WeißdornWeißdorn in der Naturheilkunde

Der Weißdorn (Crataegus laevigata) wurde im Gegensatz zu vielen anderen Heilpflanzen erst relativ spät, nämlich zu Beginn des 14. Jahrhunderts, von der Naturheilkunde entdeckt. Der Name „Weißdorn“ ist auf die weiße Farbe der Blüten zurückzuführen. Man erkennt den Weißdorn an seinem etwas aufdringlichen Geruch während der Blütezeit. Der intensive Duft soll Käfer und Fliegen zur Bestäubung anlocken. Die Früchte des Weißdorns wurden früher an die Schweine verfüttert.

In Notzeiten dienten sie auch den Menschen als Nahrungsquelle. Sammelgut für Heilmittel-Anwendungen sind die Blüten von Mai bis Juni und die Früchte von August bis Oktober. Die Blüten werden während des Aufblühens mit den oberen Blättern von den Zweigen abgestreift.

Weißdorn - Inhaltsstoffe und Wirkung

Weißdorn enthält

  • Flavonoide,
  • Gerbstoff,
  • Histamin,
  • Hyperosid,
  • ätherisches Öl,
  • Vitamin C.

Der Weißdorn bewirkt eine Verbesserung der Herztätigkeit, erweitert die Herzkranzgefäße und stärkt den Herzmuskel. Er gilt daher als natürliches Kreislaufmittel und ist besonders geeignet zur Behandlung von Altersherz, Herzmuskelentzündung und Arterienverkalkung. Er hat sedative (beruhigende) Wirkung und lindert Beklemmungsgefühle im Brustkorb, nervöse Herzstörungen (Angina pectoris), Aufregung, Gereiztheit, Depressionen und Schlafstörungen.

Weißdorn – Rezepte

Weißdorn-Tee

  • 1 EL Blüten mit heißem Wasser aufgießen,
  • täglich 3 Tassen, gegebenenfalls mit Honig gesüßt, trinken.

Weißdorn-Inhalation

Eine Inhalation ist besonders bei Angst, innerer Unruhe, Schlaflosigkeit und Depressionen zu empfehlen, schon weil die bewusste und tiefe Ein- und Ausatmung bei der Inhalation beruhigende Wirkung auf den Organismus hat:

  • 1 TL Weißdornblüten mit 2 TL Johanniskraut mischen,
  • die Kräuter im Inhalator oder einer Schüssel mit siedendem Wasser aufgießen,
  • 3-4 Min. ziehen lassen und die Dämpfe einatmen.