Heilmittel

unbehandelte ZitronenDie Zitrone

Der Zitronenbaum stammt aus Südostasien und ist vor allem in Indien beheimatet. Durch die Feldzüge Alexander des Großen wurden Zitronenbäume im südlichen Europa heimisch gemacht. Sie wachsen in Italien, Spanien, Portugal und Griechenland. Die Bäume tragen das ganze Jahr hindurch Blüten und Früchte. Die Zitrone galt schon in alter Zeit als Mittel zur Heilung und Vorbeugung bei epidemischen Erkrankungen. Sie wirkt

MalveWilde Malve (Malva sylvestris)

Die wilde Malve gehört wie die blaue und die mauretanische zu den Malvengewächsen. Sie stammt vermutlich aus dem südlichen Europa und dem mittleren Asien. Heute ist sie über den ganzen Erdball verbreitet. Die wilde Malve wird bis zu einem Meter hoch und ist denkbar anspruchslos. Sie gedeiht an Wegen, auf Weiden und Schutthalden. Zur Vermehrung kann man sie im zeitigen Frühjahr geschützt in Töpfen ziehen oder ab April direkt ins Freiland säen.

MajoranMajoran (Origanum majorana)

Majoran ist ein kleinwüchsiger Halbstrauch. Seine Heimat liegt in den Ländern am Mittelmeer. Wie der Oregano entfaltet er seine volle Würzkraft erst nach dem Trocknen. Der Majoran gehört zu den Lippenblütlern und gedeiht am Besten auf trockenem, nährstoffreichen und lockeren Boden an einem sonnigen Platz. Die Vermehrung kann durch Setzlinge bzw Stecklinge oder durch Aussaat erfolgen. Dazu stellt man die Schalen oder Töpfe mit dem Saatgut auf die Fensterbank oder in das Treibhaus. Ins Freiland dürfen die zarten Pflanzen erst nach den Eisheiligen. Die Erde sollte immer ein wenig abtrocknen vor dem nächsten gießen.

Johanniskraut (Hypericum perforatum, Tüpfelhartheu)Johanniskraut

Johanniskraut galt schon im Altertum als wertvolle Heilpflanze. Es spielte einst im Volksglauben und im Brauchtum eine wichtige Rolle. Es gehört wohl zu den wertvollsten Kräutern mit stimmungsaufhellender und wundheilender Kraft. Johanniskraut ist mehrjährig und bevorzugt trockene Böden. Die Vermehrung erfolgt durch Pflanzen aus der Natur oder Samen. Gesammelt werden die blühenden Sprossspitzen und die Blüten für Johanniskrautöl im Juli bis August. Man sollte sie mittags pflücken, da am Nachmittag der Gehalt an ätherischen Ölen abnimmt.

ZwiebelKnobLauch kKnoblauch (Allium sativum)

Der Knoblauch gehört zu den Liliengewächsen und seit der frühesten Antike als Würzpflanze bekannt. Die Ägypter verwendeten ihn schon vor 7000 Jahren als Zutat für die meisten ihrer Speisen. Seine Anwendungsmöglichkeiten als Nahrungs- und Heilmittel sind enorm vielseitig. Er gedeiht am besten in sandigem Lehm und freut sich über einen warmen Standort und eine Schicht Kompost, die ihm zusätzliche Nährstoffe liefert. Zur Vermehrung werden Ende März bis Anfang April Zehen im Abstand von ca. 20cm in den Boden gesteckt. Gesammelt werden die Knoblauchzwiebeln im September und Oktober, gelegentlich auch das grüne Kraut, das schon etwas früher geerntet werden kann.

KresseGartenkresse und Kapuzinerkresse - der natürliche Virenkiller

Gartenkresse (Lipidium sativum) 

Die Gartenkresse ist ein Kreuzblütler und war bereits im Altertum als Gewürzpflanze bekannt. Sie ist vergleichbar mit der Brunnenkresse, die ähnlich verwendet wird. Gartenkresse sät man direkt in den feuchten Gartenboden oder in Schalen. Ab Ende März dürfen die zarten Pflänzchen ins Freiland. Dort sollte man sie reichlich wässern und von Unkraut frei halten. Im Winter kann man Gartenkresse in Schalen auf der Fensterbank ziehen. Geerntet wird das frische Kraut.

eucalyptusEukalyptus und Gingko - Anbau und Pflege, Wirkung und Anwendung

Eukalyptus (Eukalyptus globulus)

Weltweit gibt es ca. 600 verschiedene Eukalyptusarten. Bei uns wird das Myrtengewächs meist als Kübelpflanze gezogen. Eukalyptus benötigt nahrhafte Erde und sollte regelmäßig gedüngt werden. Er entzieht dem Boden große Mengen Feuchtigkeit und muss daher häufig  gewässert werden. Damit das überschüssige Wasser abfließen kann, wird das Abzugsloch des Blumentopfs mit Tonscherben abgedeckt. Zur Vermehrung kann man Samen in Töpfen anziehen und nach 3 - 4 Wochen pikieren. Das Fensterbrett ist der ideale Anzuchtplatz, die Temperatur sollte etwa 15 - 18° C betragen. Die jungen Eukalyptus-Pflänzchen wachsen später schnell zu ansehnlichen mehrjährigen Bäumchen heran und verbringen den Sommer gerne im Freiland. Als Sammelgut für Heilzwecke werden die Blätter der älteren Zweige verwendet.

Oregano DostDost (Oregano) und Eibisch - Anbau, Inhaltsstoffe und Verwendung

Gemeiner Dost (Origanum vulgare, Oregano) 

Der Dost ist ein mehrjähriger Lippenblütler und wächst als kräftige, ausdauernde Pflanze in ganz Europa. Oregano hat auch bei uns ein angenehm würziges Aroma, das allerdings mit der Intensität des Krauts im Mittelmeerraum kaum mithalten kann. Seine Ansprüche sind gering: Oregano liebt durchlässige Böden und warme, trockene Lagen.

BorretschBorretsch und Dill - Anbau, Verwendung und Wirkung

Borretsch (Borago officinalis)

Die Araber brachten den Borretsch nach Spanien. Er gehört zu den Rauhblattgewächsen und gelangte von der iberischen Halbinsel aus auch in die Kräutergärten Mitteleuropas. Seine himmelblauen Blüten sind ideal für die Bienenweide und man kann sich daran im Garten den ganzen Sommer erfreuen.

BaldrianBaldrian und Beinwell - Sammelgut, Inhaltsstoffe und Anwendung

Echter  Baldrian (Valeriana officinalis)

Der echte Baldrian kommt vor allem in Mitteleuropa und Asien vor. Er bevorzugt feuchte Wiesen, Laubwälder und Gräben. Er hat nur geringe Ansprüche und liebt feuchte, humose, nährstoffreiche Böden. Eine Vermehrung erfolgt durch Samen oder durch Teilung des Wurzelstockes. Als Sammelgut dienen die Wurzeln. Die beste Sammelzeit ist von September bis Oktober.

AlantAlant und Aloe - Ernte, Inhaltsstoffe, Wirkung und Anwendung

Echter  Alant (Inula helenium)

Der echte Alant ist ein Kreuzblütler und in Zentralasien beheimatet. Schon in der Antike schätzten ihn Griechen und Römern als Heilpflanze. Er hat nur geringe Ansprüche und findet in tiefgründigen Lehmböden und feuchten Wiesen ideale Lebensbedingungen.

Die Vermehrung erfolgt durch eine Teilung der Wurzelstöcke. Als Sammelgut wird  der Wurzelstock aus dem Boden geholt, gründlich gewaschen, grob zerkleinert und getrocknet aufbewahrt. Die optimale Sammelzeit ist zwischen September und Oktober.