KraeutergartenJedes Kraut kann seine Wirkung im menschlichen Organismus am besten entfalten, wenn es frisch geerntet, gut gereinigt, möglichst schadstofffrei und auf kurzen Wegen in unseren Körper gelangt. Bei unsachgemäßem Transport, falscher Lagerung etc. erhöht sich die Gefahr, dass sich die Qualität durch mikrobielle und biochemische Abbauprozesse verringert. Selbst angebaute und sachgemäß behandelte Kräuter erfüllen die genannte Anforderungen also in einem hohem Maße und sind somit eine wichtige Quelle für Gesundheit und Lebenskraft. Je nachdem, wie viel Platz verfügbar ist, stehen dabei folgende Anbauformen zur Auswahl:

  • Kräutergarten,

  • Rondell,

  • Kräuterbeet oder

  • Kräuterspirale.

Kräutergarten   Die Benediktinermönche des Klosters Reichenau am Bodensee legten ihren ersten Kräutergarten bereits im 9. Jahrhundert an. Mittelalterliche Kräutergärten wurden meist in Kreuzform gestaltet. In der Mitte befand sich ein Brunnen oder ein Becken zum Wasserschöpfen. Klostergärten waren oft zusätzlich von einem Kreuzgang umgeben. Die rechtwinklige Form mit geraden Wegen und Abzweigungen ist auch heute noch sehr verbereitet. 

Als Einfassung eignen sich Natursteinplatten, Pflastersteine oder Hartbrandziegel. Diese sollten nicht mit Beton, sondern mit Sand verlegt werden. Blumen wie Malven, Ringelblumen, Sonnenwende, blaue Iris verstärken die entspannungsfördernde Wirkung eines Kräutergartens. Diese kann man besser genießen, indem man beim Kräutergarten Sitzgelegenheiten einrichtet.

Kräuterbeet Für die meisten Gärten ist ein Kräuterbeet von zwei bis vier qm ausreichend. Buchs- oder Dufthecken mit Lavendel oder Eberraute dienen der Abgrenzung.
Kräuterspirale Eine besonders platzsparende Alternative ist die Kräuterspirale. Der obere Bereich bleibt meist relativ trocken und wird zudem mit wärmespeichernden Steinen ausgelegt. Dort fühlen sich Thymian, Oregano, Majoran, Rosmarin, Salbei, Lavendel, Bohnenkraut und Ysop wohl. Sie gedeihen am besten auf einer Mischung aus Kompost und Sand. Der untere Bereich ist humos und feuchter. Er wird mit Kräutern bepflanzt, die eine komposthaltige, lockere Erde bevorzugen wie z.B. Petersilie, Schnittlauch, Zitronenmelisse oder Wasserminze.

Standort:

Fast alle Gewürzpflanzen benötigen viel Licht. Die Dauer und Intensität der Sonneneinstrahlung ist entscheidend für die Bildung der ätherischen Öle (Aromastoffe) und aller anderen Inhaltsstoffe. Es bewährt sich auch, ein Plätzchen nahe am Haus auszuwählen, damit man den Kräutergarten trockenen Fußes erreichen kann.

Bodenbeschaffenheit:

Die meisten Kräuter gedeihen auf kargem Boden. Sie lieben lockere, sandige und kalkhaltige Erde. Das ideale Nährstoffangebot enthält immer auch Kompost. Idealerweise kompostiert man die Erde für den eigenen Kräutergarten selbst.