2020 Nicht Giessen Mai kKalender 2020 „Bitte nicht gießen“ - witzig und ästhetisch überzeugend (Rezension)

Du hast es zu Hause gerne grün, bist aber beruflich viel unterwegs? Du hast einfach keinen grünen Daumen, dafür aber sehr lange Fingernägel? Oder kleine Kinder, Katzen oder Hunde? Du hast ständig ein furchtbar schlechtes Gewissen gegenüber den wunderhübschen Zimmerpflanzen, die du dir damals beim Einzug gekauft hast? Die aber so langsam ihren Geist aushauchen, grau statt grün aussehen, jämmerlich kümmern, von Läusen und anderem nicht identifizierbarem Kleingetier geplagt werden?

War es schon immer dein Traum, wunderschöne Pflanzen in deiner Wohnung zu haben, die immer so gesund, kräftig und satt grün bleiben wie am ersten Tag? Die wachsen und gedeihen und dir geduldig jede Pflege-Sünde verzeihen? Die ohne Murren jeden Standort akzeptieren und nie von Ungeziefer heimgesucht werden? Die auch niemals welken, keine braune Blätter bekommen und selbst ohne Wasser, Licht und Dünger niemals schlapp machen? Und ich spreche nicht von diesen lieblosen und gnadenlos kitschigen Staubfängern aus Stoff oder Plastik. Nein!

Umblättern statt umtopfen

Ich spreche von richtigen Grünpflanzen, von kräftigen Zimmerpflanzen, die vor Gesundheit nur so strotzen. Perfekt gewachsenen Schönheiten, die über Monate, ja Jahre hinweg makellos bleiben. Ohne Wasser. Ohne Dünger. Ja, sogar ohne Erde. So wie die Pflanzen auf den Blättern des Kalenders „Bitte nicht gießen 2020“ - lebensecht, in realistischer Größe und beinahe dreidimensional. Hervorragende Fotografien, die aus gutem Grund von der Jury des Deutschen Buchhandels den Kalenderpreis 2019 für den „hervorragend produzierte Kalender“ in der Kategorie Bestes Fotokonzept erhalten haben:

Bitte nicht gießen 2020, Becker Joest Volk Verlag

Und wenn du jemanden kennst, der Zimmerpflanzen liebt, aber keinen grünen Daumen hat, dann schenk ihm den Kalender „Bitte nicht gießen 2020“ einfach zu Weihnachten! Das ist doch endlich mal ein wirklich nützliches Geschenk, das bestimmt gut ankommt!

HagebuttenpulverHagebuttenpulver selber machen

Die Früchte der Hagebutten werden ab September bis in den Oktober hinein gesammelt. Je länger sie reifen, desto intensiver wird ihr Aroma. Für die Herstellung von Hagebuttentee oder Hagebuttenpulver benötigt man Früchte mit eher festen Schalen. Du solltest sie also vor dem Frost sammeln, denn der macht sie zwar süßer, aber auch weicher. Hagebutten sind nicht lange lagerfähig. Deswegen muss die Weiterverarbeitung gleich nach der Ernte erfolgen.

Alle Bestandteile der Hagebutte werden dann entweder bei Zimmertemperatur oder im Backofen bei niedriger Temperatur getrocknet, damit die gesunden Inhaltsstoffe erhalten bleiben. Zur Herstellung des Hagebuttenpulvers werden die getrockneten Früchte anschließend sehr fein gemahlen, zum Beispiel in einer Hand-Kaffeemühle.

Hagebuttenpulver – das Rezept

  • Alle Bestandteile der Frucht mit dem Wiegemesser oder einem Zauberstab grob hacken.

  • Bei einer Temperatur von maximal 40° C an einem warmen Ort oder im Backofen trocknen.

  • Getrocknete Hagebutten durch Schütteln in einem grobmaschigen Sieb von den Härchen befreien und dann zu Pulver mahlen.

  • Das Hagebutten-Pulver in Gläser abfüllen, kühl, dunkel und trocken lagern und innerhalb von 12 Monaten verbrauchen.

Hagebuttentee selbst zubereiten

Man nimmt 2,5 bis 5 g getrocknete Hagebutten, gießt sie mit heißem Wasser auf und lässt den Tee 8 – 10 Minuten ziehen.

Wirkung:

  • Schutz vor Infekten im Winter,

  • Förderung der Harnausscheidung,

  • Magen-Darm-Beschwerden, Steinleiden, Gicht und rheumatische Beschwerden.

Hagebutte – Risiken und Nebenwirkungen

Es sind keine Nebenwirkungen bekannt. Wenn man mit den Härchen in Kontakt kommt kann das bei empfindlichen Menschen zu einer leichten Allergie führen. Durch Schütteln in einem Sieb lösen sich die Härchen von den getrockneten Früchten.

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Hagebuttenmarmelade selbst gemacht

Hagebuttenmarmelade schmeckt köstlich als Brotaufstich oder fruchtiges Süßungsmittel für Tee, Kuchen und Süßspeisen. Es ist außerdem die beste Methode, das reichlich in den Hagebutten enthaltene Vitamin C auf wohlschmeckende Weise in Gläser abzufüllen. Du musst übrigens keine Angst haben, dass das Vitamin C beim Einkochen „kaputt“ geht. Es zersetzt sich erst bei ab etwa 190 Grad. Kochendes Wasser hat aber nur eine Temperatur von ca. 100 Grad. Lass das Mus also immer nur leicht köcheln und nicht zu heiß werden. Dann nimmt der Vitamin C-Gehalt in Deiner Hagebutten-Marmelade beim Kochen nur um ca. 30 Prozent ab.

Wenn Du Hagebutten sammelst, solltest Du immer Handschuhe und robuste Kleidung anziehen, denn die Wildrose schützt sich und ihre Früchte mit hartnäckigen Dornen.

Hier ein einfaches Rezept für Hagebuttenmarmelade, das immer gelingt:

HagebuttenmarmeladeHagebuttenmarmelade – die Zutaten

  • 1000 g Hagebutten

  • 1000 ml Wasser

  • 250 g Zucker, nach Belieben auch Rohrzucker o ä.

  • 1 Prise gemahlener Zimt

  • Saft einer ausgepressten Zitrone oder Limette

Je nachdem, ob Du Hagebutten-Sirup oder eine etwas festere Masse bevorzugst, fügst Du entsprechend mehr oder weniger Wasser zu. Du benötigst also kein Geliermittel.

Hagebuttenmarmelade – die Zubereitung

  • Entferne die Stiele und die Blüten und wasche die roten Beeren gründlich ab, damit sich keine Käferchen in Deine Marmelade verirren. Du kannst die Blüten und Stiele mit einem kleinen Obstmesserchen oder auch einfach mit den Fingern entfernen.

  • Gib die Hagebutten mit dem Wasser in einen großen Topf und koche sie bei nicht allzu hoher Temperatur so lange, bis sie weich sind.

  • Nimm das Hagebutten-Mus vom Herd und lass es etwas abkühlen.

  • Streiche das Mus anschließend portionsweise durch die Flotte Lotte, entsorge danach die Kerne, damit die Lotte nicht verstopft.

  • Gib das pürierte Mus in den gesäuberten Topf und verrühre es gründlich mit Zucker, Zimt und Zitronen-Saft.

  • Koche das Mus noch einmal kurz auf, nimm es vom Herd und fülle es in gut gereinigte Einmach-Gläser.

  • Schließe die Gläser gut und stelle sie für 1 Minute kopfüber auf ein Küchentuch.

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Hagebutte WildroseHagebutte – Gesundwunder am Wegesrand

Die Gemeine Heckenrose (Rosa canina L.) wird in manchen Regionen auch „Hundsrose“ oder „Zaunrose“ genannt und ist die bekannteste Wildrosenart. Sie wächst in Asien, in ganz Europa und auch bei uns, meist als wilde Hecke am Wegesrand. Ihre Sträucher werden meist mehrere Meter hoch, sind sehr robust, anspruchslos und äußerst pflegeleicht.

Die rote Beere der Hagebutte ist nur eine „Scheinfrucht“. Auf den ersten Blick sieht man nur leuchtend roten Hülle, doch die eigentliche Frucht sind die Kerne (Nüsschen) im inneren der Hagebutte. In Mitteleuropa bilden sich die Früchte der Hagebutten bis zum Spätsommer aus. Gesammelt wird die ganze Frucht ab September bis in den Oktober hinein, vor allem wegen ihres enorm hohen Vitamin-C-Gehaltes. Je später man erntet, umso süßer und intensiver werden Geschmack und Aroma. Der Frost macht ihnen nichts aus, sie werden dadurch nur etwas weicher.

Hagebutten in Küche, Naturheilkunde und Hexenzauber

Man hat Spuren der Frucht bei Bauern gefunden, die vermutlich etwa 3.000 Jahre vor Chr. lebten. Das belegt, dass die Hagebutte hierzulande schon sehr lange genutzt wird. Hippokrates empfahl die Hagebutte bei Entzündungen. Der alte Volksglaube besagt, dass man die Frucht an Weihnachten und Neujahr essen soll, um Unglück und Hexenzauber abzuwenden. Außerdem ist die Hagebutte oft auf Marienbildern abgebildet, denn sie gilt den Christen als Symbol der Enthaltsamkeit und Reinheit.

Man verwendet die Hagebutte

  • als Hagebutten-Marmelade,

  • als Hagebuttentee,

  • als Hagebuttenöl (Wildrosenöl),

  • gegen Durchfallerkrankungen,

  • zur Förderung der Abwehrkräfte, bei Grippe und Erkältung,

  • als Hagebuttenpulver bei Arthrosen, rheumatischen Beschwerden und chronischen Rückenschmerzen.

Inhaltsstoffe der Hagebutte

In der Hagebutte sind enthalten:

  • Organische Säuren: Ascorbinsäure (Vitamin C), Äpfelsäure, Zitronensäure,

  • Anthocyane, Proanthocyanidine, Flavonoide (Polyphenole),

  • Carotinoide wie Lycopin,

  • Pektin,

  • Gerbstoffe,

  • Vitamine, Mineralstoffe,

  • Kohlenhydrate, Zucker,

  • Fettes Öl (in den Nüsschen).

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AloeVerträgt unser Körper pflanzliche Substanzen besser? Und warum ist das so?

Bei den sekundären pflanzlichen Substanzen handelt es sich, chemisch gesehen, um eine große Vielfalt von Verbindungen mit unterschiedlichen Funktionen. Sie töten unter anderem Pilze und Bakterien ab und unterstützen äußerst wirkungsvoll das körpereigene Abwehrsystem des Menschen. Einige dieser pflanzlichen Substanzen sind auch wegen ihrer krebshemmenden Wirkung von wissenschaftlichem Interesse.

 Wir wissen heute aus Erfahrung, dass der menschliche Organismus pflanzliche Substanzen meist besser verträgt als chemisch hergestellte. Viele der heilkräftigen Bestandteile, die in Blüten, Blättern, Früchten, Wurzeln, Holz und Rinden enthaltenen sind, sind mitunter wegen ihres teilweise sehr geringen Mengenanteils nur schwer nachzuweisen. Sie sind aber dennoch häufig ganz wesentlich an der Heilung einer Krankheit beteiligt. Das kann man zum Beispiel auch daran erkennen, dass ein vermeintlicher Hauptwirkstoff, wenn er isoliert angewendet wird, oft völlig anders wirkt als ein Extrakt der betreffenden Pflanze in seiner Gesamtheit. Es sind also sehr wahrscheinlich die Nebenwirkstoffe, die einen maßgeblichen Einfluss auf den Heilungsprozess ausüben, auch wenn das vielfach noch nicht wissenschaftlich untersucht oder nachgewiesen wurde.

Wirkstoff oder Wirkprinzip?

Schon Aristoteles (384 - 322 v. Chr.) sprach von "einem allem Lebendigen innewohnenden Prinzip, das den Heilpflanzen ihre geheimnisvolle Kraft verleiht". Wir kennen das Prinzip heute noch immer nicht. Wir müssen in Zukunft die kleinsten Einflüsse bei der Wirkung von Pflanzen viel genauer unter die Lupe nehmen und uns dabei auch die Frage stellen: Beruht die Wirkung auf einem einzelnen Stoff oder liegt das Wirkungsprinzip im Zusammenwirken verschiedener Stoffe begründet?

 

ZwiebelKnobLauch kSo wirken bioaktive pflanzliche Substanzen

Bioaktive pflanzliche Substanzen, das sind Stoffe, die von Pflanzen nur mit Hilfe von Sonnenlicht und Wasser hergestellt werden. Sie haben für uns Menschen als Nahrungs- und Heilmittel eine lebenswichtige Bedeutung, denn sie liefern uns die Nährstoffe, die unseren Energiebedarf decken: Eiweiß, Fette, Kohlenhydrate, Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe.

Eine vollwertige Ernährung muss all diese Bestandteile in ausreichender Menge enthalten, denn sie sind für die Gesundheit unseres Körper überlebensnotwendig.

Sekundäre pflanzliche Substanzen

Neben den oben genannten Nährsubstanzen enthalten Pflanzen auch Stoffe, die als "sekundäre pflanzliche Substanzen“ bezeichnet werden. Das sind Stoffe, die die Pflanze widerstandsfähig gegen Umwelteinflüsse machen. Sie schützen sie wirkungsvoll vor Angriffen von Schadinsekten und Mikroorganismen, regeln das Wachstum oder kommen als Farbstoffe in den Pflanzen vor. Ein Beispiel ist das Allicin. Die schwefelhaltige organische Verbindung ist ein charakteristischer Bestandteil des Knoblauchs und der Zwiebel. Beide Pflanzen haben sich seit Jahrtausenden in der Volksheilkunde bewährt.

Bei einer großen Anzahl heilkräftiger Pflanzenstoffe wie beispielsweise der Gerbstoffe (meist gelbe, rote oder blaue Blütenstoffe) handelt es sich um kompliziert aufgebaute Polyphenolverbindungen. Besonders der gelb-orange Farbstoff Carotin hat eine große Palette an Schutzwirkungen. Auch bestimmte Duft- und Aromastoffe treten als Phenolverbindungen auf. Ein ähnliches Wirkungsspektrum wie sekundäre pflanzliche Substanzen besitzen auch die organischen Säuren, z.B. Milch-, Apfel-, Zitronen- und Essigsäure.

Verträgt unser Körper pflanzliche Substanzen bes­ser und warum ist das so? Dieser Frage gehe ich im nächsten Blogbeitrag nach.

LindenblütenteeKräutertees zubereiten und Inhalieren mit Kräutern und Ölen

In der Pflanzenheilkunde gibt es verschiedene Methoden der Zubereitung von Kräutertees:

Aufguss (Infusum)

Beim Aufguss übergießt man die Pflanzenteile (Blüten, Blätter, Kräuter) mit heißem Wasser und lässt sie dann im bedeckten Gefäß ziehen. Dadurch werden ätherische Öle, Gerbstoffe und alle anderen Wirkstoffe aus den Pflanzenteilen gelöst.

Rezeptur für 1 große Tasse Tee (ca. ¼ Liter)

2 TL Droge mit kochendem Wasser (80 - 100 Grad Celsius) übergießen und 5 - 10 Minuten ziehen lassen.

Abkochung (Dekoktum)

Die Abkochung wendet man bei Wurzeln, Hölzern und Rinden an. Dazu wird die Droge meist eine Zeit lang kalt angesetzt und erst vor der Verwendung aufgekocht. Man sollte die Abkochung immer frisch trinken oder dem Badewasser zugeben.

Inhalieren mit Heilkräutern und ätherischen Ölen

Gib die Kräuter mit ¼ Liter heißem Wasser in den Inhalator. Verwende am besten Quellwasser oder destilliertes Wasser, besonders dann, wenn das Leitungswasser stark chlorhaltig ist. Lass die Mischung kurz ziehen und beginne dann mit der Inhalation, indem Du die Dämpfe durch die Nase einatmest. Die pflanzlichen Wirkstoffe beeinflussen unmittelbar die Steuerzentrale im Gehirn. Die Dauer einer Inhalation beträgt jeweils ca. 15 Minuten.

Erkrankungen der Atemwege

1 - 2 TL Kamillenblüten oder Thymiankraut. Zusätzlich 2 - 3 Tropfen ätherisches Öl (Eukalyptus, Pfefferminz, Latschenkiefer) intensivieren die Wirkung.

Kopfschmerzen, Angstzustände, depressive Verstimmung

2 - 3 TL Johanniskraut. Die Wirkung kann durch 2 - 3 Tropfen ätherisches Öl (Thymian, Basilikum oder Baldrian) verstärkt werden.

Ohrenschmerzen

1 TL Kamillenblüten, 2 - 3 Tropfen Lavendelöl. Dämpfe in Seitenlage liegend ins Ohr leiten.

Ohrenschmerzen und Entzündungen der Augen sollten grundsätzlich ärztlich behandelt werden!

AvocadoAvocadoöl selber machen – in Bio-Qualität!

Avocado (Persea gratissima oder Persea americana) galt bei den alten Azteken und Inkas als Aphrodisiakum. In Europa ist die Tropenfrucht seit dem 17. Jh. bekannt. Man kann auf sehr einfache Weise durch Kaltpressung Öl aus der Avocado gewinnen, das ebenso wie die Frucht selbst sehr viele gesunde Fette enthält. Das Avocado-Öl verwendet man in der Naturmedizin bis heute unter anderem als Mittel zum Senken des Blutdrucks und zur Herzstärkung. Es wirkt zudem pflegend und heilend auf Haut und Haar.

Avocadoöl - Inhaltsstoffe und Wirkung

Enthaltene Fettsäuren

Prozent

einfach ungesättigte (MUFA)

71

mehrfach ungesättigte (PUFA)

13

gesättigte (SFA)

16

Avocadoöl und Ernährung

Avocadoöl hat einen feinen, aromatischen Geschmack. Es eignet sich gut zum Kochen und ist auch ein hervorragendes Trägeröl für andere Aromen. Avocadoöl hat, egal ob raffiniert oder nicht, einen ungewöhnlich hohen Rauchpunkt (> 249°). Es ist daher beim Braten ein guter Butterersatz.

Die Wirkung von Avocadoöl ist ganz ähnlich wie die von Olivenöl auf, ganz unabhängig von der Methode der Extraktion. Avocados unterstützen die Gesundheit von Herz und Kreislauf. Das belegen gleich mehrere wissenschaftliche Studien. Auch die positive Wirkung von Avocadoöl beim Abnehmen und gesunden Altern ist heute hinreichend belegt. Die Zusammensetzung der im Avocadoöl enthaltenen Fettsäuren ist sehr günstig und hilft bei der Optimierung des Blutfettprofils. Viele gesunde Inhaltsstoffe verbessern die Bioverfügbarkeit von fettlöslichen Vitaminen (A, D, E, K) und sekundären Pflanzenstoffe wie Carotinoiden aus der Avocado selbst und aus Obst oder Gemüse, das zusammen mit Avocados oder Avocadoöl gegessen wird – zum Beispiel im Salat.

Avocadoöl und Hautpflege

Avocadoöl dringt gut in die Haut ein, fettet sie schön durch, regeneriert, spendet Feuchtigkeit und hat einen natürlichen Lichtschutzfaktor. Bei der Heilwirkung von Avocadoöl auf Haut und Haare gibt es zwar auch schon erste positive Ergebnisse, aber die Materiallage insgesamt ist noch etwas dünn.

Bio-Avocadoöl selbst gemacht – das Rezept

Zutaten: 10 Avocados in Bio-Qualität. Sie sollten sehr reif sein!

Außerdem benötigst Du:

 Avocadooel

  • Kochtopf

  • Kochlöffel

  • Baumwolltuch, das in eine Schüssel gelegt wird

  • Trichter

  • gut gereinigte Flaschen

Die Herstellung von Avocadoöl

  1. Schäle und entkerne die Avocados und schneide die Frucht in Würfel.

  2. Püriere das Fruchtfleisch, bis die Masse (Pulpe) cremig wird.

  3. Erhitze die Pulpe in einem Topf, bis sie köchelt. Rühre sie ständig mit einem Kochlöffel.

  4. Nimm den Topf von der Kochstelle, wenn sich das Öl an der Oberfläche absetzt und die Masse dunkel wird.

  5. Gib die Avocado-Masse auf das Tuch.

  6. Drücke die Pulpe aus, wenn sie abgekühlt ist.

  7. Fülle das Avocadoöl mit dem Trichter in Flaschen ab.

Lagere das Avocadoöl dunkel bei Raumtemperatur. Es ist bis zu 12 Monate haltbar.

Malve
Wilde Malve (Malva sylvestris)

Die wilde Malve gehört wie die blaue und die mauretanische zu den Malvengewächsen. Sie stammt vermutlich aus dem südlichen Europa und dem mittleren Asien. Heute ist sie über den ganzen Erdball verbreitet. Die wilde Malve wird bis zu einem Meter hoch und ist denkbar anspruchslos. Sie gedeiht an Wegen, auf Weiden und Schutthalden. Zur Vermehrung kann man sie im zeitigen Frühjahr geschützt in Töpfen ziehen oder ab April direkt ins Freiland säen. Man sammelt die Blüten (mit Kelch, ohne Stiel) im Juni und die Blätter von Juni bis September. Die getrockneten Blüten nehmen eine violette Farbe an und sind gut für Potpourris geeinet.

Inhaltsstoffe, Wirkung und Anwendung

Die Blüten der wilden Malve enthalten Schleim und Anthocyan sowie etwa 10 Prozent Gerbstoffe. Sie wirken entzündungshemmend, reizlindernd und leicht adstringierend. Der enthaltene Schleim ist ein gutes Mittel gegen Atemwegserkrankungen und Husten. Die Kombination aus Schleim- und Gerbstoffen wirkt auch gegen Entzündungen im Magen-Darmbereich.

Meistens wird die wilde Malve als Tee zubereitet und ist oft auch Bestandteil von Mischungen.

Nachtkerze
Nachtkerze (Oenothera biennis)

Die aus Nordamerika stammende Nachtkerze kam im 17. Jh. nach Europa und wächst wie die anderen Nachtkerzengewächse oft auf Schutthalden und Bahndämmen. Die zweijährige Pflanze ist äußerst anspruchslose. Sie bildet im 1. Jahr Blattrosetten und erst im 2. Jahr Schaft und Blüten aus. Die Nachtkerze vermehrt sich selbst, man kann sie aber auch durch Samen kultivieren. Sammelgut sind die Samen, die zur Herstellung von Nachtkerzenöl und anderen Präparaten verwendet werden. Man sammelt sie im Oktober, wenn sie richtig ausgereift sind.

Inhaltsstoffe, Wirkung und Anwendung

Nachtkerzenöl hilft bei trockener, rissiger und spröder Haut. Dazu werden Samenöl oder Kapseln verwendet. Das aus den Samen gewonnene Öl ist Träger der Gamma-Linolensäure, die zur Bildung des Gewebehormons Prostaglandin sehr wichtig ist. Prostaglandine erweitern die Blutgefäße und helfen so auch, Thrombosen zu verhindern. Sie hemmen Entzündungen und bremsen die Cholesterinsynthese. Eine Kur mit Nachtkerzenkapseln führt in aller Regel zum raschen Abklingen von Juckreiz und Entzündungen bei Neurodermitis.

MajoranMajoran (Origanum majorana)

Majoran ist ein kleinwüchsiger Halbstrauch. Seine Heimat liegt in den Ländern am Mittelmeer. Wie der Oregano entfaltet er seine volle Würzkraft erst nach dem Trocknen. Der Majoran gehört zu den Lippenblütlern und gedeiht am Besten auf trockenem, nährstoffreichen und lockeren Boden an einem sonnigen Platz. Die Vermehrung kann durch Setzlinge bzw Stecklinge oder durch Aussaat erfolgen. Dazu stellt man die Schalen oder Töpfe mit dem Saatgut auf die Fensterbank oder in das Treibhaus. Ins Freiland dürfen die zarten Pflanzen erst nach den Eisheiligen. Die Erde sollte immer ein wenig abtrocknen vor dem nächsten gießen.

Sammelgut und Sammelzeit: Blühendes Kraut und junge Triebe von Juni bis September.

Inhaltsstoffe, Wirkung und Anwendung

Das Majoran-Kraut kann als Tee, zur Inhalation oder in Form von Stärkungsbädern angewndet werden. Es entfaltet seine Wirkung aufgrund der darin enthaltenen ätherischen Öle, Gerb- und Bitterstoffe. Majoran wirkt

  • antiseptisch,

  • krampflösend,

  • blähungsbekämpfend,

  • beruhigend,

  • appetitanregend und

  • verdauungsfördernd.

Man verwendet ihn in der klassischen Naturheilkunde bei Verdauungsbeschwerden, Magenkrämpfen und Durchfall. Thymian, Majoran und Oregano haben ähnliche Wirkung auf Magen und Darm. Majoran wird außerdem bei Verkrampfungen der Atemwege eingesetzt.

MelisseMelisse (Melissa officinalis)

Auch die Melisse gehört zu den Lippenblütlern und wurde schon in der Antike zu Heilzwecken verwendet. Die älteren Generationen kennen noch den gesunden „Melissengeist“. Er wurde bereits im 16. Jahrhundert von den Karmelitern in Paris hergestellt. Melisse ist mehrjährig und sehr genügsam. Sie wächst an einem sonnigen Platz auf humosem, durchlässigen Boden. Die Vermehrung erfolgt durch Samen, Jungpflanzen oder Wurzelausläufer.

Sammelgut und Sammelzeit: Die Blätter können von Juni bis September laufend frisch gepflückt werden.

Inhaltsstoffe, Wirkung und Anwendung

Melisse enthält ein wenig ätherisches Öl (0,01 bis 0,3 Prozent), Bitterstoffe, Gerbstoffe und Schleim. Sie wirkt

  • antiseptisch,

  • beruhigend,

  • schlaffördernd,

  • krampflösend und

  • nervenstärkend.

Sie beruhigt Herz und Kreislauf, ist bei nervös bedingten Einschlafstörungen hilfreich, wirkt gegen Erschöpfung, Überforderung und leichte Erregbarkeit des Gemüts.

Man kann Melisse als Tee mit Honig trinken. Legt man frische, zerquetschte Blätter auf die betroffene Stelle, klingen Lippenbläschen (Herpes) schneller ab.

Kraeuter trocknenKräuter trocknen für Tees, Gewürze und andere Zubereitungen

Fast alle Kräuter lassen sich sehr gut trocknen. Zu den wenigen Ausnahmen gehören Borretsch, Koriander, Kresse und Schnittlauch. Sie verlieren beim Trocknen ihren intensiven Geschmack und werden strohig.

Gesammelt werden je nach Pflanzenart Blätter, Blüten, Früchte oder Wurzeln. Getrocknet wird an einem schattigen, luftigen und warmen, aber nicht all zu heißem Ort. Gut geeignet ist zum Beispiel ein Dachboden oder ein gut durchlüftetes Gartenhäuschen.

Blätter, Blüten, Früchte trocknen

Es gibt verschiedene Methoden der Trocknung. Man kann die Kräuter gebündelt kopfüber aufhängen oder locker auf einen Rost legen, der mit Papier ausgelegt wurde. Von der Anschaffung eines speziellen Gerätes zum Trocknen raten wir ab, da der Trockenvorgang meist nicht schonend genug erfolgt und sich die sich die in den Kräutern enthaltenen ätherischen Ölen allzu rasch verflüchtigen. Außerdem wird dabei nur unnötig Strom verbraucht.

Das Trockengut wird so aufgehängt oder gelagert, dass die einzelnen Teile einander nicht überlagern. Es wird während des Trockenvorgangs immer wieder bewegt und gewendet. Wenn die Kräuter rundherum trocken sind und beim anfassen knistern, werden sie noch einmal auf Schimmel etc. geprüft und können dann noch ein wenig zerbröselt und eingelagert werden. Ideal sind dunkle Gläser, Keramikgefäße oder Blechdosen, die auf jeden Fall dicht schließen sollten.

Wurzeln trocknen

Wurzeln sind meistens zu groß, um sie hängend zu trocknen. Deswegen schneidet man sie zunächst in Scheiben, die man dann mit einer Nähnadel auf einen etwas festeren Faden fädelt. Will man vermeiden, dass die Stücke verrutschen und sich berühren, kann man nach jedem Wurzelstück einen kleinen Knoten machen. Dann hängt man sie ebenfalls an einem schattigen, luftigen und warmen Ort auf.

FetthenneFette Henne - bewährtes Hausmittel für die Wundheilung

Die Fette Henne wächst in Gärten, an Felsen, Mauern, Feldrainen und sogar in Wäldern. Sie gehört zu den Dickblattgewächsen (Crassulaceae) und hat den Namen wohl wegen ihrer dickfleischigen Blätter erhalten. Die Pflanze kann bis zu 80 cm hoch werden und steht oft zusammen mit Lavendel und Thymian im Steingärten, wo sie mit dem intensiven Geruch ihrer Blüten die Bienen anlockt. Die bekannteste der etwa 420 Arten ist die Große Fetthenne, auch Purpur-Fetthenne oder lateinisch „Sedum telephium“ genannt. Zum Vermehren der Fetthenne verwendet man meist Stecklinge. Man kann auch ältere Pflanzen teilen oder Samen aussäen, die man im Oktober oder November aus den verblühten Blütenständen absammelt.

Je nach Landstrich heißt die Fetthenne auch Mauerpfeffer, Donnerkraut oder Wolfskraut. Die Bezeichnung Wundkraut weist auf ihre Heilwirkung hin: Als Heilpflanze soll sie alles heilen, was wund ist, äußerlich wie innerlich. Wunden zum Beispiel, aber auch Knochenbrüche, Blutungen und Magengeschwüre, Lungenkrankheiten, Leber-, Darm- und Gebärmutterleiden.

Fetthenne und Aberglaube

Die Fetthenne hatte früher einen festen Platz im Garten. So fest sogar, dass man befürchtete, es werde jemand sterben, wenn die Pflanze einging. Das passiert jedoch praktisch nie, weil sie in den dickfleischigen Blättern sehr viel Wasser speichern kann. Sie ist ohnehin extrem anpassungsfähig und kaum kaputt zu kriegen. Das trug der Fetten Henne auch den Ruf ein, dass nicht einmal der Blitz ihr etwas anhaben kann. Deswegen ließ man sie zum Schutz vor Gewittern auf den Dächern wachsen.

Fette Henne - Wirkung, Anwendung und Inhaltsstoffe

Die Wirkung beruht vor allem auf folgenden Inhaltsstoffen

  • Glykosiden,
  • Gerbstoffen,
  • Schleimstoffen,
  • Flavonoiden,
  • Mineralsalzen,
  • Alkaloiden,
  • Tanninen.

Die Heilwirkung der Fetthenne – Tradition und Wissenschaft

Die Fetthenne wurde traditionell zur Wundheilung bei

  • Hämorrhoiden, Hautflechten oder Verbrennungen,
  • zur Blutstillung,
  • bei Hühneraugen,
  • Quetschungen, Schwellungen,
  • Schwielen und Warzen sowie
  • Erkrankungen der Atemwege verwendet.

In der Pflanzenheilkunde gilt sie auch als Heilmittel gegen die Leiden der

  • inneren Organe,
  • Rheuma, Gicht und sogar
  • Leiden wie den grünen und schwarzen Star,
  • Krebswunden oder Geschwüre.

Sie soll außerdem blutreinigend wirken. Verschiedene Studien belegen die Wirkung der Fetthenne bei der Wundheilung, u. a. eine äthiopische Studie aus dem Jahr 2013. Wissenschaftliche Untersuchungen bestätigen auch, dass Pflanzen aus der großen Familie der Crassulaceae bei der Wundheilung helfen, Leber und Niere schützen, Schmerzen und Krämpfe lindern, entzündungshemmend, antidiabetisch, antioxidativ, antimikrobiell und fiebersenkend sowie gegen Wurminfektionen und unerwünschte Reaktionen des Immunsystems wirken.

Ingwer kIngwer richtig lagern

Ingwer ist ein wunderbares und vielseitiges Gewürz und schmeckt vor allem frisch sehr lecker. Meistens kauft man mehr davon, als man braucht. Aber es gibt glücklicherweise einige sehr einfache Methoden, Ingwer so aufzubewahren, dass er eine Weile frisch bleibt. Welche du wählst, das hängt vor allem davon ab, wie lange du ihn lagern möchtest. Ganz gleich, wie Du vorgehst, achte immer darauf, dass der Ingwer nicht schimmelt und keine fauligen Stellen hat.

Ingwer 3 kIngwer im Kühlschrank aufbewahren

Der Ingwer wird in den nächsten zwei, drei Wochen verbraucht? Dann lagere ihn im Kühlschrank. Dazu wickelst Du den Ingwer vollständig in Butterbrot-Papier ein oder legst ihn in eine Butterbrot-Tüte. Verwende keine Alufolie! Das wird zwar oft empfohlen, ist aber ökologisch nicht sinnvoll und der Ingwer kann zudem nicht atmen. Stich mit Nadel oder Zahnstocher ein paar Löcher in einen Gefrierbeutel, damit der Ingwer Luft bekommt und nicht zu feucht wird. Leg die Knolle im Papier hinein und gib das ganze dann ins Gemüsefach. Wenn Du Ingwer benötigst, kannst Du ein Stück abschneiden und den Rest wieder einlagern.

IngwerIngwer im Tiefkühlfach konservieren

Du möchtest den Ingwer länger aufbewahren? Dann gefriere ihn im Tiefkühlfach ein. Er hält so etwa drei bis sechs Monate, verliert bestenfalls etwas Aroma und schmeckt nach dem Auftauen fast wie frisch. Dazu solltest Du den Ingwer schälen, klein schneiden und auf einen Teller geben. Lass ihn im Tiefkühlfach gefrieren und gib den gefrorenen Ingwer dann in eine Gefrierdose. Die bewahrst Du im Gefrierschrank auf und entnimmst bei Bedarf jeweils soviel, wie du brauchst.

Ingwer in Erde lagern (und vermehren)

Wenn Du den Ingwer sehr lange aufbewahren möchtest, lege die Knolle einfach in Erde. Das hat den Vorteil, dass keinerlei Verpackungsmüll anfällt. Und Du kannst den Ingwer auf diese Weise sogar vermehren:

Ingwer 2 kGib Erde in einen Blumentopf, leg den Ingwer hinein, bedecke ihn leicht mit Erde. Den Topf stellst Du auf eine Fensterbank oder nach draußen. Aber Vorsicht: Ingwer verträgt keinen Frost! Wenn der Ingwer einen sonnigen Platz hat und gut feucht gehalten wird (Ingwer hasst Staunässe), sprießen bald grüne Triebe. Jedes mal, wenn Du Ingwer brauchst, nimmst Du die Knolle aus der Erde, schneidest ein kleines Stück ab und legst die Ingwer-Pflanze wieder in den Topf. Nach etwa 250 Tagen bildet der Ingwer neue Wurzelknollen aus.