Magen DarmMagen und Darm - Schleimhaut und Erkrankungen

Magenschleimhaut

Magenschleimhautentzündung (Magenkatarrh, Gastritis) hat verschiedene Ursachen:

  • Genussmittelmissbrauch wie Rauchen und Alkohol (Alkohol auf nüchternen Magen ist besonders schädlich!), starker Kaffee und Schwarztee.
  • Reizungen der Schleimhäute durch bestimmte Arzneimittel.
  • Verdorbene Nahrungsmittel und falsche Essgewohnheiten wie unzureichendes Kauen und Einspeicheln der Nahrung.
  • Infektionskrankheiten oder Stoffwechselstörungen.
  • Seelisch-nervöse Einflüsse.

Eine Magenschleimhautentzündung tritt oft als Begleiterscheinung einer Übersäuerung des Magens auf. Die in den Zellen der Schleimhaut produzierte Salzsäure sterilisiert die aufgenommene Nahrung. Die Schleimhautschicht schützt den Magen vor einer Selbstverdauung. Nur eine sehr geringe Menge an Nahrung wird im Magen verstoffwechselt. Die inzwischen häufigste Form einer Gastritis ist eine Infektion mit dem Bakterium Helicobacter pylori. Es nistet sich in der Magenwand unter der Schleimhautschicht ein und greift die Schleimhaut mit giftigen Ausscheidungen an.

Die Schleimhäute des Darms

Die Nahrungsaufnahme spielt sich zum größten Teil im Dünndarm ab. An der chemischen Aufbereitung der Nahrung ist eine große Anzahl von Fermenten beteiligt. Die Darmzotten helfen beim Stoffwechsel: Sie vergrößern die Fläche der Dünndarmschleimhaut auf ca. 40 qm.

Die Schleimhäute des Dickdarms sind von einer Vielzahl nützlicher Bakterien besiedelt. Sie sind wichtige Symbiosepartner des Menschen und produzieren die Vitamine B, B2, B6 und B12 aus Speiseresten. Diese B-Vitamine könnten wir ansonsten nicht in ausreichender Menge mit der Nahrung aufnehmen.

Auch Entzündungen des Darms werden meist durch Infektionen verursacht. Werden sie mit längerfristigen Antibiotika-Gaben behandelt, kann die gesunde Darmflora Schaden nehmen. Pilze wie der Hefepilz Candida albicans gewinnen dann leicht die Oberhand. Er kann sich auch auf der Haut und im gesamten Organismus ausbreiten. Ein gestörtes Darmmilieu führt zudem zu einer erhöhten Belastung der Leber.