Nase und NasenhöhleEntzündungen der Schleimhäute natürlich behandeln

Die Schleimhäute des Atemtraktes und des Magen-Darm-Systems sind die größten Kontaktflächen des menschlichen Organismus mit der Umwelt.

Das Schleimhautgewebe der Atemwege

Im Schleimhautgewebe der Atemwege und der Nebenhöhlen wird Schleim erzeugt. Dadurch wird die eingeatmete Luft befeuchtet und die in der Atemluft enthaltenen Schadstoffe werden abgefangen. Das Nasensekret sorgt für einen sauren pH-Wert und verhindert so das Eindringen von Krankheitskeimen. Ist die Schleimhaut intakt, werden die in Schleim eingepackten Schadstoffe und Krankheitskeime vom Flimmerepithel (Schicht aus Zellen mit feinen Härchen, die den größten Teil der Atemwege auskleidet) in Richtung Nase und Rachenraum zurücktransportiert. Sie rutschen sozusagen auf einer wässrigen Gleitschicht zurück. Das funktioniert sehr gut, solange sich nicht zu viel Schleim anstaut. Dann reicht die Kraft der Flimmerhärchen oft nicht mehr aus. Es kommt zum Sekret-Stau.

Sind die Räume überheizt (mehr als 21° C) trocknet die Atemluft und damit auch der Schleim aus. Die Flimmerhärchen verkleben. Das Husten bringt keine Erleichterung mehr. Der Sekret-Stau macht sich, vor allem im Bereich der Nebenhöhlen, unangenehm bemerkbar.

Ursachen für Schädigungen des Schleimhautsystems

  • Hohe Schadstoffkonzentrationen, verursacht durch chemische Ausdünstungen von Baustoffen, Möbeln, Bettzeug, Teppichen, Teppichkleber, Reinigungsmittel, Zigarettenrauch,
  • in der Atemluft schwebende Krankheitskeime (Bakterien, Schimmelpilze, Milben),
  • Staub und Tierhaare.

All diese Auslöser können das Gewebe im Bereich der Schleimhäute schädigen und zu einer Schwächung des Immunsystems führen.

Allergische Reaktionen

Allergische Reaktionen im Bereich von Nase und Bronchien wie Heuschnupfen oder Bronchialasthma sind oft Ursache einer Überempfindlichkeit gegen Pollen, bestimmte Nahrungsmittel oder Lebensmittel-Zusatzstoffe, Haustiere und Schnittblumen. Eine erbliche Veranlagung kann die Bereitschaft zu allergischen Erkrankungen erhöhen. Starke seelische Belastungen, Angst und Erregungszustände gelten als Mitverursacher allergischer Reaktionen. Treffen verschiedene Faktoren zusammen, kommt es auf Dauer zu einem Summations-Effekt oder gar Potenzierungs-Effekt, der physische oder psychische Reaktionen hervorrufen kann.