KresseGartenkresse und Kapuzinerkresse - Anbau und Verwendung in der Naturheilkunde

Gartenkresse (Lipidium sativum) 

Die Gartenkresseist ein Kreuzblütler und war bereits im Altertum als Gewürzpflanze bekannt. Sie ist vergleichbar mit der Brunnenkresse, die ähnlich verwendet wird. Gartenkresse sät man direkt in den feuchten Gartenboden oder in Schalen. Ab Ende März dürfen die zarten Pflänzchen ins Freiland. Dort sollte man sie reichlich wässern und von Unkraut frei halten. Im Winter kann man Gartenkresse in Schalen auf der Fensterbank ziehen. Geerntet wird das frische Kraut.

Inhaltsstoffe, Wirkung und Anwendung
Gartenkresse enthältVitamin A, B und vor allem viel Vitamin C sowie ätherisches Senföl (Benzyl-Isothiozyanat), das wirksamste Antibiotikum unter allen bekannten Senfölen. Es ist auch in den Wurzeln des Meerrettich und in der Kapuzinerkresse enthalten und hemmt die Vermehrung von Viren.

Gartenkresse wirkt entzündungshemmend, keimtötend, antiviral, blutreinigend und appetitanregend. Es wird bei Nervenschwäche, und Erschöpfungszuständen verwendet. Hierzu verabreicht man 10 – 30 g Blätter täglich.

In der Küche ist Gartenkresse ein beliebtes Würzkraut für gemischte Salate, Quark, klare Suppen etc.

KapuzinerkresseKapuzinerkresse (Tropaeolum majus)

Die ursprüngliche Heimat der Kapuzinerkresse ist Peru. Sie wurde im 17. Jhd. von Seefahrern nach Europa gebracht, wo sie hauptsächlich als Zierpflanze dient. Die einjährigKapuzinerkresse liebt einen humosen Boden in vollsonniger und windgeschützter Lage. Sie ist frostempfindlich und eignet sich gut für Blumenkästen. Man kann sie schon auf dem Fensterbrett vorziehen oder ab Mai direkt ins Freiland säen. Gesammelt werden Blüten und Blätter von Juli bis Oktober.

Inhaltsstoffe, Wirkung und Anwendung
Blüten und Blätter der Kapuzinerkresse enthalten Senföle. Sie sind für den scharfen Geschmack verantwortlich. Die Blätter der Kapuzinerkresse werden in ihrer südamerikanischen Heimat seit Jahrhunderten als desinfizierende Wundauflage verwendet. Der frische Saft wirkt beruhigend und schleimlösend. Durch das Zerquetschen frischer Pflanzenteile setzt eine enzymatische Aktivität ein. Dabei entsteht Benzyl-Isothiocyanat. Es ist unter allen Senfölen das wirksamste Antibiotikum gegen Pilze und Bakterien und hemmt die Vermehrung von Viren.

Anwendungsformen
10 – 30 g frische Blätter und Blüten täglich, zum Beispiel im Salat, als Saft oder im Smoothie. Die Blätter können auch direkt als Wundauflage verwendet werden.