthalten. Ein Kalkanstrich hat neben der desinfizierenden Wirkung den Vorteil, dass Kalk mit Schwefeldioxid (SO2), das in die Schlafräume gelangt, eine Bindung eingeht. Kalk trägt auf diese Weise zur Luftreinigung und Desinfektion bei.

2. Schlafzimmer - der Fußboden

Empfehlenswert sind Holzböden aus

  • Parkett oder Langriemen,

  • verklebte Korkplatten,

  • Linoleum,

  • Teppichböden aus reiner Schurwolle oder Wolle-Synthetikmischungen.

Die Böden dürfen keine lösungsmittelhaltigen Teppichkleber enthalten, da Lösungsmittel wochenlang ausdünsten und auf Dauer das zentrale Nervensystem schädigen. Besondere Vorsicht ist bei Fußbodenheizungen geboten: Hier sollte schon man beim Kauf auf die Rückenbeschichtung achten und PVC (enthält mehr als 50% Weichmacher) meiden.

3. Betten für guten Schlaf

Optimal ist ein Bettgestell aus Vollholz mit einem möglichst metallfreien Lattenrost. Die Matratze(n) sollten von unten her gut durchlüftet sein. Sie müssen Feuchtigkeit aufnehmen und abdampfen können, denn jeder Mensch gibt pro Nacht 0,5 bis 1 Liter Flüssigkeit ab. Geeignete Materialien für die Matratze

  • Kokos,

  • Latex,

  • Rosshaar,

  • Baumwolle,

  • Schafwolle,

  • Kapock.

Materialien für Betten: Baumwolle, Daunen (chemisch unbehandelte Füllungen!).

4. Farben für den Schlafraum

Wir sind uns selten darüber bewusst, wie groß der Einfluss der Farbe auf unser seelisches und körperliches Wohlbefinden ist. Was wir als Farbe wahrnehmen, sind Schwingungen in verschiedenen Wellenlängen. Man unterscheidet zwischen beru­higenden und aktivierenden Farben:

Blautöne dämpfen die Aktivitäten und machen schläfrig. Grün ist die Farbe des Ausgleichs. Schlafräume werden deshalb gern in lichtgrün, hellblau oder hellviolett gehalten. Hellviolett wirkt entspannend und stärkt die geistige Kraft. Eine blaue Birne im Nachttischlämpchen fördert die Schlafbereitschaft.

REM SchlafstadienSchlafstörungen – das sind die häufigsten Ursachen

Körperliche und seelische Ursachen für Schlafstörungen

Der Anteil der psychischen Ursachen an Schlafstörungen liegt bei etwa 40 Prozuent. Dazu gehören depressive Verstimmungen, Angst (z.B. Prüfungsangst, Angst um den Arbeitsplatz), Nervosität, Stress, familiäre Sorgen.

Zu den körperlichen Ursachen gehören beispielsweise Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems. Bei Erkrankungen der Herzkranzgefäße wachsen die Adern (Arterien) gleichsam von innen her zu. Deswegen wird das Herz bei erhöhter Belastung nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Dadurch kann es zu Schlaflosigkeit und Unruhe kommen. Zu den häufigsten Verursachern von Einschlaf- und Durchschlafstörungen zählen auch

  • Alkoholmissbrauch,
  • starkes Rauchen (auch Passivrauchen),
  • Kaffee am Abend und
  • üppige Mahlzeiten.

Viele Arbeitsplätzen können Ursache für gesundheitliche Beeinträchtigungen sein, z. B. wegen schädlichen Ausdünstungen von Chemikalien, Stäuben und Asbestfasern. Die Einflüsse elektromagnetischer Felder sind noch nicht vollkommen geklärt. Ein weiterer Faktor ist Lärm, der das vegetative Nervensystem stark belastet.

Störquellen im Schlafzimmer

Wir verbringen 1/3 unseres Lebens im Bett. Ein gesunder Schlaf ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für unsere Lebensqualität. Damit sich Körper und Psyche optimal regenerieren können, sollten wir alles abstellen, was die Qualität des Schlafes mindert.

Medikamente und Schlafstörungen

Medikamente können Ursache für Schlafstörungen sein: Der Ratgeber "Bittere Pillen" über Nutzen und Risiken von Arzneimitteln zählt

  • Appetitzügler,
  • Coffein,
  • Antidepressiva,
  • Antieleptika,
  • bestimmte Asthmamittel und vor allem
  • Schlafmittel (nach ihrem Absetzen) zu den Ursachen von Schlafstörungen sein.

Schlaftabletten sollten bei Schlafstörungen immer das letzte Mittel der Wahl sein und nur über einen sehr kurzen Zeitraum hinweg eingenommen werden. Es gibt faktisch kein einziges Medikament, das einen natürlichen, gesunden Schlaf hervorrufen kann. Manche Präparate unterdrücken den REM-Schlaf, andere den Tiefschlaf.

Goethe FarbenlehreDas Zusammenspiel von Licht, Körper, Geist und Seele

Licht steuert viele Prozesse im menschlichen Organismus. Seine Intensität wirkt sich unmittelbar auf unser Wohlbefinden aus. Es ist nicht leicht, dieses komplexe und komplizierte Zusammenspiel zu durchschauen und ein gesundes Gleichgewicht herzustellen.

So wirkt Sonnenlicht

  • Sonnenlicht hat erzeugende und wärmende Wirkung - ohne die Sonne wäre Leben auf dieser Erde nicht möglich.

  • Photosynthese ist der wichtigste biochemische Vorgang überhaupt, denn auf diesem Weg wird die Urnahrung fast aller Lebewesen hergestellt. Photosynthese ist unmittelbar von der Lichtenergie der Sonne abhängig.

  • Sonnenlicht wirkt durchblutungsfördernd und regt den Kreislauf an.

  • Sonnenlicht erzeugt Lebenskraft (Vitalität) und wirkt sich positiv auf unsere körperliche und geistige Aktivität aus.

  • Das Licht der Sonne tötet Bakterien und verringert die Infektionsgefahr.

  • Eine (mäßige) Sonnenbestrahlung fördert die Heilung von Hautleiden, wie Akne, Ekzeme, Schuppenflechte (Psoriasis) etc.

  • Unter Einwirkung von Sonnenlicht wird durch einen chemischen Vorgang in der Haut Vitamin D gebildet.

  • Sonnenlicht lindert rheumatische Beschwerden.

  • Sonnenlicht wirkt stimmungsaufhellend, lindert depressive Verstimmungen.

  • Das Licht der Sonne hilft, das zarte Wechselspiel zwischen Körper und Seele im Gleichgewicht zu halten.

Sonnenlicht hat auch Risiken!

Wer sich stundenlang ohne zureichenden Schutz übermäßiger UV-Strahlung aussetzt, riskiert seine Gesundheit. Es kann zu gefährlichem Sonnenbrand, zu Entzündungen der Hornhaut der Augen und sogar zu Hautkrebs kommen. Langandauernde Sonnenbäder fördern das Entstehen sogenannter "Freier Radikale", die zellschädigend wirken. Auch hier gilt: Die Dosis macht das Gift! Wer sich vor den schädlichen Einwirkungen schützt, kann sorglos von den positiven Wirkungen des Sonnenlichts auf die Gesundheit profitieren.

Yin YangDie Seele mit natürlichen Mitteln harmonisieren

Pflanzliche Substanzen werden in der westlichen Naturheilkunde nach ihrem Wirkungs-Schwerpunkt unterschieden in

  • vorwiegend anregend und

  • vorwiegend beruhigend.

In der altchinesischen Tradition entspricht das den gegensätzlichen Polen

  • Yang (männlich, von der Sonne regiert) und

  • Yin (weiblich, vom Mond regiert).

Johanniskraut (Sonne) wirkt stimmungsaufhellend, Baldrian (Mond) dagegen beruhigend, schlaffördernd.

Zitronenöl (Sonne) wirkt stimmungsanregend, konzentrationsfördernd und hilft bei Morgenmüdigkeit

Orangenöl (eher weiblich) wirkt entspannend, krampflösend, harmonisiert die Leib-Seele-Einheit und beruhigt.

Sandelholzöl (Sonne) schreibt man besondere Wirkung auf den männlichen Unterleib zu. Es hat potenzfördernde und zugleich harmonisierende Wirkung bei nervöser Anspannung.

Rosenöl (Mond) beeinflusst den weiblichen Hormonhaushalt günstig, hat aphrodisische Wirkung und fördert die Erholung

Anregend oder beruhigend? Übersicht der Naturheilmittel

Anregend

Beruhigend

  • Kampfer,

  • Menthol,

  • Pfefferminze,

  • Rosmarin,

  • Fichtennadel und

  • Latschenkiefer.

  • Baldrian,

  • Hopfen,

  • Kamille,

  • Lavendel,

  • Melisse,

  • Majoran,

  • Orange, Orangenblüte,

  • Passionsblume und

  • Weißdorn.

Ernährung bei Stimmungstief und Depressionen

Neben einer ausgewogenen Ernährung bestehend aus den Grundnährstoffen Eiweiß, Kohlenhydrate und Fett ist die Zufuhr von Mineralien und Vitaminen, insbesondere aus dem B-Komplex, wichtig.  Empfohlen werden vor allem

  • Niacin, vorhanden in Vollkornbrot, Erbsen, Seefischen, Lachs.

  • Folsäure, enthalten in grünem Gemüse, Kohl, Kartoffeln, Broccoli, Vollkorn.

Die beiden Nervenvitamine aus der B-Familie sollten in Verbindung mit Vitamin C zugeführt werden. Ein Glas Zitronensaft täglich enthält neben Vitamin C auch Kalzium (ansonsten vorwiegend in Milch und Käse enthalten), das die Nerven beruhigt. Vitamin B1 (Thiamin) ist in getrockneter Bierhefe, magerem Schweinefleisch und Sojabohnen reichlich vorhanden. 1 – 1,3 mg decken den Tagesbedarf (enthalten beispielsweise in 15 – 20 g Bierhefe, Bierhefe erst vor dem Anrichten der Speisen zufügen und nicht mitgaren!) Die genannte Menge Bierhefe deckt gleichzeitig den Tagesbedarf an Folsäure, die für die Zellneubildung und Blutbildung benötigt wird.

BaldrianNaturheilmittel für Seele und Nervensystem

Einen Wirkungsschwerpunkt im Bereich Psyche und Nervensystem haben die Heilkräuter

Die Küchenkräuter Basilikum und Majoran wirken angstmildernd und krampflösend. Johanniskraut hat stimmungsaufhellende und antidepressive Eigenschaften und kann gut mit der krampflösenden Wirkung von Thymian kombiniert werden. Auch der Rosenduft soll antidepressive Kraft besitzen. Orangenblütenöl (Neroli), das aus den weißen Blüten des Bitterorangenbaums gewonnen wird, wirkt ebenfalls antidepressiv und zudem angstlösend.

Angstzustände lindern

Hilfreich sind

  • Baldrian,

  • Basilikum,

  • Melisse,

  • Majoran,

  • Orangenblütenöl und

  • Thymian.

Weißdorn-Tee wirkt bei innerer Unruhe, nervösen Herzbeschwerden und Angst ausgleichend

Depressionen

  • Johanniskraut,

  • Baldrian und

  • Hopfen sowie Duftöle aus

  • Rosen,

  • Jasmin,

  • Lavendel,

  • Geranium,

  • Sandelholz und

  • Neroli.

Bei Depressionen, die mit nervösen Erregungszuständen verbunden sind, hilft eine Kombination aus Baldrian und Hopfen.

Naturheilmittel bei Nervosität

  • Johanniskraut,

  • Baldrian,

  • Lavendel,

  • Orangenblüte und Orangenöl,

  • Thymian,

  • Hopfen.

Stress

  • Baldrian,

  • Hopfen,

  • Johanniskraut,

  • Melisse,

  • Weißdorn

Stimmungsaufhellend

  • Zitronenöl,

  • Mandarine,

  • Orangenöl,

  • Rose.

Konzentrationsfördernd

  • Zitronenduft,

  • Pfefferminzöl,

  • Rosmarin.

Krampflösend

  • Pfefferminze,

  • Thymian,

  • Majoran,

  • Fenchel,

  • Kümmel.

Hilfreich sind insbesondere auch Massagen mit antidepressiv wirkenden Duftölen wie Rose, Lavendel, Melisse, Bergamotte oder Orangenblüte. Als Basisöle dienen fette Öle wie Weizenkeim-, Mandel- oder Jojoba-Öl.

Eine Behandlung mit Mitteln aus der Naturheilkunde sollte mehrere Wochen andauern, damit sie ihre wohltuende Wirkung entfalten kann. Eine Therapie mit natürlichen Heilmitteln ersetzt keinesfalls den Besuch beim Arzt oder Psychotherapeuten.

AtemwegeSchleimhäute der Atemwege - Erkrankungen

Symptome typischer Atemwegserkrankungen

  • Husten tritt als Symptom bei den verschiedensten Erkrankungen der Atemwege auf. Husten ist ein natürlicher Reflex zur Entfernung von Fremdkörpern und Schleim.
  • Juckreiz im Bereich der Nasenschleimhäute.
  • Durch Schwellung der Schleimhäute verstopfte Nase.
  • Ausgetrocknete Schleimhäute.
  • Schwellungen der Kehlkopfschleimhäute.
  • Tränende Augen.

Der in Verbindung mit einer Nasenschleimhautentzündung auftretende Schnupfen ist meist wässrig, kann aber auch eitrig und blutig sein. Im Anschluss an Nasenkatarrhe können schwerere Krankheitsbilder, wie Verschleimungen oder Vereiterungen der Nebenhöhlen auftreten.

Was tun bei Atemwegs-Erkrankungen?

Die Ursache ausfindig machen:

  • Handelt es sich um eine Infektion?

  • Ist es die Folge falscher Ernährung, beispielsweise ein Übermaß an denaturierten Lebensmittel mit unverträglichen Zusatzstoffen?

  • Herrscht in meiner Wohnung oder am Arbeitsplatz eine erhöhte Schadstoffbelastung?

Atemwegs-Erkrankungen natürlich vorbeugen und behandeln

  • In Wohn- und Arbeitsräumen ausgiebig lüften.
  • Die relative Luftfeuchtigkeit sollte 45 bis 60 % betragen. Bei zu geringer Luftfeuchtigkeit trocknen die Schleimhäute aus und es steigt die Infektionsbereitschaft.
  • Viel trinken! 2 bis 3 Liter Flüssigkeit täglich, Wasser oder schleimlösende Tees wie Eibisch, Huflattich, Spitzwegerich, Isländisch Moos.
  • Inhalationen mit Heilkräuteraufgüssen wie Kamille oder Thymian in Verbindung mit einigen Tropfen ätherischem Öl (Eukalyptus, Latschenkiefer, Salbei oder Pfefferminze).
  • Husten nicht unterdrücken! Codeinhaltige Medikamente beruhigen zwar das Hustenzentrum im Gehirn, verzögern jedoch das Abhusten von Schleim und somit die natürliche Heilung.
  • Rauchen bei Atemwegs-Erkrankungen besser lassen. Es wirkt sich nachteilig auf die Schlagbewegungen der Flimmerhärchen aus.

Nase und NasenhöhleEntzündungen der Schleimhäute natürlich behandeln

Die Schleimhäute des Atemtraktes und des Magen-Darm-Systems sind die größten Kontaktflächen des menschlichen Organismus mit der Umwelt.

Das Schleimhautgewebe der Atemwege

Im Schleimhautgewebe der Atemwege und der Nebenhöhlen wird Schleim erzeugt. Dadurch wird die eingeatmete Luft befeuchtet und die in der Atemluft enthaltenen Schadstoffe werden abgefangen. Das Nasensekret sorgt für einen sauren pH-Wert und verhindert so das Eindringen von Krankheitskeimen. Ist die Schleimhaut intakt, werden die in Schleim eingepackten Schadstoffe und Krankheitskeime vom Flimmerepithel (Schicht aus Zellen mit feinen Härchen, die den größten Teil der Atemwege auskleidet) in Richtung Nase und Rachenraum zurücktransportiert. Sie rutschen sozusagen auf einer wässrigen Gleitschicht zurück. Das funktioniert sehr gut, solange sich nicht zu viel Schleim anstaut. Dann reicht die Kraft der Flimmerhärchen oft nicht mehr aus. Es kommt zum Sekret-Stau.

Sind die Räume überheizt (mehr als 21° C) trocknet die Atemluft und damit auch der Schleim aus. Die Flimmerhärchen verkleben. Das Husten bringt keine Erleichterung mehr. Der Sekret-Stau macht sich, vor allem im Bereich der Nebenhöhlen, unangenehm bemerkbar.

Ursachen für Schädigungen des Schleimhautsystems

  • Hohe Schadstoffkonzentrationen, verursacht durch chemische Ausdünstungen von Baustoffen, Möbeln, Bettzeug, Teppichen, Teppichkleber, Reinigungsmittel, Zigarettenrauch,
  • in der Atemluft schwebende Krankheitskeime (Bakterien, Schimmelpilze, Milben),
  • Staub und Tierhaare.

All diese Auslöser können das Gewebe im Bereich der Schleimhäute schädigen und zu einer Schwächung des Immunsystems führen.

Allergische Reaktionen

Allergische Reaktionen im Bereich von Nase und Bronchien wie Heuschnupfen oder Bronchialasthma sind oft Ursache einer Überempfindlichkeit gegen Pollen, bestimmte Nahrungsmittel oder Lebensmittel-Zusatzstoffe, Haustiere und Schnittblumen. Eine erbliche Veranlagung kann die Bereitschaft zu allergischen Erkrankungen erhöhen. Starke seelische Belastungen, Angst und Erregungszustände gelten als Mitverursacher allergischer Reaktionen. Treffen verschiedene Faktoren zusammen, kommt es auf Dauer zu einem Summations-Effekt oder gar Potenzierungs-Effekt, der physische oder psychische Reaktionen hervorrufen kann.

Pfarrer Kneipp Arnika WundheilungDiese Heilkräuter helfen bei kleinen Wunden

Die meisten kleineren Wunden heilen problemlos unter einem Pflaster oder Wundschnellverband. Man kann die Heilung von Wunden durch verschiedene Zubereitungsformen und Anwendungsmöglichkeiten von Heilkräutern unterstützen:

Arnika

Schon Pfarrer Kneipp empfahl Arnikatinktur zur Wundreinigung und für Umschläge (mit Wasser verdünnt, im Verhältnis 1:2 anwenden). Vorsicht: Tinkturen können die Haut reizen und sind für Umschläge zur Weiterbehandlung nicht geeignet!

Hauswurz

Der Saft von Hauswurz wirkt adstringierend und wundheilend. Man zerdrückt die fleischigen Blättern und träufelt den Saft auf die Wunde.

Johanniskraut

Johanniskraut-Tinktur zur Wunddesinfektion auftragen.

Johanniskrautöl wird wegen seiner zusammenziehenden, schmerzstillenden Eigenschaften zur Behandlung von Nervenentzündungen, Brandwunden, Hautgeschwüren, Quetschungen verwendet.

Kamille

Kamillenblüten werden als Aufguss für Umschläge und Wundbäder zubereitet, wirken entzündungshemmend und wundheilend.

Ringelblume

Ringelblumensalbe und Ringelblumenöl ist entzündungshemmen und wundheilend und eignet sich zur Behandlung schlecht heilender Wunden.

Spitzwegerich

Spitzwegerich hat blutstillende, wundheilende Eigenschaften. Die Blätter des Spitzwegerich werden zwischen den Fingern zerrieben oder mit einem Nudelholz gepresst, dann auf die Wunde gelegt und mit Verbandsstoff umwickelt.

Thymian

Für Umschläge gießt man 2 TL Thymian-Kraut in 1 Tasse heißem Wasser auf.

Thymian-Tinktur wird zur Wundreinigung verwendet (Verdünnung 1:2 oder 1:1).

Zwiebel

Verwendet wird die feine Haut, die jede Zwiebelschicht von der nächsten trennt. Sie wirkt leicht antibiotisch. Man legt sie auf die Wunde, darauf eine Gaze und dann einen Verband anlegen. Die Behandlung mit Zwiebeln ist geeignet für Wunden, Schnittwunden und Brandwunden.

Warnhinweis

Damit keine Komplikationen auftreten, sollten auch kleinere Wunden vom Arzt behandelt werden!

RosmarinHautausschlag, Neurodermitis und Fußpilz

Kräuterkompressen zur Pflege der Gesichtshaut

Trockene Haut:

Fenchel-Lindenblüten

Normale Haut:

Kamille

Unreine Haut:

Salbei

Schlecht durchblu­tete Haut:

Rosmarin, Pfefferminze

Hautausschlag

Mögliche Ursachen: 

  • Infektionen,
  • chemische Reizungen (Wasch-, Reini­gungs-, Spülmittel, Kosmetika, Insektensprays).

Behandlung von Hautauschlag

Seife meiden, stattdessen pH-neutrale Reinigungsmittel.

Tees mit blutreinigender Wirkung: Brennessel, Löwenzahn, Veil­chen, Holunder, Spitzwe­gerich.

Waschungen mit Kamille, Thymian, Zinnkraut, Eichenrinde

Bäder gegen Hautausschlag

150 g Zinnkraut mit 5 Liter kochendem Wasser über­gie­ßen, 15 bis 20 Minuten zie­hen lassen, abseihen, ins Badewasser geben.

1 kg Eichenrinde auf 2 Liter Wasser als Ab­kochung für Teil- oder Vollbäder, bei Hautausschlägen, Ek­zeme, Hämor­rhoiden.

Tee und Umschläge mit Weidenrinde (Silberweide, Wirkstoff ist das Salicyl in der Weidenrinde:

3 TL ge­trock­nete, zerkleinerte Rinde (Apotheke) mit 1/4 Liter Wasser ca. 3 Stunden kalt ansetzen, kurz aufkochen lassen und trin­ken oder als lauwarmen Umschlag verwenden.

Auch Salicylhaltige Gels haben sich bei Hautkrankheiten als sehr wirk­sam erwiesen. Hamamelis als Salbe und Tinktur wirkt zusammenziehend, entzündungshemmend und be­ruhigend.

Naturheilmittel bei Neurodermitis

  • Nachtkerzenöl (Kapseln) enthält Gammalino­lensäure, eine körpereigene Substanz, die für die Gesundheit der Haut be­sonders wichtig ist. Studien zufolge klingen vielen Fällen Rötung und Juckreiz ab.
  • Bäder in 10-15%iger Salzlösung, UV-Bestrahlung, Urlaub im Hoch­gebirge, am Meer.
  • Gesichtsdampfbäder mit Thymian, Kamille, Salbei, Salz.
  • Vermeidung extremer Kälte und Wärme.
  • Magnesium: Nüsse, Haferflocken, Vollkorn-Roggenbrot, Dill, Grünkohl, Kartoffeln, Toma­ten, Weizenkeime sind magnesium­rei­che Nahrungsmittel
  • Meiden: Rauchfleisch, Räucherfisch, Hülsenfrüchte, Innereien, tie­ri­sche Fette, Süßigkeiten, konzen­trier­ten Alkohol, Fa­brikzucker, Auszugsmehl
  • Frische Kräuter statt starker Gewürze!
  • Hochwertige Öle (Sonnenblumen-, Weizenkeim- und Distelöl)

Fußpilz natürlich heilen

  • Einreibungen mit Thymian- oder Salbeitinktur.
  • Fußbäder mit Echtem Salbei. Er hat sich bei Mykosen als besonders hilfreich erwiesen.
  • Eine zerdrückte Knoblauchzehe in 20 ml Alkohol ansetzen, mindestens 3 Tage ziehen lassen und die befallenen Stellen damit einreiben.
  • Fußbad mit Essig oder Salzzusatz.