AlantEchter Alant (Inula helenium)

Der echte Alant ist ein Kreuzblütler und in Zentralasien beheimatet. Schon in der Antike schätzten ihn Griechen und Römern als Heilpflanze. Er hat nur geringe Ansprüche und findet in tiefgründigen Lehmböden und feuchten Wiesen ideale Lebensbedingungen.

Die Vermehrung erfolgt durch eine Teilung der Wurzelstöcke. Als Sammelgut wird der Wurzelstock aus dem Boden geholt, gründlich gewaschen, grob zerkleinert und getrocknet aufbewahrt. Die optimale Sammelzeit ist zwischen September und Oktober.

Inhaltsstoffe: Ätherisches Öl, Inulin, Pektin, Harze.

Wirkung und Anwendung: Alant wird vor allem als Tee verwendet (nicht in hohen Dosierungen anwenden!) und wirkt Hustenbekämpfend, krampflösend, gallentreibend, stoffwechselfördernd, schleimlösend. Auch: Bei Bronchitis, Asthma, Darmbeschwerden (Magen-Darmkatarrh).

Räucherwerk: Wenn man die getrocknete Wurzeln anzündet, entwickelt sich ein weihrauchartiger Duft, der das Denkvermögen verbessert.

AloeAloe vera

Die Aloe gehört zur Gattung der Liliengewächse mit etwa 250 Arten und wächst vorwiegend in den Trockengebieten Afrikas. Die Babylonier und die Inder verwendeten sie schon im 3. und 2. Jh. v. Chr. von als Heil- und Räuchermittel. Seit dem Mittelalter wird die Aloe in Heilkräutergärten kultiviert.

Auch die Aloe ist sehr anspruchslos und benötigt eigentlich nur einen sonnigen Platz. Bei uns wird sie vorwiegend als Topfpflanze gezogen. Dank der fleischigen, wasserspeichernden Blätter kann die Aloe lange Trockenperioden überstehen. Das Winterquartier sollte hell und frostfrei sein. Eine Vermehrung erfolgt durch Schößlinge.

Sammelgut ist der in den Blättern enthaltene bittere, schleimige Saft aus frisch geschnittenen Blattscheiben.

Inhaltsstoffe: Aloeharz, Bitterstoff Aloin, Polysacharide, Sterine und Enzyme.

Wirkung und Anwendung: Narbenbildend, wundheilend, kühlend und feuchtigkeitsspendend. Die Aloe wird zur Behandlung von Wunden und Geschwüren bereits von Hildegard von Bingen und Pfarrer S. Kneipp empfohlen. Frisch geschnittene, etwa 1 cm dicke Blattscheiben helfen bei Verbrennungen und Sonnenbrand. Der Blattsaft wird zur Herstellung von Hautpflegeprodukten verwendet. Kapseln und Pulver dienen als Abführmittel. 

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