OhrOhrenschmerzen und Ohrensausen natürlich behandeln

Bei Ohrenschmerzen handelt es sich meist um Entzündungen des Mittelohrs (Otitis media) infolge von Erkältungs- und Infektionskrankheiten. Der Infekt hat sich dann über die Ohrtrompete ins Mittelohr verlagert. Bei starken, stechende und reißenden Schmerzen sollte man unbedingt einen Arzt aufsuchen.

Ohrengeräusche, Tinnitus

Entzündungen im Nasen- und Rachenraum können Ohrgeräusche auslösen. Hauptursache von lästigen Geräuschen und Schwerhörigkeit sind Verkalkungen des inneren Ohres und ein hoher Blutdruck. Auch eingetrocknetes Ohrenschmalz und eingedrungenes Wasser kann Ohrensausen, Pfeifen oder Rauschen verursachen. Starke Dauerbelastung durch Lärm führt ebenfalls zu Schwerhörigkeit.

Die besten Hausmittel bei Ohrenleiden

Neben Ohrentropfen und Spülungen sind auch Dämpfe bei Ohrenleiden hilfreich. Schon der englische Arzt Nicholas Culpeper (1616 – 1654) empfahl unter anderem Dämpfe eines Absuds von Ysop-Kraut mit einem Trichter ins Ohr zu leiten, um Entzündungen und Ohrensausen zu lindern. Andere schwören auf die Kraft des Lavendelöls als Mittel zur Schmerzlinderung: Man gibt ein paar Tropfen mit heißem Wasser in ein Gefäß und leitet den Dampf zum Ohr. Neben Lavendelöl ist auch Kamillenöl geeignet: Beide Öle werden aus den Blüten der Pflanzen gewonnen. Ihr Wirkungsschwerpunkt ist der Kopf. Sie ergänzen sich in ihrer lindernden Kraft bei Entzündungen.

Ein Aufguss aus Spitzwegerich und die Dämpfe des Kümmels lindern Ohrensausen. Pfarrer Kneipp riet zu Dämpfen aus einem Sud von Brennnesseln, Taubnesseln oder Schafgarbe.

Weitere Mittel aus der Naturheilkunde sind

  • Mandelöl,
  • Zitronensaft,
  • frischer Saft aus den Blättern des Hauswurz (bei Ohrenschmerzen vorsichtig ins Ohr träufeln),
  • Zwiebelsaft mit Olivenöl gemischt (30 g Zwiebelsaft mit 30 g Olivenöl mischen und täglich 3 mal 3 Tropfen ins Ohr träufeln oder getränkten Wattebausch auf das Ohr legen.

Ohrenschmalz aufweichen: Ohren mit handwarmen Olivenöl und Kamillen-Aufguss ausspülen.