MajoranMajoran (Origanum majorana)

Majoran ist ein kleinwüchsiger Halbstrauch. Seine Heimat liegt in den Ländern am Mittelmeer. Wie der Oregano entfaltet er seine volle Würzkraft erst nach dem Trocknen. Der Majoran gehört zu den Lippenblütlern und gedeiht am Besten auf trockenem, nährstoffreichen und lockeren Boden an einem sonnigen Platz. Die Vermehrung kann durch Setzlinge bzw Stecklinge oder durch Aussaat erfolgen. Dazu stellt man die Schalen oder Töpfe mit dem Saatgut auf die Fensterbank oder in das Treibhaus. Ins Freiland dürfen die zarten Pflanzen erst nach den Eisheiligen. Die Erde sollte immer ein wenig abtrocknen vor dem nächsten gießen.

Sammelgut und Sammelzeit: Blühendes Kraut und junge Triebe von Juni bis September.

Inhaltsstoffe, Wirkung und Anwendung

Das Majoran-Kraut kann als Tee, zur Inhalation oder in Form von Stärkungsbädern angewndet werden. Es entfaltet seine Wirkung aufgrund der darin enthaltenen ätherischen Öle, Gerb- und Bitterstoffe. Majoran wirkt

  • antiseptisch,

  • krampflösend,

  • blähungsbekämpfend,

  • beruhigend,

  • appetitanregend und

  • verdauungsfördernd.

Man verwendet ihn in der klassischen Naturheilkunde bei Verdauungsbeschwerden, Magenkrämpfen und Durchfall. Thymian, Majoran und Oregano haben ähnliche Wirkung auf Magen und Darm. Majoran wird außerdem bei Verkrampfungen der Atemwege eingesetzt.

MelisseMelisse (Melissa officinalis)

Auch die Melisse gehört zu den Lippenblütlern und wurde schon in der Antike zu Heilzwecken verwendet. Die älteren Generationen kennen noch den gesunden „Melissengeist“. Er wurde bereits im 16. Jahrhundert von den Karmelitern in Paris hergestellt. Melisse ist mehrjährig und sehr genügsam. Sie wächst an einem sonnigen Platz auf humosem, durchlässigen Boden. Die Vermehrung erfolgt durch Samen, Jungpflanzen oder Wurzelausläufer.

Sammelgut und Sammelzeit: Die Blätter können von Juni bis September laufend frisch gepflückt werden.

Inhaltsstoffe, Wirkung und Anwendung

Melisse enthält ein wenig ätherisches Öl (0,01 bis 0,3 Prozent), Bitterstoffe, Gerbstoffe und Schleim. Sie wirkt

  • antiseptisch,

  • beruhigend,

  • schlaffördernd,

  • krampflösend und

  • nervenstärkend.

Sie beruhigt Herz und Kreislauf, ist bei nervös bedingten Einschlafstörungen hilfreich, wirkt gegen Erschöpfung, Überforderung und leichte Erregbarkeit des Gemüts.

Man kann Melisse als Tee mit Honig trinken. Legt man frische, zerquetschte Blätter auf die betroffene Stelle, klingen Lippenbläschen (Herpes) schneller ab.