ZwiebelKnobLauch kKnoblauch (Allium sativum)

Der Knoblauch gehört zu den Liliengewächsen und seit der frühesten Antike als Würzpflanze bekannt. Die Ägypter verwendeten ihn schon vor 7000 Jahren als Zutat für die meisten ihrer Speisen. Seine Anwendungsmöglichkeiten als Nahrungs- und Heilmittel sind enorm vielseitig. Er gedeiht am besten in sandigem Lehm und freut sich über einen warmen Standort und eine Schicht Kompost, die ihm zusätzliche Nährstoffe liefert. Zur Vermehrung werden Ende März bis Anfang April Zehen im Abstand von ca. 20cm in den Boden gesteckt. Gesammelt werden die Knoblauchzwiebeln im September und Oktober, gelegentlich auch das grüne Kraut, das schon etwas früher geerntet werden kann.

Inhaltsstoffe, Wirkung und Anwendung

Der Hauptwirkstoff des Knoblauchs ist Allicin. Er wird aus der Ausgangssubstanz Alliin hergestellt: Werden die Zellen zerstört, kommt das Alliin mit dem Enzym Alliinase in Kontakt, das die Umwandlung von Alliin in Allicin bewirkt. Dabei entsteht auch Ajoen, das ein Zusammenkleben der Blutplättchen hemmt und so die Entstehung von Blutgerinnseln erschwert.

Knoblauch wirkt blutdrucksenkend, stark antibakteriell und entzündungshemmend. Er steigert die Aktivität der Fresszellen, weshalb ihm auch eine krebshemmende Wirkung nachgesagt wird.

In der Küche kann man ihn sehr vielseitig verwenden, zum Beispiel für Fleischgerichte, Gemüse, Suppen, Salate, Quark oder Brotaufstriche.

MeerrettichMeerrettich (Armoracia rusticana)

Der Meerrettich ist ein Kreuzblütler und stammt ursprünglich aus Südrussland. Er kam im 12. Jh. zu uns und ist auch unter dem Namen „Kren“ bekannt. Meerrettich bevorzugt nährstoffreiche Böden, wächst aber auch in Gräben und auf Schutthalden. Die Vermehrung erfolgt durch kurze Wurzelstücke, die man in den Boden steckt. Sammelgut sind die Wurzeln, die von Juli bis Oktober geerntet werden können.

Inhaltsstoffe, Wirkung und Anwendung

Hauptwirkstoffe des Meerrettichs sind Senföle mit antimikrobieller Wirkung, Mineralstoffe und reichlich Vitamin C. Kren wirkt
verdauungsfördernd, stark keimtötend, kreislaufanregend, blutdrucksenkend und harntreibend. Er regt die Tätigkeit der Leber an und verstärkt ihre entgiftende Funktion. Meerrettich wirkt zudem genau wie der schwarze Rettich blutreinigend.

Man kann ihn Innerlich mit der Nahrung oder äußerlich für Breiumschläge anwenden:

  • Breiumschlag bei Rheuma, Gicht, Muskel- und Gelenkschmerzen.
  • Meerettichauflage zur Förderung von Durchblutung und Entgiftung.

Warnhinweis: Chronisch Nierenkranke sollten Kren meiden!