Aromatherapie und Räucherwerk: Narden, Wacholder und Weihrauch

LavendelNarden

Zu den Narden zählen verschiedene wohlriechende Pflanzen:

  • gallische, kretische, arabische Narden,

     

  • der ostindische Narden-Baldrian,

  • Lavendel („italienische Narde“).

Aus der braun behaarten Wurzelsprossen der indischen Narde wurde das bereits im hohen Lied Salomos erwähnte Nardenöl gewonnen. Es war das Salböl der Hohenpriester und Könige und galt als heiliges Salböl. Jesus von Nazareth soll von Maria Magdalena mehrmals damit gesalbt worden sein.

Das Nardenöl wird als "Königin der Essenzen" bezeichnet, weil es die beiden gegensätzlichen Prinzipien - das männliche und weibliche - in sich vereinigt. Narden-Öl wirkt ausgleichend auf das zentrale Nervensystem. Es wird in der Naturheilkunde bei Herzrhythmusstörungen, Nervenschwäche und Schlafstörungen eingesetzt. Nardenöl fördert das Gleichgewicht im seelisch-geistigen Bereich.

Wacholder (Juniperus communis)

Der Wacholder wird auch als "Deutscher Weihrauchbaum" bezeichnet. Von allen Teilen des Strauches geht ein fein-aromatischer Duft aus. Holz und Nadeln entwickeln beim Verbrennen einen balsamischen Geruch. Nadel- und Triebspitzen, Holz und Beeren sind reich an Heil- und Wirkstoffen.

Weihrauch (Olibanum)

Das Duftharz des Weihrauchbaumes riecht nicht nur sehr angenehm, sonder hat auf Geist und Gemüt eine wohltuende und sogar erhebende Wirkung. Beheimatet ist der Weihrauch an den arabischen Südküsten, im Jemen und Oman. Weihrauch wird seit uralten Zeiten verwendet. Er spielt bis heute bei den Ritualen zahlreicher Religionen als Räuchermittel eine wichtige Rolle. Als die drei Weisen aus dem Morgenland nach Bethlehem zum Christkind zogen, übergaben sie Josef und Maria Gold, Weihrauch und Myrrhe als symbolische Geschenke.

Wegen seiner besonderen Wirkung auf Geist und Gemüt wird Weihrauchdampf bei der Meditation als unterstützendes Mittel geschätzt. Der handelsübliche Weihrauch ist ein Gemisch verschiedener Harze.