AloeVerträgt unser Körper pflanzliche Substanzen besser? Und warum ist das so?

Bei den sekundären pflanzlichen Substanzen handelt es sich, chemisch gesehen, um eine große Vielfalt von Verbindungen mit unterschiedlichen Funktionen. Sie töten unter anderem Pilze und Bakterien ab und unterstützen äußerst wirkungsvoll das körpereigene Abwehrsystem des Menschen. Einige dieser pflanzlichen Substanzen sind auch wegen ihrer krebshemmenden Wirkung von wissenschaftlichem Interesse.

 Wir wissen heute aus Erfahrung, dass der menschliche Organismus pflanzliche Substanzen meist besser verträgt als chemisch hergestellte. Viele der heilkräftigen Bestandteile, die in Blüten, Blättern, Früchten, Wurzeln, Holz und Rinden enthaltenen sind, sind mitunter wegen ihres teilweise sehr geringen Mengenanteils nur schwer nachzuweisen. Sie sind aber dennoch häufig ganz wesentlich an der Heilung einer Krankheit beteiligt. Das kann man zum Beispiel auch daran erkennen, dass ein vermeintlicher Hauptwirkstoff, wenn er isoliert angewendet wird, oft völlig anders wirkt als ein Extrakt der betreffenden Pflanze in seiner Gesamtheit. Es sind also sehr wahrscheinlich die Nebenwirkstoffe, die einen maßgeblichen Einfluss auf den Heilungsprozess ausüben, auch wenn das vielfach noch nicht wissenschaftlich untersucht oder nachgewiesen wurde.

Wirkstoff oder Wirkprinzip?

Schon Aristoteles (384 - 322 v. Chr.) sprach von "einem allem Lebendigen innewohnenden Prinzip, das den Heilpflanzen ihre geheimnisvolle Kraft verleiht". Wir kennen das Prinzip heute noch immer nicht. Wir müssen in Zukunft die kleinsten Einflüsse bei der Wirkung von Pflanzen viel genauer unter die Lupe nehmen und uns dabei auch die Frage stellen: Beruht die Wirkung auf einem einzelnen Stoff oder liegt das Wirkungsprinzip im Zusammenwirken verschiedener Stoffe begründet?

 

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