Johanniskraut (Hypericum perforatum, Tüpfelhartheu)Johanniskraut

Johanniskraut galt schon im Altertum als wertvolle Heilpflanze. Es spielte einst im Volksglauben und im Brauchtum eine wichtige Rolle. Es gehört wohl zu den wertvollsten Kräutern mit stimmungsaufhellender und wundheilender Kraft. Johanniskraut ist mMehrjährig und bevorzugt trockene Böden. Die Vermehrung erfolgt durch Pflanzen aus der Natur oder Samen. Gesammelt werden die blühenden Sprossspitzen und die Blüten für Johanniskrautöl im Juli bis August. Man sollte sie mittags pflücken, da am Nachmittag der Gehalt an ätherischen Ölen abnimmt.

Johanniskraut: Inhaltsstoffe, Wirkung und Anwendung

Als Hauptwirkstoffe gelten Hypericin und Hyperforin, enthalten sind ätherische Öle, Flavonglykosid, Gerbstoffe und Harze. Johanniskraut gilt als „pflanzliches Antidepressivum“ und wirkt stimmungsaufhellend. Es hilft gegen Angst, nervöse Unruhe und Schlafstörungen. Äußerlich angewendet wirkt Johanniskrautöl und –tinktur entzündungswidrig, wundheilend und schmerzlindernd.

Üblich sind als Anwendungsformen Tee, Johanniskrautöl, Johanniskraut-Tinktur und Pillen.

Warnhinweis: Nach der Anwendung Sonne meiden, da die Haut lichtempfindlicher wird.

LavendelEchter Lavendel (Lavendula angustifolia)

Die Heimat des Lavendel ist das Mittelmeergebiet. Der Lavendel ist ein Lippenblütler und wurde von den Benediktinern „importiert“. Er wird im 12. Jh. von Hildegard von Bingen als Heilpflanze erwähnt. Lavendel ist mehrjährig und liebt einen trockenen, sonnigen Platz. Staunässe sollte man meiden und den Boden locker halten. Die Vermehrung erfolgt durch Jungpflanzen oder Anzucht mit Samen vorziehen. Gesammelt werden die Blüten kurz vor dem Aufblühen von Juli bis August.

Getrocknete Blüten enthalten bis zu 3 % ätherische Öle und etwa 12 % Gerbstoff. Lavendel wirkt Nervenberuhigend, leicht hemmend auf das Zentralnervensystem, entspannend, antiseptisch, krampflösend und insektenabweisend. Er gilt als klassisches Beruhigungsmittel für Herz und Nerven, wird bei nervösen Störungen, Erregungszuständen, Schlafstörungen oder Herzklopfen empfohlen.

Einreibungen mit Lavendelöl helfen gegen Kopfschmerz und Migräne.

Lavendelöl vertreibt Mücken und Motten und neutralisiert Insektengifte bei Stichen; dazu muss es aber sehr kurzfristig auf die betroffenen Stellen aufgebracht werden.

Lavendel - Anwendungsformen

  • Tee: 1 TL getrocknete Blüten auf 1 Tasse Wasser.
  • Bäder: 3 - 4 EL Blüten oder 8 EL Kraut oder 10 Tropfen Lavendelöl.
  • Lavendel als Strauss oder in Kräuterschalen ans Bett stellen,
  • getrocknete Blüten in kleine Stoff-Kissen einnähen und unter das Kopfkissen legen.