Koriander kFrischen Koriander einfrieren

Koriander bekommt man oft nur in Büscheln zu kaufen. Meistens bleibt eine ganze Menge davon übrig und das wollen wir auf jeden Fall verwerten. Deswegen machen wir den frischen Koriander haltbar, indem wir ihn tiefkühlen. Er hält sich dann ungefähr sechs Monate frisch.

Koriander in der Tiefkühltruhe einfrieren

Das Aufbewahren von geschnittenem Koriander in der Tiefkühltruhe ist sehr einfach und unkompliziert:

  • Zuerst sollte man den Koriander reinigen. Dazu gibt man ein wenig Wasser in das Becken oder in eine Schüssel einlassen und schwenkt die Koriander-Stängel darin.

  • Dann gibt man den Koriander zum Abtropfen auf ein Küchentuch und tupft Wassertropfen sachte mit dem Tuch ab. So kleben die Stängel beim nicht Tiefkühlen nicht aneinander.

  • Schneiden Sie das Koriander-Grün dann auf einem sauberen Brett mit einem gut geschärften Messer in ca. 1 – 2 cm große Stücke.

  • Geben Sie das geschnittene Koriander-Kraut in eine Gefrierdose.

  • Wenn Sie etwas Koriander benötigen, entnehmen Sie einfach die gewünschte Menge und geben die Dose wieder in die Tiefkühlung.


 

Koriander 5 kNatürlich kann man den Koriander auch Stängel für Stängel einfrieren. Die Methode ist auch gut geeignet, wenn man es ein wenig eilig hat. Man geht vor wie oben, legt aber den Koriander auf einem Stück Backpapier aus ohne ihn zu schneiden. Die einzelnen Stängel sollten sich dabei nicht berühren. Man gibt den Koriander in die Tiefkühlung und lässt ihn hart gefrieren. Danach legt man die gefrorenen Stängel vorsichtig nacheinander in einen Gefrierbeutel. Die Stängel können nun bei Bedarf einzeln aus dem Beutel entnommen werden.

Tipp:

Koriander ist sehr empfindlich. Er sollte daher immer sehr sachte angefasst werden. Er wird matschig und geschmacklos, wenn man ihn grob behandelt und zum Beispiel mit Wasser oder Öl tiefkühlt, im Mixer zerkleinert oder gar blanchiert!

Wie man Kräuter erntet und konserviert

Das Aroma von Kräutern ist am ausgeprägtesten, wenn sie am späten Vormittag geerntet werden. Dabei sollte man die benötigten Pflanzenteile immer so abschneiden, dass unten einige Blätter stehen bleiben, damit die Pflanzen wieder nachwachsen können. Abgestorbene und welkende Pflanzenteile werden entfernt.

Kräuter für den Frischverzehr

Frische KrKresse Topf käuter sind nicht nur sehr schmackhaft, sondern auch eine wertvolle gesundheitsfördernde Ergänzung für unsere Nahrung. Ernten sollte man die Kräuter generell erst kurz vor dem Verzehr, damit die Inhaltsstoffe möglichst lange erhalten bleiben. Die aus den Pflanzenzellen frei werdenden Wirkstoffe und Enzyme können ihre Wirkung besonders gut entfalten, wenn die Speisen bewusst ausgiebig gekaut werden.

Appetitliche Kräuterzubereitungen

Aus frischen Kräutern lassen sich hervorragend kleine Snacks für zwischendurch und leckere Beilagen zubereiten wie Kräuterquark, Kräuterbutter, Dips, Smoothies, Salate etc. Hierzu eignet sich besonders:

  • Schnittlauch,
  • Knoblauchgrün,
  • Koriander,
  • Kresse,
  • Petersilie,
  • Estragon,
  • Basilikum,
  • Majoran,
  • Sauerampfer,
  • junge Blätter und Blüten von Borretsch,
  • Salbei.

Smoothies kann man zum Beispiel je nach Geschmack aus Kräutermischungen und Joghurt oder Gemüsesäften herstellen

Kräuter trocknen

Mit einigen wenigen Ausnahmen (Borretsch, Koriander, Kresse und Schnittlauch) kann man alle Kräuter sehr gut selber trocknen. Kraeuter trocknenDazu hängt man die Kräuter entweder gebündelt kopfüber auf legt sie auf einen Rost. Hier geht es zur Anleitung zum Trocknen von Kräutern für Tees oder Gewürze.

Tiefgefrieren

Auch das Tiefkühlen ist sehr empfehlenswert, weil es eine sehr schonende Methode der Haltbarmachung ist. Auf diese Weise kann man Nährstoff-Verluste weitgehend vermeiden, die durch biochemische Umwandlungsprozesse entstehen würden. Denn schon beim Zerkleinern frischer Pflanzenteile verflüchtigen sich wertvolle Aromastoffe. Zum Tiefgefrieren der Kräuter werden Blätter und frische Triebe in Folienbeutel und Alufolie verpackt. Man lässt sie einmal richtig durchfrieren und kann sie dann im gefrorenen Zustand im Beutel zerdrücken und dann gegebenenfalls in Gefrierdosen abfüllen.

Koriander   Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Tiefkühlen von frischen Koriander.

BasilikumKräuter in Töpfen ziehen und überwintern

Die meisten Kräuter können ohne weiteres in Töpfen gezogen werden. Tontöpfe eignen sich dafür besonders gut. Sie sind durchlässig und schaffen so ein gutes Klima. Das Abzugsloch wird mit Tonscherben und evtl. einer Schicht Sand abgedeckt, damit überschüssiges Gießwasser abfließen kann. Staunässe wird von den meisten Kräuter nicht gut vertragen. Die Töpfe werden 2 bis 3 cm unter dem Topfrand mit einer Mischung aus Gartenerde, Anzuchterde und Sand befüllt, die vorab gut durchmengt wird. In die Oberfläche kann man evtl. ein paar Hornspäne einarbeiten. Der Boden sollte stets locker und nicht zu feucht sein.

Besonders gut geeignet als Topfpflanzen für Fensterbank, Balkon und Terrasse sind

  • Basilikum,
  • Dill,
  • Liebstöckel (Maggikraut),
  • Melisse (Zitronenmelisse),
  • Oregano,
  • Petersilie,
  • Rosmarin,
  • Salbei,
  • Schnittlauch und
  • Thymian.

Das Überwintern von Kräutern

Freiland  Lavendel, Salbei, Thymian, Ysop, Estragon, Liebstöckel (Maggikraut), Melisse und Minze
Haus  Schnittlauch, Petersilie, Kresse, Rosmarin, Pelargonien (Duftgeranien), Lorbeer und andere mediterrane Kräuter

 

Lavendel, Salbei, Thymian und Ysop können im Freiland bleiben. Sie werden durch Abdecken mit Fichtenreisig vor strengem Frost geschützt. Die oberirdischen Pflanzenteile Von Estragon, Liebstöckel (Maggikraut), Melisse und Minzarten sterben im beginnendem Winter ab.

Schnittlauch, Petersilie und Kresse können den ganzen Winter über auf der Fensterbank für den täglichen Gebrauch in der Küche gezogen werden. Rosmarin, Pelargonien (Duftgeranien), Lorbeer und viele andere mediterrane Kräuter müssen dagegen vor dem ersten Frost ins Haus und benötigen eine spezielle Pflege:

Zum Überwintern genügt ein kühler, heller Platz. Die idealen Temperaturen liegen bei + 5° C bis + 10° C. Bei höheren Temperaturen bauen sich die Reservestoffe der Pflanzen zu schnell ab. Sie dürfen im Winterlager nicht zu viel gegossen werden. An frostfreien Tagen sollte man ihnen etwas frische Luft gönnen, die Fenster öffnen und kurz durchlüften. Rosmarin wird um 1/3 zurückgeschnitten. Auch Topfpflanzen wie Aloe Vera, Ölbaum und Eukalyptus müssen ins Winterlager. Nur das Zitronenbäumchen verträgt kurzfristig Temperaturen bis –6°C.

Kresse 3kKresse aussäen und ernten

Wenn man nur gelegentlich Kresse anpflanzen möchte, zum Beispiel auf der Fensterbank, kann man sie einfach auf Papiertüchern (sind im Gegensatz zu Watte o. ä. Kompostierbar) in einem Blumentopf-Untersetzer, Teller, Schale etc. ziehen. Möchte man Kresse und diverse andere Sprossen gleichzeitig ziehen, dann ist ein Keimgerät empfehlenswert, denn das hat meist mehrere Etagen. Auf dem Balkon oder im Garten gedeiht Kresse am besten in der Erde. Kresse wächst umso langsamer, je kühler sie steht und gedeiht am besten bei Temperaturen zwischen 15° und 25° Celsius. Eine Ernte ist meist schon nach etwa vier Tagen möglich. Die Pflänzchen sind anspruchslos und unempfindlich. Man sollte aber unbedingt darauf achten, dass das Saatgut

  • einen hellen Platz hat (nicht vollsonnig),
  • nie ganz austrocknet und
  • nicht im Wasser steht.

 Kresse aussäen auf Papiertüchern

  1. Das Küchenpapier so falten, dass es in einen Untersetzer (Teller, Schale) passt, mit Wasser gut befeuchten und in den Untersetzer legen.
  2. Saatgut locker und nicht zu dicht auf das feuchte Tuch streuen und mit einer transparenten Plastikfolie (Gefriertüte) bedecken.
  3. Untersetzer auf die Fensterbank stellen.

Kresse 1kKresse ziehen im Keimapparat

Ein Keimapparat ist bei der Aufzucht von Keimlingen sehr empfehlenswert, weil darin das ideale Klima herrscht, etwa so wie in ein einem Treibhaus. Die Anzucht gelingt praktisch immer:

  1. Bei zarten Samen wie Kresse bietet es sich auch hier an, das Saatgut auf feuchtes Küchenpapier zu streuen.
  2. Decken Sie die Keimschale ab.

Kresse pflanzen im Blumentopf auf Erde

Natürlich gelingt Kresse auch bei einer Aussaat in der Erde: Kresse 2k

  1. Nehmen Sie einen kleinen Blumentopf (ca. 12 cm Durchmesser) und füllen Sie ihn mit Gartenerde. Machen Sie den Topf nicht ganz voll, sondern lassen Sie einen Abstand von ca. 4 – 5 cm bis zum oberen Rand des Blumentopfs.
  2. Streuen Sie die Kresse-Samen nicht zu dicht auf die Erde. Kresse ist ein Lichtkeimer und wird daher nicht mit Erde bedeckt.
  3. Spannen Sie eine durchsichtige Folie oder eine Plastiktüte über den Topf, stellen Sie den Blumentopf an einen geschützten Ort.

Tipps im Umgang mit frischer Kresse: Nicht waschen, einfrieren oder trocknen!

  • Bei einer Ernte am frühen Vormittag ist der Anteil an ätherischen Ölen am höchsten.
  • Waschen laugt die empfindlichen Pflänzchen aus und entzieht ihnen das wertvolle Aroma.
  • Kresse trocknen oder einzufrieren ist nicht empfehlenswert, weil beim Trocknen wertvolle Vitamine verloren gehen, die Kresse zu viel von ihrem typischen Aroma verliert und beim Auftauen matschig wird.

Was Du beim Pflegen und Düngen Deiner Pflanzen beachten solltest

Pflege und Düngung

Kräuter sind sehr pflegeleicht und stellen nur geringe Ansprüche. So sollte zum Beispiel der Boden regelmäßig gelockert und von Unkraut befreit werden. Übermäßiges Düngen dagegen ist in jedem Fall zu vermeiden. Bei der Verwendung von Flüssigdünger sollte man immer die Anwendungshinweise auf der Verpackung gründlich durchlesen und beachten. Denn hier kann ein Zuviel dr Pflanze unter Umständen den Garaus machen. In der Regel genügen etwa 2 g Volldünger auf 1 Liter Wasser. Da die meisten Kräuter aber ohnehin nur sehr wenige Nährstoffe benötigen, ist es meist ausreichend, mit Hilfe von kompostierter Erde, Brennesseljauche oder organischem Handelsdünger für ein optimales Nährstoffangebot zu sorgen.

Gießen

GiesskanneDie Erde sollte generell ein wenig feucht, aber niemals zu nass sein. Kräuter mögen keine Staunässe. Mittelmeerpflanzen wie Thymian, Salbei und Rosmarin vertragen sogar mitunter kurze Trockenperioden. Pflanzen wie Petersilie, Kerbel oder Minze gedeihen dagegen bei etwas mehr Feuchtigkeit besonders gut. Da darf man bei Trockenheit immer etwas nachgießen.

Pflanzenschutz

Die Schutzmechanismen von Heilkräutern helfen nicht nur, Krankheiten beim Menschen und bei Tieren zu lindern oder sogar zu heilen. Die Pflanzen erweisen sich auch bei der Abwehr von Schädlingen als nützliche Nachbarn für ihre eigenen Artgenossen. Basilikum, Bohnenkraut, Kapuzinerkresse, Lavendel, Thymian und Salbei vertreiben beispielsweise Schädlinge mithilfe ihrer starken Düfte. Dabei gilt es jedoch die Verträglichkeit der Pflanzen untereinander zu beachten. So ist Wermut generell ein schlechter Partner. Zusätzlich kann man die Pflanzen schützen und Blattläuse abwehren, indem man sie regelmäßig mit etwas Brennesseljauche düngt. Hierzu wird die eigens zu diesem Zweck angesetzte Brennesseljauche im Verhältnis 1:10 mit Wasser verdünnt. Gegen den Befall von Pilzen helfen Schachtelhalmbrühe, Tee aus Brennesseln oder Zwiebelschalen.

JungpflanzeDas Pikieren von Jungpflanzen und die Stecklings-Vermehrung

Vereinzelt werden die Pflänzchen erst dann, wenn sich das zweite Blattpaar entfaltet. Zum Pikieren verwendet man am besten kleine Töpfe, größere Multitopfplatten oder Torftöpfe. Torftöpfe haben den Vorteil, das die Pflanzen später zusammen mit dem Topf eingepflanzt werden können.

Pikieren - die Anleitung Schritt für Schritt:

  1. Zunächst werden die Pflanzgefäße mit nahrhafter Erde aufgefüllt. In die Mitte sticht man mit Hilfe eines Holzstäbchens ein ausreichend großes Pflanzloch.
  2. Dann wird jedes der zarten Pflänzchen einzeln sehr vorsichtig in ein Pflanzloch gesteckt und die Erde leicht angedrückt.
  3. Nun gewöhnt man die heranwachsenden Pflanzen allmählich an Freilandbedingungen.

Jungpflanze TopfDie Jungpflanzen sollte man nicht übermäßig gießen, vor allem wenn der Platz noch nicht sehr warm ist. Für die Anzucht in kleinem Rahmen haben sich Mini-Gewächshäuschen sehr gut bewährt. So bleibt die Luft um die Pflanze herum wassergesättigt. Die zarten Blättchen welken nicht und die kleinen Zellkraftwerke können unbehindert arbeiten.

Vermehrung mit Stecklingen

Kräuter wie Rosmarin, Salbei, Thymian, Lavendel, Ysop, Minze, Oregano, Majoran etc. kann man sehr gut mit Hilfe von Stecklingen vermehren:

  1. Man schneidet fünf bis acht Zentimeter lange Triebendstücke unterhalb eines Blattknotens glatt ab.
  2. Diese Stecklinge setzt man in Kästen oder Töpfe mit Anzuchterde ein.
  3. Anschließend werden die Stecklinge vorsichtig angegossen.

Zusätzlich kann man ein wachstumsförderndes Kleinklima schaffen, indem man die Töpfchen mit durchsichtigen Plastiktüten umspannt. Auch ein Minigewächshaus ist dafür gut geeignet. Die Stecklinge werden nun regelmäßig gewässert. Dabei sollte immer vorab der Feuchtigkeitszustand der Erde geprüft werden.

Rosmarin Steckling Rosmarin wurzelt

Man kann den Steckling auch in Wasser stellen, bis er wurzelt. Das dauert etwa ein bis zwei Wochen.

Vermehrung durch Teilung der Wurzelstöcke

Kräuter wie Alant, Beinwell, Liebstöckel, Minze können auch durch Teilung der Wurzeln mit einem Sägemesser oder Spaten vermehrt werden. Hierzu werden sie zunächst in Bewurzelungs- oder Stecklingspulver („Wurzelfix“) getaucht und dann in die vorbereitete Erde gesteckt und angegossen.

Kauf von Jungpflanzen aus dem Fachgeschäft

Zeit- und Platzmangel oder einfach der Wunsch, schnell zu gesunden, kräftigen Pflanzen zu kommen, sind gute Gründe, die Kräuter im Fachhandel zu kaufen. Dabei sollte man allerdings den kräftigen, abgehärteten Pflanzen mit frischem Grün in einem 14er Topf den billigen Pflanzen im 8er Topf vorziehen. Kaltgezogene Pflanzen halten bis zu 3° Grad Minus mehr aus. In der Wärme gezogene Kräuter sollte man erst nach den Eisheiligen ins Freiland setzen.

Optimale Bedingungen für die Aussaat der Kräuter

Für die Aussaat der empfindlichen Jungpflanzen sollte man eine spezielle Aussaaterde verwenden, die im Fachhandel erhältlich ist. Die Aussaaterde verfügt über wertvolle Humussubstanzen sowie über zahlreiche Mineralstoffe und Spurenelemente. Sie schaffen ideale Bedingungen für das Wachstum. Der Nährstoffanteil ist eher gering. Das sollte schon deswegen der Fall sein, damit die jungen Pflänzchen am Anfang nicht all zu rasch wachsen.

Die richtigen Saatgefäße

Für die Aussaat eignen sich

  • Saatschalen,
  • Multitopfplatten oder
  • einfache Blumentöpfe.

Die Erde sollte stets warm und feucht gehalten werden. Sie darf aber auf keinen Fall zu nass sein. Stauende Nässe ist Gift für die jungen Pflänzchen. Man kann sie vermeiden, indem man darauf achtet, dass entsprechend große Löcher im Boden der Saatgefäße den Abfluss von überschüssigem Gießwasser ermöglichen. Dann werden die Samen gleichmäßig auf der Erde verteilt und ganz leicht angedrückt. Ein sehr schonender Umgang ist besonders für Lichtkeimer wichtig, denn sie sollten nicht mit Erde bedeckt werden. Auch Angießen der Samen muss sehr sachte und vorsichtig erfolgen. Die Pflanzgefäße werden dann entweder mit einer durchsichtigen Folie oder mit einer Plastikhaube abgedeckt, damit sich eine Art Treibhausklima entwickeln kann. Wenn die jungen Pflänzchen zu sprießen beginnen, sollten sie regelmäßig belüftet werden. Außerdem muss täglich kontrolliert werden, ob die Erde noch feucht genug ist.

Kresse Topf Kräuter aussäen am Beispiel Kresse - zur Schritt für Schritt Anleitung

 

Aussaat ins Freiland

Mit der Aussaat ins Freiland sollte man wirklich erst dann beginnen, wenn die Erde nicht mehr zu nass und schon leicht erwärmt ist. Hierzu wird das zukünftige Kräuterbeet zunächst gelockert, dann mit einer Schicht Kompost oder Ansaaterde und - je nachdem, welche Kräuter gepflanzt werden - gegebenenfalls auch mit etwas Sand vermischt. Nach der Aussaat werden die jungen Pflänzchen im Freiland mit Folie abgedeckt. Genau wie bei den Treibhaus-Pflänzchen gilt nun: Gleichmäßig feucht halten, aber Staunässe unbedingt vermeiden!

Tipp

Bohnenkraut, Thymian, Oregano, Ysop, Kerbel, Melisse und Schnittlauch, Majoran, Basilikum, Petersilie, Bohnenkraut und Gartenkresse lassen sich gut aus Samen ziehen.

KraeutergartenWo das Kraut wächst und gedeiht...

Jedes Kraut kann seine Wirkung im menschlichen Organismus am besten entfalten, wenn es frisch geerntet, gut gereinigt, möglichst schadstofffrei und auf kurzen Wegen in unseren Körper gelangt. Bei unsachgemäßem Transport, falscher Lagerung etc. erhöht sich die Gefahr, dass sich die Qualität durch mikrobielle und biochemische Abbauprozesse verringert. Selbst angebaute und sachgemäß behandelte Kräuter erfüllen die genannte Anforderungen also in einem hohem Maße und sind somit eine wichtige Quelle für Gesundheit und Lebenskraft. Je nachdem, wie viel Platz verfügbar ist, stehen dabei folgende Anbauformen zur Auswahl:

  • Kräutergarten,

  • Rondell,

  • Kräuterbeet oder

  • Kräuterspirale.

Kräutergarten   Die Benediktinermönche des Klosters Reichenau am Bodensee legten ihren ersten Kräutergarten bereits im 9. Jahrhundert an. Mittelalterliche Kräutergärten wurden meist in Kreuzform gestaltet. In der Mitte befand sich ein Brunnen oder ein Becken zum Wasserschöpfen. Klostergärten waren oft zusätzlich von einem Kreuzgang umgeben. Die rechtwinklige Form mit geraden Wegen und Abzweigungen ist auch heute noch sehr verbereitet. 

Als Einfassung eignen sich Natursteinplatten, Pflastersteine oder Hartbrandziegel. Diese sollten nicht mit Beton, sondern mit Sand verlegt werden. Blumen wie Malven, Ringelblumen, Sonnenwende, blaue Iris verstärken die entspannungsfördernde Wirkung eines Kräutergartens. Diese kann man besser genießen, indem man beim Kräutergarten Sitzgelegenheiten einrichtet.

Kräuterbeet Für die meisten Gärten ist ein Kräuterbeet von zwei bis vier qm ausreichend. Buchs- oder Dufthecken mit Lavendel oder Eberraute dienen der Abgrenzung.
Kräuterspirale Eine besonders platzsparende Alternative ist die Kräuterspirale. Der obere Bereich bleibt meist relativ trocken und wird zudem mit wärmespeichernden Steinen ausgelegt. Dort fühlen sich Thymian, Oregano, Majoran, Rosmarin, Salbei, Lavendel, Bohnenkraut und Ysop wohl. Sie gedeihen am besten auf einer Mischung aus Kompost und Sand. Der untere Bereich ist humos und feuchter. Er wird mit Kräutern bepflanzt, die eine komposthaltige, lockere Erde bevorzugen wie z.B. Petersilie, Schnittlauch, Zitronenmelisse oder Wasserminze.

Standort

Fast alle Gewürzpflanzen benötigen viel Licht. Die Dauer und Intensität der Sonneneinstrahlung ist entscheidend für die Bildung der ätherischen Öle (Aromastoffe) und aller anderen Inhaltsstoffe. Es bewährt sich auch, ein Plätzchen nahe am Haus auszuwählen, damit man den Kräutergarten trockenen Fußes erreichen kann.

Bodenbeschaffenheit

Die meisten Kräuter gedeihen auf kargem Boden. Sie lieben lockere, sandige und kalkhaltige Erde. Das ideale Nährstoffangebot enthält immer auch Kompost. Idealerweise kompostiert man die Erde für den eigenen Kräutergarten selbst.