Hexenkunst

KraeuterteeKräuter, ätherische Öle, Teemischungen, Kräuterbäder, Kräuterkissen, Massageöle mit beruhigenden Eigenschaften

Kräuter

Baldrianwurzel, Hopfenblüten, Johanniskraut, Kamillenblüten, Lavendelblüten, Melissenblätter, Pfefferminze, Thymian, Weißdornblüten- und Blätter, Orangenblüten, Passionsblume.

Ätherische Öle

Bergamotte, Geranium, Lavendel, Mandarine, Melisse, Orange und Orangenblüte (Neroli), Rose, Sandelholz und Majoran.

Beruhigende Teemischungen

Zur Beruhigung bei Erregungszuständen:

  • 25 g Baldrianwurzel,
  • 5 g Hopfenblüten,
  • 5 g Lavendelblüten,
  • 10 g Weißdornblüten.

Bei Einschlafstörungen:

Schlaffördernd wirken Baldrian, Hopfen, Johanniskraut, Lavendel, Melisse und Pfefferminze.

Schlaftees

  • 40 g Baldrianwurzel,
  • 20 g Hopfenblüten,
  • 15 g Melissenblätter,
  • 15 g Pfefferminzblätter,
  • 10 g Pommeranzenschalen

oder

  • 20 g Baldrianwurzel,
  • 10 g Lavendelblüten,
  • 10 g Hopfenblüten,
  • 10 g zerstoßene Fenchelfrüchte.

Etwa 1 EL der Mischung auf 1 Tasse, mit heißem Wasser aufgießen und 10 bis 15 Minuten ziehen lassen. Siehe auch Kräutertees und Inhalationen.

Beruhigende Bäder

Kräuterbäder

Baldrianwurzel (100g Droge mit 1 Li­ter Wasser kalt anset­zen und zwölf Stunden ziehen lassen, ins Bad absei­hen). Bäder mit Hopfenblüten, Laven­delblüten, Me­lis­senblättern, Majo­ran, Johanniskraut und Kamillenblüten.

Bäder mit ätheri­schen Ölen

Basilikum-, Melissen-, Majoran-, Ka­mil­len-, Lavendel-, Orangen- und Orangen­blü­ten- und Thymianöl.

Kräuterkissen und Massageöle mit beruhigender Wirkung

Kräuterkissen ge­gen Schlaflosig­keit

30g Lavendelblüten, 15g Pfefferminz­blät­ter, 15g Melissen­blätter, 20 g Hop­fenblü­ten, 10g Thymian, 15g Pom­meran­zenschalen getr. und ein paar Tropfen Lavendelöl.

Massageöl gegen Ein­schlaf­störungen

Auf 50 ml Trägeröl 15 bis 20 Tropfen äthe­risches Öl (Lavendel-, Melissen-, Oran­genblüten-, Thymian- oder Bal­dri­an­öl). Geeignete Trägeröle für Massagen: Weizen­keim-, Jo­joba- oder Mandelöl (süß).

Knoblauch Hieronymus Bock. Kräuterbuch 1546Rheuma - Naturheilmittel (äußerlicher Behandlung)

Einreibungen bei Rheuma

Rosmarin-Tinktur, Kampferspiritus, Franzbranntwein sowie die Öle aus Eukalyptus, Fichtennadeln und Latschenkiefern steigern die Durchblutung der Haut und wirken auf die Muskeln entspannend.

Umschläge bzw. Kataplasmen (Brei-Umschläge, Wickel)

Knoblauch-Umschläge

Umschläge mit 1 bis 2 gepressten Knoblauchzehen (Hauptwirkstoff Allicin) fördern bei Rheuma die Durchblutung und machen Giftstoffe unschädlich. Allicin gelangt durch die Haut mit dem Blutkreislauf zu den belasteten Stellen. Wegen der starken Hautreizung Umschlag maximal 4-6 Stunden einwirken lassen und die Haut anschließend sorgfältig abwaschen.

Senfteig-Umschläge (bei nicht entzündlichen Formen von Rheuma)

  • Gaze (leichtes Mull-Gewebe), etwas größer als der Umschlag selbst, auf die von Rheuma betroffene Stelle geben.

  • Senfteig (Senfsamen oder Senfmehl mit heißem Wasser) anrühren,

  • auf unter 40°abkühlen lassen und mit einem Leinentuch auflegen.

  • Einwirken lassen, bis das Brennen als angenehm empfunden wird.

  • Behandelte Stelle abwaschen.

Meerrettich-Umschläge

10 bis 20 Gramm frisch geriebenen Meerrettich auf ein Leinentuch streichen und auflegen.

Moorpackungen und Moorbäder lindern Rheuma

Beide Anwendungen tragen zur Entgiftung bei und können rheumatische Schmerzen ein wenig lindern. Die toxischen Stoffe sind positiv aufgeladen. Diese Ionisierung wird durch die negativen Ionen von Moor neutralisiert.

Kälteanwendungen gegen entzündliches Rheuma

Kälte in Form von Kältepacks oder Eisbeuteln kann bei entzündlichen Formen von Rheuma zumindest vorübergehend eine Reduktion der Schmerzen in den Gelenken bewirken.

UV-Bestrahlung

Wärmebestrahlung (Infrarotlicht) hilft bei nicht entzündlichen Formen von Rheuma:

3 x 20 Minuten täglich.

Bäder bei Rheuma

Rosmarin wirkt schmerzlindernd und erfrischend:

50g Kraut mit ½ Liter Wasser aufgießen, ins Bad abseihen oder 10 Tropfen Rosmarinöl pro Bad (Nicht nach 16.00 Uhr wegen der anregenden Wirkung).

Fichtennadeln wirken erfrischend und durchblutungsfördernd:

1 kg Zapfen und Nadeln in Wasser abkochen, ins Bad abseihen oder 10 Tropfen Fichtennadelöl pro Bad.

TeufelskralleRheuma - Naturheilmittel (innerliche Anwendung)

Sellerie

Selleriesaft unterstützt die Regulation des Verhältnisses von Säuren und Basen (evtl. als Mischung mit Saft aus Möhren und Roten Beten).

Zitrone

Heißer Zitronensaft. Zitronensäure hilft beim Abbau von Giftstoffen; Zitronensäure ist auch in Johannisbeeren und Preiselbeeren enthalten.

Teufelskralle

Die Teufelskralle stammt aus den subtropischen Gebieten Südwestafrikas (Kalaharisteppe), ihre Hauptwirkstoffe sind Furan und Pyran. Sie helfen bei entzündlichem Rheumatismus, indem sie aggressive Angreifer „wegoxidieren“. Als Tee zubereiten

Zwiebel und Knoblauch

Die vielfach bewährten Knollen wirken anti-rheumatisch, z. B. als Getränk:

  • 3 Zwiebeln oder 5 Zehen Knoblauch hacken,

  • in 1 Liter Wasser 15 Minuten kochen,

  • filtern,

  • früh und abends 1 Tasse trinken.

Löwenzahn, Brennessel, Birke

Verwendet werden Wurzel und Kraut des Löwenzahn, Das Kraut der Brennnessel oder die Blätter der Birke als Tee, beispielsweise als Gemisch zu gleichen Teilen.

Weiden, Pappel und Espen

Die Rinde enthält Vorstufen der Salicylsäure (schmerzstillende Wirkung) und wird als 3-Rinden-Tee zubereitet: 2 Teile Weide und je 1 Teil Pappel und Espe.

Vitamin E

Nüssen, Samen und Sojabohnen sowie Öle aus Leinsamen, Sonnenblumen, Soja und Weizenkeimen enthalten viel Vitamin E. Es schützt die Zellen vor oxidativen Veränderungen und wirkt entzündlichen Erkrankungen entgegen.

Gegen rheumatische Schmerzen helfen

Siehe auch: Rheuma – Begriffsklärung, Ernährung

OhrOhrenschmerzen und Ohrensausen natürlich behandeln

Bei Ohrenschmerzen handelt es sich meist um Entzündungen des Mittelohrs (Otitis media) infolge von Erkältungs- und Infektionskrankheiten. Der Infekt hat sich dann über die Ohrtrompete ins Mittelohr verlagert. Bei starken, stechende und reißenden Schmerzen sollte man unbedingt einen Arzt aufsuchen.

Ohrengeräusche, Tinnitus

Entzündungen im Nasen- und Rachenraum können Ohrgeräusche auslösen. Hauptursache von lästigen Geräuschen und Schwerhörigkeit sind Verkalkungen des inneren Ohres und ein hoher Blutdruck. Auch eingetrocknetes Ohrenschmalz und eingedrungenes Wasser kann Ohrensausen, Pfeifen oder Rauschen verursachen. Starke Dauerbelastung durch Lärm führt ebenfalls zu Schwerhörigkeit.

Die besten Hausmittel bei Ohrenleiden

Neben Ohrentropfen und Spülungen sind auch Dämpfe bei Ohrenleiden hilfreich. Schon der englische Arzt Nicholas Culpeper (1616 – 1654) empfahl unter anderem Dämpfe eines Absuds von Ysop-Kraut mit einem Trichter ins Ohr zu leiten, um Entzündungen und Ohrensausen zu lindern. Andere schwören auf die Kraft des Lavendelöls als Mittel zur Schmerzlinderung: Man gibt ein paar Tropfen mit heißem Wasser in ein Gefäß und leitet den Dampf zum Ohr. Neben Lavendelöl ist auch Kamillenöl geeignet: Beide Öle werden aus den Blüten der Pflanzen gewonnen. Ihr Wirkungsschwerpunkt ist der Kopf. Sie ergänzen sich in ihrer lindernden Kraft bei Entzündungen.

Ein Aufguss aus Spitzwegerich und die Dämpfe des Kümmels lindern Ohrensausen. Pfarrer Kneipp riet zu Dämpfen aus einem Sud von Brennnesseln, Taubnesseln oder Schafgarbe.

Weitere Mittel aus der Naturheilkunde sind

  • Mandelöl,
  • Zitronensaft,
  • frischer Saft aus den Blättern des Hauswurz (bei Ohrenschmerzen vorsichtig ins Ohr träufeln),
  • Zwiebelsaft mit Olivenöl gemischt (30 g Zwiebelsaft mit 30 g Olivenöl mischen und täglich 3 mal 3 Tropfen ins Ohr träufeln oder getränkten Wattebausch auf das Ohr legen.

Ohrenschmalz aufweichen: Ohren mit handwarmen Olivenöl und Kamillen-Aufguss ausspülen.

MoehrensuppeMagen-Darm-Grippe natürlich behandeln

Die Therapie einer Magen-Darm-Grippe richtet sich nach den Ursachen. Man muss jedoch der Ehrlichkeit halber auch feststellen, dass es gegen einen Magen-Darm-Infekt, der durch Viren verursacht wurde, keine spezifische Therapie gibt. Man kann also nur Heilmittel anwenden, die einzelne Symptome wie Übelkeit, Durchfall oder Kopfschmerzen lindern. Bei einer bakteriellen Gastroenteritis kann ein Antibiotikum im Ausnahmefall durchaus hilfreich sein.

Magen-Darm-Grippe - Ernährung

Bei einer Magen-Darm-Grippe sollte man einer Dehydration (Austrocknung) durch die Aufnahme von sehr viel Flüssigkeit entgegenwirken. Empfohlen werden

  • Wasser oder Tees,

  • Elektrolytlösungen wie Reiswasser (Wasser von gekochtem Vollkornreis),

  • Brühen.

Man sollte sich bei einer Magen-Darm-Grippe nicht zum Essen zwingen. Appetitlosigkeit kann sogar eine gesunde Reaktion sein: Wenn man sich zwei, drei Tage nur von Tee und Brühe ernährt wird der Magen-Darm-Trakt entlastet und kann sich beruhigen. Anschließend ist leichte Schonkost angesagt:

  • Apfelmus,

  • Bananen,

  • Haferschleim,

  • Karottensuppe,

  • Reis,

  • Zwieback oder Weißbrot.

Diese Lebensmittel haben die Eigenschaft, den Stuhl etwas fester zu machen. Das hilft gegen Durchfall.

Magen-Darm-Grippe - Mittel aus der Naturheilkunde

Apfelessig

  • 1 EL Apfelessig und 1 EL Honig in 1 Tasse warmem Wasser lösen,

  • in kleinen Schlucken trinken (wirkt Gasbildung und Krämpfen entgegen).

Bananen

Das enthaltene Kalium ersetzt durch Erbrechen und Durchfall verlorene Nährstoffe.

Ingwer, Zimt, Kurkuma

  • 2 EL Ingwer-Wurzelstücke mit heißem Wasser in einer Kanne aufgießen,

  • 10 Minuten ziehen lassen und

  • über den Tag verteilt trinken.

Alle Speisen zusätzlich mit etwas Zimt und Kurkuma würzen.

Pfefferminze

Tee zubereiten, 5 Minuten ziehen lassen (beruhigt den Magen).

Probiotika

Gesunde Bakterienkulturen in Probiotika wie Jogurt und Kefir sanieren die

Ruhe und Wärme

Ruhe unterstützt die Selbstheilungskräfte des Körpers, eine warme Decke oder eine Wärmflasche lindern das Bauchgrummeln.

Salzstangen

Salz unterstützt den Körper beim Speichern von Wasser (ausreichend Flüssigkeit zuführen!)

Zitrone

Saft einer halben Zitrone in den Tee geben (versorgt den Körper mit Vitamin C).

ThymianMigräne natürlich heilen

Menschen, die an Migräne leiden, sollten alle Störfelder im häuslichen Bereich beseitigen und folgende Empfehlungen beachten:

  • Elektrische Geräte aus dem Schlafzimmer verbannen,

  • chemische Substanzen (Kosmetika, Sprays und Reinigungsmittel) meiden,

  • das Rauchen in Wohn- und Schlafräumen unterlassen und

  • für reichlich Sauerstoffzufuhr sorgen (mehrmals täglich Lüften, im Winter Stoßlüftung).

  • Die Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen sollte zwischen 45 und 60 % liegen.

  • Wohnungen nicht überheizen (18-20°).

  • Vorwiegend reizarme, basische Ernährung.

Magnesium bei Migräne

Magnesium löst Verkrampfungen und Spannungen der Gefäßmuskulatur und wirkt Spasmen der Gefäße entgegen. Magnesium ist der Gegenspieler von Calzium und verhindert eine zu starke Anreicherung der Gefäßwände mit Calzium. Um die Wechselwirkung zwischen Calzium und Magnesium sicherzustellen, nimmt man die Mineralstoffe im Verhältnis 3:2 ein. Magnesium ist zudem reichlich in Vollkornbrot, Kartoffeln, Bananen, Käse und Nüssen enthalten.

Migräne natürlich behandeln

Bäder helfen gegen Migräne-Attacken

Ansteigende (langsam erhitzen von 32 auf 42°) Fuß- und Armbäder entspannen und lindern Migräne-Schmerzen. Anschließend Bettruhe im verdunkelten Zimmer. Geeignete Badezusätze sind Thymian, Majoran und Melisse. Rosmarin-Bäder am Morgen fördern die Durchblutung.

Inhalationen bei Migräne

Inhalationen mit Thymiankraut, Pfefferminz-Blättern und Johanniskraut oder ätherischen Ölen (Thymian, Pfefferminze, Melisse, Lavendel, Zitronen und Majoran) wirken krampflösend. Dämpfe ca. 15 Minuten einatmen.

Einreibungen bei Migräne

  • Einreibungen mit Franzbranntwein oder einer Thymian-Franzbranntwein-Tinktur: Frische Thymian-Zweige 10 bis 14 Tage in Franzbranntwein oder klarem Korn ansetzen und die schmerzende Stelle damit einreiben.

  • Einreibung mit Pfefferminzöl: 5 Tropfen auf 10 ml Alkohol (40%).

Bestrahlung mit Blaulicht

Hinterkopf oder schmerzende Stelle dreimal täglich 20 Minuten bestrahlen (gefäßverengende Wirkung).

Auch hilfreich: Eisbeutel auflegen, um die Gefäße zu verengen.

KamilleNaturheilmittel bei Magen- und Darm-Krankheiten

Kamille hat sich seit Jahrhunderten als Hausmittel gegen Entzündungen der Magen- und Darmschleimhaut bewährt. Die Inhaltsstoffe der Kamille bewirken eine rasche Linderung von krampfartigen Beschwerden im Bereich von Magen und Darm und beugen Magengeschwüren vor. Das Kraut der Schafgarbe wirkt ähnlich wie Kamille und schützt die Magenschleimhäute.Das liegt vor allem am Proazulen Matricin und den Gerbstoffen. Pflanzliche Gerbstoffe werden wegen ihrer adstringierenden und keimtötenden Eigenschaften vorwiegend zu Behandlung der Schleimhäute und Haut verwendet.

Diese Heilmittel helfen bei Magen-Darm-Beschwerden

Kamillentee als Aufguss

  • 1 bis 2 TL Kamillenblüten mit ¼ Liter kochendem Wasser übergießen,
  • 10 Minuten ziehen lassen,
  • mehrmals täglich trinken.

Anwendung als Kur drei bis vier Wochen, als Rollkur bei Magengeschwüren 2 bis 3 TL Kamillenblüten pro Tasse.

Schafgarbentee

  • 2 gehäufte TL Kraut mit ¼ Liter kochendem Wasser übergießen,
  • 15 Minuten ziehen lassen,
  • 2 bis 3 Tassen täglich.

Besonders empfehlenswert ist eine Mischung von Schafgarbe und Kamille!

Pfefferminz-Tee

Das in den Blättern der Pfefferminze enthaltene ätherische Öl (vorwiegend Menthol) wirkt beruhigend auf die Schleimhaut und regt den Gallenfluss an. Abgeraten wird von der Anwendung

  • bei Verdacht auf Schleimhautreizungen und
  • für Kleinkinder.

Neben Milchsäure-Produkten sind bei einer gestörten Darmflora und Magenübersäuerung auch diese Anwendungen empfehlenswert:

  • Apfeltage mit geriebenen Äpfeln,
  • Tee aus Apfelschalen,
  • Apfelsaft mit Zitrone,
  • Apfelmüsli.
  • Geriebene Äpfel,
  • Saft aus rohen Kartoffeln
  • Zitronensaft mit Wasser verdünnt.

Bei akuten Fällen lindert oft ein Stück trockenes Brot die Beschwerden. Die Ernährung sollte reichlich Carotinoide enthalten (vorhanden in Karotten, Feldsalat, Aprikosen, Tomaten). Sie sind für Schleimhäute und Haut besonders wichtig.

BioMilchsäure stärkt die Immunabwehr

Der Darm ist das wichtige Zentrum der Gesundheitssteuerung im menschlichen Körper. Deswegen sollte man die Sanierung der Darmflora aktiv fördern. Zum einen, indem man bekannte Allergene meidet und zum anderen durch gesunde Ernährung: Eine ballaststoffreiche Kost ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für einen gesunden Darm. Dadurch wird die Verweildauer des Speisebreis im Darm verringert. Ein weiterer wertvoller Schutzfaktor für die Darmflora ist außerdem die Milchsäure.

Milchsäure existiert in zwei Zustandsformen:

  • L(+) Milchsäure (rechtsdrehend)
  • L(-) Milchsäure (linksdrehend)

Untersuchungen haben ergeben, daß die L(+) Milchsäure für die menschliche Ernährung wertvoller ist. Sie kann vom Organismus besser aufgenommen werden als die linksdrehende L(-) Milchsäure.

Die Aufbauprozesse in lebenden Organismen werden durch Fermente gesteuert und folgen ganz bestimmten Regeln. Sie können daher beim Stoffwechsel nur L(+) Milchsäure-Moleküle aufnehmen. Deswegen sollte man Produkte mit hoher Konzentration an L(+) Milchsäurebevorzugen. Joghurt, Sauermilchprodukte, Sauerkraut und milchsauer gesäuertes Gemüse enthalten einen hohen Anteil an rechtsdrehender L(+) Milchsäure. Es lohnt sich also, ein Auge auf die Deklaration der Sauermilchprodukte zu werfen!

Milchsäure hat mit 6,1 bis 6,5 einen schwach sauren pH-Wert. Dadurch wird die Ausbreitung krankheitserregender Mikroorganismen verhindert und die Darmbewegungen (Peristaltik) gefördert. Milchsäure-Bakterien sorgen für eine Vorverdauung der Nahrungsmittel. Das erleichtert die Endverdauung. L(+) Milchsäure ist zudem ein Stoff, der dem Körper bei der Regeneration hilft, indem er die Zellatmung aktiviert.

Sauermilchprodukte bei Laktoseintoleranz

Durch die Milchsäuregärung wird der größte Teil des Milchzuckers in Milchsäure umgewandelt. Deswegen vertragen Menschen, die an einer Milchzuckerunverträglichkeit (Laktoseintoleranz) leiden, Sauermilchprodukte meistens gut.

Auch interessant:

SchafgarbeDie Gemeine Schafgarbe

Die Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium L.) kommt in ganz Europa vor. Wegen ihrer blutstillenden, adstringierenden Wirkung wurde sie in alter Zeit auch "Soldatenkraut" genannt. Schafgarbe heißt sie, weil sie gerne von Schafen gefressen wird. Kein Wunder, denn die Schafgarbe hilft nicht nur Menschen, die unter Blähungen und Krämpfen leiden, sondern auch Pferden und Schafen.

Die Schafgarbe gehört zur Familie der Korbblütler. Der bis 70 cm hohe Stängel trägt im Frühjahr gefiederte Blattsprossen. Am Ende von Stängel und Seitensprossen bilden sich ab Juni bis Oktober zahlreiche kleine Blütenköpfe, die sich zu Trugdolden vereinigen. Die Blütenköpfe sind meistens weiß, manchmal auch rosafarben. Gesammelt wird das blühende Kraut.

Schafgarbe – Inhaltsstoffe und Wirkung

Die Schafgarbe enthält

  • ätherisches Öl (ca. 0,2%), in Form verschiedener Terpene wie Campfer, Eukalyptol,
  • das Proazulen Matricin,
  • Gerbstoffe,
  • Harz,
  • Bitterstoffe,
  • Flavonoide,
  • organische Säuren,
  • Kalium und Phosphor.

Schafgarbe wirkt

  • adstringierend,
  • antiseptisch,
  • blutstillend,
  • narbenbildend,
  • harntreibend,
  • blähungsbekämpfend und
  • krampflösend.

Schafgarbe – Anwendung und Rezepte

Innerlich sorgt Schafgarbe besonders im Bereich der Verdauungsorgane für Linderung, beispielsweise bei Schleimhautentzündung, allgemeinen Verdauungsstörungen, Dickdarmentzündung, Leberleiden, Gallensteinen und zur Appetitanregung. Äußerlich wird es für Umschläge und Bäder bei schlecht heilenden Wunden, Geschwüren und Hautentzündungen verwendet.

Schafgarben-Tee

  • 2 TL getrocknetes Kraut mit ¼ Liter heißem Wasser aufgießen,
  • 10 Min. ziehen lassen,
  • täglich 2 bis 3 Tassen trinken.

Schafgarben-Umschläge und -Bäder

Abkochung von 2 EL getrocknetem Kraut auf ½ Liter Wasser. Entweder zum Bade Wasser geben oder 3 bis 4mal täglich Umschläge auflegen.

Zur Vorbeugung gegen Mücken, aber auch bei juckenden Stichen Schafgarbenblüten zwischen den Fingern zerdrücken und damit einreiben.

Badewanne

Badeöl selber machen

Mit Hilfe von Pflanzenölen wie Sonnenblumenöl, Olivenöl, Mandelöl, Avocadoöl und Distelöl. kann man Badeöl auch im größeren Mengen herstellen. Dazu mischt man das Pflanzenöl mit ätherischem Öl im Verhältnis 3:1. Das Badeöl wird dann gut verschlossen, in einem dunklen Behältnis vor Licht geschützt gelagert. Die Mischungen sind etwa 6 Monate lange haltbar. Alle Öle können mit der Zeit unter dem Einfluss von Sauerstoff und Wärme ranzig werden.

Rezeptur für ein Vollbad

Für ein Vollbad mit ätherischen Ölen vermischt man 5 – 10 Tropfen des Öls mit 2 EL Emulgator. Wenn man selbst mit Badezusätzen experimentiert, sollte man die ätherischen Öle immer nur tröpfchenweise zugeben, um Überdosierungen zu vermeiden.

Rezept für ein Vollbad zur Abwehr von Erkältungskrankheiten

Jeweils 1 - 3 Tropfen Wacholderbeeren-, Rosmarin- und Salbeiöl mit 2 EL Trägeröl mischen.

Blüten, Blätter und Kräuter werden meist als Aufguss, Rinden und Wurzeln als Abkochung verwendet.

Aufguss (Infusum)

Die Droge wird mit kochendem Wasser (80 - 100 Grad Celsius) aufgegossen.

Man lässt den Sud im bedeckten Gefäß 5 - 10 Minuten ziehen.

Abkochung (Dekoktum)

Die Droge wird über Nacht kalt angesetzt und erst kurz vor der Verwendung aufgekocht und dann dem Badewasser zugeben.

Badezusatz aus Kräutern und ätherischen Ölen – Wirkung und Anwendung

Kräuter / Öle

Anwendungsgebiete

Anwendung

Baldrian

Schlafstörungen, Nervosität

Öl oder Droge (1OOg in 1 L Wasser)

Eichenrinde

Hautleiden, Ekzeme

Abkochung: 1 kg Rinde auf 2 L Wasser

Fichtennadel

Nervosität, Schlafstörungen, Neuralgie, Atemwege, Rheuma, Gicht, Grippe, Katarrh

Abkochung: 1 kg Nadeln u. Zapfen auf 2 L

Kamille

Hautleiden, Hämorrhoiden

Öl oder Droge (Aufguss mit 100 g Blüten)

Lavendel

Beruhigung, ausgleichend, Nervosität, Schlafstörungen, Hautpflege, entspannend

Öl oder Droge (Aufguss 100 g auf 1 L)

Melisse

Nervosität, Kopfschmerzen, Überlastung, niederer Blut druck, Schlafstörungen, nervöse Magenbeschwerden,

Entspannung

Öl oder Droge (Aufguss 100 g auf 1 L)

Rosmarin

Niederer Blutdruck, Rheuma, Erkältungskrankheiten, Kreislauf stimulierend, Verstauchungen

Öl oder Droge (Aufguss 50 g auf ½ L); häufig auch als Mischung mit Salbei und Thymian

Salbei

Rheuma, Erkältungskrankheiten, übermäßige Schweißabsonderung, antiseptisch, strapazierte Haut

Abkochung (100 g auf 1 L);

häufig auch als Mischung mit Eukalyptus, Thymian oder Rosmarin

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kristalline EssigsäureDesinfektion: Essig statt chemische Keule

Chemische Desinfektionsmittel sind derzeit Mangelware. Sie sind aber meistens gar nicht unbedingt notwendig. Man kann hier auch auf ein paar Tricks aus der guten alten Haushalts-Kiste zurückgreifen. Zum Beispiel auf das ganz natürliche Reinigungsmittel Essig oder besser gesagt Essig-Essenz.

Was ist der Unterschied zwischen Essig und Essigessenz?

Essigessenz enthält 25 % Essigsäure und 75 % Wasser.

Essig ist Essigsäure in verdünnter, wässriger Lösung. Er besteht aus 5 % Essigsäure und 95 % Wasser.

Die im Haushalt verwendete Essigsäure wird ausschließlich durch Essigsäuregärung von Ethanol gewonnen. Dabei bewirken Essigsäurebakterien eine Umwandlung von Zuckern oder Ethanol (Alkohol) zu Essigsäure. Essigsäure ist also ein natürliches Produkt, biologisch vollständig abbaubar und damit auch umweltschonender als viele andere Putzmittel.

Essig - antivirale Wirkung Wissenschaftlich belegt

Für die Wirkung von Essig gegen Viren und Bakterien gibt es eindeutige wissenschaftliche Belege: Essig-Essenz in 6-prozentiger Verdünnung zeigt bereits nach wenigen Minuten inaktivierende Eigenschaften gegen H1N1 Influenzaviren. Deren Infektiosität sinkt gemäß einer Studie der Philipps Universität Marburg durch die Behandlung unter die Nachweisgrenze.

Krankheitserreger verbreiten sich durch Tröpfcheninfektion entweder 

  • direkt von Mensch zu Mensch und

  • indirekt über Hände, Flächen und Gegenstände.

Deswegen sollte man beispielsweise Türgriffe, Treppengeländer, Telefonhörer, Armaturen und Flächen in Bad und Küche etc. regelmäßig reinigen, um eine Ansteckung zu vermeiden. Dazu stellt man ein Desinfektionsmittel auf Essig-Essenz-Basis her und wischt alle betroffenen Flächen und Gegenstände damit ab. Vor dem Trockenreiben lässt man die Lösung einige Minuten einwirken, damit der Essig seine Wirkung entfalten kann.

Rezept für Desinfektionsmittel mit Essig

50 ml Essig-Essenz

100 ml Wasser

5 Tropfen Teebaumöl

Alle Zutaten gut vermischen, in eine Sprühflasche füllen und vor dem Gebrauch schütteln.

Kräuter- und Apfelessig selber machen

HagebuttenpulverHagebuttenpulver selber machen

Die Früchte der Hagebutten werden ab September bis in den Oktober hinein gesammelt. Je länger sie reifen, desto intensiver wird ihr Aroma. Für die Herstellung von Hagebuttentee oder Hagebuttenpulver benötigt man Früchte mit eher festen Schalen. Du solltest sie also vor dem Frost sammeln, denn der macht sie zwar süßer, aber auch weicher. Hagebutten sind nicht lange lagerfähig. Deswegen muss die Weiterverarbeitung gleich nach der Ernte erfolgen.

Alle Bestandteile der Hagebutte werden dann entweder bei Zimmertemperatur oder im Backofen bei niedriger Temperatur getrocknet, damit die gesunden Inhaltsstoffe erhalten bleiben. Zur Herstellung des Hagebuttenpulvers werden die getrockneten Früchte anschließend sehr fein gemahlen, zum Beispiel in einer Hand-Kaffeemühle.

Hagebuttenpulver – das Rezept

  • Alle Bestandteile der Frucht mit dem Wiegemesser oder einem Zauberstab grob hacken.

  • Bei einer Temperatur von maximal 40° C an einem warmen Ort oder im Backofen trocknen.

  • Getrocknete Hagebutten durch Schütteln in einem grobmaschigen Sieb von den Härchen befreien und dann zu Pulver mahlen.

  • Das Hagebutten-Pulver in Gläser abfüllen, kühl, dunkel und trocken lagern und innerhalb von 12 Monaten verbrauchen.

Hagebuttentee selbst zubereiten

Man nimmt 2,5 bis 5 g getrocknete Hagebutten, gießt sie mit heißem Wasser auf und lässt den Tee 8 – 10 Minuten ziehen.

Wirkung:

  • Schutz vor Infekten im Winter,

  • Förderung der Harnausscheidung,

  • Magen-Darm-Beschwerden, Steinleiden, Gicht und rheumatische Beschwerden.

Hagebutte – Risiken und Nebenwirkungen

Es sind keine Nebenwirkungen bekannt. Wenn man mit den Härchen in Kontakt kommt kann das bei empfindlichen Menschen zu einer leichten Allergie führen. Durch Schütteln in einem Sieb lösen sich die Härchen von den getrockneten Früchten.

Weitere Beiträge zum Thema:

Hagebuttenmarmelade -Vitamin C im Glas
Hagebutte: Vitamin-C-Bombe in der Nachbarschaft