eucalyptusEukalyptus und Gingko - Anbau und Pflege, Wirkung und Anwendung

Eukalyptus (Eukalyptus globulus)

Weltweit gibt es ca. 600 verschiedene Eukalyptusarten. Bei uns wird das Myrtengewächs meist als Kübelpflanze gezogen. Eukalyptus benötigt nahrhafte Erde und sollte regelmäßig gedüngt werden. Er entzieht dem Boden große Mengen Feuchtigkeit und muss daher häufig gewässert werden. Damit das überschüssige Wasser abfließen kann, wird das Abzugsloch des Blumentopfs mit Tonscherben abgedeckt. Zur Vermehrung kann man Samen in Töpfen anziehen und nach 3 - 4 Wochen pikieren. Das Fensterbrett ist der ideale Anzuchtplatz, die Temperatur sollte etwa 15 - 18° C betragen. Die jungen Eukalyptus-Pflänzchen wachsen später schnell zu ansehnlichen mehrjährigen Bäumchen heran und verbringen den Sommer gerne im Freiland. Als Sammelgut für Heilzwecke werden die Blätter der älteren Zweige verwendet.

Inhaltsstoffe und Wirkung
Die Blätter enthalten ca. 2 – 3 % Eukalyptusöl, hauptsächlich Eucalyptol, auch Cineol genannt; ferner: Camphen, Harz und Gerbstoffe. Eukalyptus wirkt antiseptisch, adstringierend, krampflösend, schleimlösend, anregend und konzentrationsfördernd. Das ist hilfreich bei Atemwegsleiden, Husten oder Stirnhöhlenentzündung und begünstigt den Auswurf. Das Kraut hat auch eine Antiseptische Wirkung auf die Lunge.

Anwendungsformen

  • Einreibungen (Eukalyptusöl, Salben), z. B. als Massageöl gegen Rheuma,
  • Inhalationen,
  • Tee (1 TL geschnittene Blätter auf 1 Tasse),
  • Hustenbonbons.

GingkoGinkgobaum (Ginkgo biloba)

Die ursprüngliche Heimat des Fächerbaums ist Ostasien (China/Japan). Seit dem 18. Jh. findet man ihn auch als Zierbaum in Europa. Der Ginkgobaum wirft im Herbst sein Laub ab. Er steht gerne in einer sonnigen Lage und stellt keine besonderen Bodenansprüche. Ee ist als Kübelpflanze in Baumschulen und im Fachhandel erhältlich. Gesammelt werden die fächerförmigen Blätter. Warnhinweis: Die Früchte sind giftig!

Inhaltsstoffe, Wirkung und Anwendung
Dank der enthaltenen Wirkstoffe Flavonglykoside, Anthocyan, Sitosterin ist der Ginkgo gefäßwirksam, durchblutungsfördernd und konzentrationsfördernd. Man verwendet ihn daher bei Durchblutungsstörungen des Herzens und Gehirns, Schwindel, Gedächtnisschwäche, Kältegefühl in Armen und Beinen und bei Ohrengeräuschen. Seine Wirkung entfaltet er bei cerebralen und peripheren Durchblutungsstörungen, aber auch bei Alzheimer. Auch Patienten mit Mehrfachinfarkten sprechen angeblich gut auf die Therapie an.

Anwendungsformen
Man kann Gingko in Form von Tee, Kompressen, Tinkturen, Tropfen oder Kapseln verwenden.

Ginko-Tee stellt man wie folgt her: 1 - 2 TL fein geschnittene, frische Blätter überbrühen und bis zum Erkalten ziehen lassen.

Die frischen Blätter legt man als Ginko-Wickel gegen Krampfadern auf, man kann dazu aber auch getrocknete Blätter verwenden (ca. 50 g auf einen halben Liter Wasser).