Die Herstellung von Tinkturen aus Kräutern aus dem eigenen Garten oder von Wald und Wiese ist denkbar einfach:

ArnikaArnika-Tinktur

Wirkung: Gicht, Hexenschuß, Kreuzschmerzen, Blutergüsse, Zerrungen, Quetschungen.

Herstellung: Man gießt ca. 50 g Blüten mit ¼ Liter 70%igen Al­kohol auf und lässt den Sud 14 Tage am Fenster stehen.

Anwendung: verdünnt (mit destilliertem Wasser) in einem Verhältnis von 1:1; Nicht innerlich anwenden!

Baldrian-Tinktur
Wirkung: Schlafstörungen

Herstellung: 20g Wurzeln getrocknet in 100 ml klarem Trinkalkohol ansetzen. Nach ca. 3 Wochen abseihen und in einer dunklen Flasche aufbewahren.

Anwendung: Bei Schlafstörungen 30-50 Tropfen etwa ½ Stunde vor dem Schlafenge­hen, auf Zucker oder in warmen Tee

FichtentriebeFichtenspiritus
Wirkung: Rheuma, Gicht

Herstellung: Eine Flasche bis zur Hälfte mit jungen Fichtentrieben füllen, mit Franz­branntwein auffüllen und verschließen. Zwei Wochen ans Fenster stellen, dann abseihen.

Hamamelis-Tinktur
Wirkung: Die in den Rinden und Blättern enthaltenen Tannine (Gerbstoffe) wirken adstringierend und venenstärkend. Bei Prellungen, Verstauchungen, Blutergüssen, Krampfadern, Entzündungen im Mundraum. 

Herstellung: 1 Teil getrocknete Rinden oder Blät­ter mit 5 Teilen Alkohol ansetzen und 1 Woche ziehen lassen. Für Gurgelwas­ser Trinkalkohol verwenden!

Anwendung: Einreibungen; Gurgeln.

Iriswurzel-Tinktur
Wirkung: Enthält Harze, ätherische Öle und tanninartige Stoffe. Bei Entzündungen im Mundraum, Mundgeruch.

Herstellung: 50g getrocknete Wurzeln auf ¼ Liter 50%igen Trinkalkohol (z.B. Wodka oder Kornschnaps), 2-3 Wochen anset­zen (Die Wurzeln im Oktober sam­meln!)

Anwendung: Als Mundspülung 4 mal täglich 10 Tropfen in ein Glas Wasser geben.

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/0/0c/Bl%C3%BChendes_Johanniskraut.jpg/320px-Bl%C3%BChendes_Johanniskraut.jpgJohanniskraut-Tinktur
Wirkung: Nervosität, Stimmungstief, Depres­sionen. Regeneriert die Haut bei Al­tersflecken.

Herstellung: 1 Teil Johanniskrautblüten mit 5 Tei­len 50-70%igem Alkohol ansetzen. Eine Woche warm, aber nicht in der Sonne stehen lassen, dann abfiltern.

Anwendung: Einreibungen. Vorsicht: keine Sonnenbäder bzw. UV-Bestrahlungen nach einer Be­handlung mit Johanniskrautöl oder –tinktur! Macht die Haut photosensibel!

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