BaldrianEchter Baldrian (Valeriana officinalis)

Der echte Baldrian kommt vor allem in Mitteleuropa und Asien vor. Er bevorzugt feuchte Wiesen, Laubwälder und Gräben. Er hat nur geringe Ansprüche und liebt feuchte, humose, nährstoffreiche Böden. Eine Vermehrung erfolgt durch Samen oder durch Teilung des Wurzelstockes. Als Sammelgut dienen die Wurzeln. Die beste Sammelzeit ist von September bis Oktober.

Inhaltsstoffe: Als Hauptwirkstoffe sind bis zu 5 Prozent Velepotriate, ätherische Öle, Alkaloide, Schleim- und Gerbstoffe enthalten.

Wirkung und Anwendung: Beruhigend, entspannend, schlaffördernd, krampflösend, erregungsdämpfend. Bei Schlafstörungen, nervösen Erregungszuständen, Herzbeschwerden, Angst, Nervosität.

Anwendungsformen:

  • Baldriantinktur,
  • Tee (1 - 2 TL getrocknetes Kraut in 1 Tasse heissem Wasser ziehen lassen),
  • Kaltauszug (10 - 15 Stunden ansetzen);
  • Tabletten und Dragees (aus Reformhaus oder Apotheke).

Warnhinweise: Regelmäßige Verwendung von größeren Mengen kann Kopfschmerzen verursachen!

BeinwellGemeiner Beinwell (Symphytum officinale)

Der Gemeine Beinwell gehört zu den Borretschgewächsen und ist über ganz Europa verbreitet. Schon im Mittelalter wurde er als Heilmittel bei schlecht heilenden Wunden geschätzt. Er bevorzugt feuchte Standorte und wächst vor allem auf nassen Wiesen, in Gräben, an Bächen und Teichufern. Eine Vermehrung erfolgt durch das Teilen der Wurzelstöcke. Das Sammelgut sind die Wurzeln. Als ideale Sammelzeit gelten die Monate September bis Oktober.

Inhaltsstoffe: Allantoin, Schleim, Gerbstoffe, biogene Amine (Asparagin, Cholin).

Wirkung und Anwendung: Entzündungshemmend, adstringierend, narbenbildend, wundheilend. Bei Wunden, Geschwüren, Prellungen, Quetschungen, Nagelbettentzündung, Krampfadern, gegen Venenentzündung, offenes Bein, Sehnenscheidenentzündung.

Anwendungsformen:

  • Fertige Salben (Anwendung nach Gebrauchsanleitung),
  • Tinkturen,
  • Breiumschlag: Abkochung mit 1 EL Wurzel auf ¼ Liter Wasser, vor der Anwendung 15 - 20 Minuten ziehen lassen,
  • Badezusatz: 5 EL Beinwellwurzeln in 1 Liter Wasser aufkochen, 10 Min. ziehen lassen.

Warnhinweise: Nur äußerlich anwenden!

AlantEchter Alant (Inula helenium)

Der echte Alant ist ein Kreuzblütler und in Zentralasien beheimatet. Schon in der Antike schätzten ihn Griechen und Römern als Heilpflanze. Er hat nur geringe Ansprüche und findet in tiefgründigen Lehmböden und feuchten Wiesen ideale Lebensbedingungen.

Die Vermehrung erfolgt durch eine Teilung der Wurzelstöcke. Als Sammelgut wird der Wurzelstock aus dem Boden geholt, gründlich gewaschen, grob zerkleinert und getrocknet aufbewahrt. Die optimale Sammelzeit ist zwischen September und Oktober.

Inhaltsstoffe: Ätherisches Öl, Inulin, Pektin, Harze.

Wirkung und Anwendung: Alant wird vor allem als Tee verwendet (nicht in hohen Dosierungen anwenden!) und wirkt Hustenbekämpfend, krampflösend, gallentreibend, stoffwechselfördernd, schleimlösend. Auch: Bei Bronchitis, Asthma, Darmbeschwerden (Magen-Darmkatarrh).

Räucherwerk: Wenn man die getrocknete Wurzeln anzündet, entwickelt sich ein weihrauchartiger Duft, der das Denkvermögen verbessert.

AloeAloe vera

Die Aloe gehört zur Gattung der Liliengewächse mit etwa 250 Arten und wächst vorwiegend in den Trockengebieten Afrikas. Die Babylonier und die Inder verwendeten sie schon im 3. und 2. Jh. v. Chr. von als Heil- und Räuchermittel. Seit dem Mittelalter wird die Aloe in Heilkräutergärten kultiviert.

Auch die Aloe ist sehr anspruchslos und benötigt eigentlich nur einen sonnigen Platz. Bei uns wird sie vorwiegend als Topfpflanze gezogen. Dank der fleischigen, wasserspeichernden Blätter kann die Aloe lange Trockenperioden überstehen. Das Winterquartier sollte hell und frostfrei sein. Eine Vermehrung erfolgt durch Schößlinge.

Sammelgut ist der in den Blättern enthaltene bittere, schleimige Saft aus frisch geschnittenen Blattscheiben.

Inhaltsstoffe: Aloeharz, Bitterstoff Aloin, Polysacharide, Sterine und Enzyme.

Wirkung und Anwendung: Narbenbildend, wundheilend, kühlend und feuchtigkeitsspendend. Die Aloe wird zur Behandlung von Wunden und Geschwüren bereits von Hildegard von Bingen und Pfarrer S. Kneipp empfohlen. Frisch geschnittene, etwa 1 cm dicke Blattscheiben helfen bei Verbrennungen und Sonnenbrand. Der Blattsaft wird zur Herstellung von Hautpflegeprodukten verwendet. Kapseln und Pulver dienen als Abführmittel. 

KraeuteroelDie hautpflegenden und heilungsfördernden Eigenschaften von fetten Ölen wie Mandelöl oder Erdnussöl werden durch die Kombination mit pflanzlichen Wirkstoffen intensiviert. Olivenöl eignet sich wegen seiner hervorragenden medizinischen Eigenschaften sehr gut zur Herstellung von Kräuterölen. Auch das etwas preiswertere Sonnenblumenöl ist als Trägersubstanz gut geeignet.

Johanniskrautöl
Herstellung: Schraubglas gut zur Hälfte mit blühenden Sproßspitzen auffüllen und dann mit Olivenöl bedecken. Vier bis sechs Wochen bei Zimmertemperatur am Fenster stehen lassen.

Wirkung und Anwendung:

Einreiben bei Brandwunden, kleineren Verletzungen, Hautgeschwüren, Venenentzündungen.
Innerlich bei Depressionen, Angstzuständen, Gallenbeschwerden, Magenreizungen. Nervenberuhigend.

Kamillenblütenöl
Herstellung: Gib 5 - 10g Kamillenblüten mit ½ Liter Olivenöl in ein Schraubglas oder eine bauchige Flasche. Verschließe das Gefäß gut und lass es vier Wochen am Fenster bei Raumtemperatur stehen.

Anwendung und Wirkung: Hautpflege, Entzündungserscheinun­gen, Geschwülste, Abszesse. Entzündungshemmend.

Königskerzenöl
Herstellung: Glas zur Hälfte mit Blüten füllen, dann mit Olivenöl aufgießen, bis die Blüten bedeckt sind und verschließen. Vier bis sechs Wochen am Fenster stehen lassen.

Anwendung und Wirkung: Als Wundöl, bei Furunkel, bei Hämorrhoiden, gegen neuralgische Schmerzen. Entzündungshemmend.

Lavendelöl
Herstellung: 50 g Lavendelblüten in eine Flasche füllen und mit Pflanzenöl gut abdecken. Vier bis sechs Wochen am Fenster stehen lassen.

Anwendung und Wirkung: Kopfschmerzen, Verkrampfungen, neuralgische Muskelschmerzen. Nervenberuhigend.

Ringelblumenöl
Herstellung: Glas zur Hälfte mit aus dem Blütenboden gezupften Blütenblättern füllen. Mit Olivenöl vollständig abdecken und verschließen. Vier Wochen an einem sonnigem Platz am Fenster stehen lassen.

Anwendung und Wirkung: Äußerlich bei Wunden, Krampfadern, Geschwüren, Warzen, Quetschungen, Hämorrhoiden. Eentzündungs­hemmend. Die Wirkung ist vergleichbar mit der von Ringelblumensalbe.

Rosmarinöl
Herstellung: 50 g Rosmarin, getrocknet mit ¼ Liter Pflanzenöl ansetzen. Vier Wochen ans Fenster stellen, damit die heilkräftigen aktiven Substanzen gut gelöst werden. Ausnahmsweise kann man auch frische Zweige verwenden.

Anwendung und Wirkung: Erschöpfungszustände, Herzschwäche, Kreislaufstörungen, Krampfadern, Rheuma, Migräne. Förderung der Durchblutung in den Beinen. Anregend.

Diese Öle sind hervorragende Hautpflegeöle:
Ringelblume, Johanniskraut, Rosmarin, Nachtkerze, Borretsch und Klettenwur­zel.

Als Massageöle eignen sich besonders gut:
Arnika, Kamille, Lavendel, Rosmarin, die verschiedenen Arten der Minze und Zitronenmelisse.

Alles grünt und blüht. Du musst es nur noch sammeln, pflücken und ernten, um daraus die herrlichsten Essenzen oder Öle herzustellen:

rosenblaetterDuftrosen-Essenz
Herstellung: Sammle die Blütenblätter von erblühenden Rosen und fülle damit ein kleines Glas mit Schraubverschluss bis zur Hälfte. Bedecke sie mit klarem Alkohol (50 - 70 Prozent) und lasse sie am Fenster eine Woche bei Raumtemperatur stehen. Dann filtere den Sud. Die Konzentration wird umso stärker, je öfter man sie wiederholt.

Anwendung: Zur Raumluftverbesserung (mit Wasser verdünnt versprühen oder mit Aroma-Lampe verdampfen); als Zusatz zum Badewasser.

Wirkung: Die aphrodisische Wirkung der Rosenessenz kann durch Zugabe einiger Tropfen Sandelholzöl verstärkt werden. Auf diese Weise wird nach fernöstlicher Tradition das weibliche Element Rose (YIN) mit dem männlichen Sandelholz (YANG) verbunden.

Lavendel-Essenz
Befülle ein Schraubglas bis zur Hälfte mit Lavendelblüten und decke sie dann mit Alkohol (50 - 70 Prozent) gut ab. Drei bis vier Wochen auf der Fensterbank bei Zimmertemperatur stehen lassen, abseihen und Rest in feinem Baumwoll- oder Leinentuch gut ausdrücken.

Wirkung und Anwendung:

  • Mit destilliertem Wasser im Verhältnis 1:1 verdünnt für Einreibungen bei Kopfschmerzen, Migräne, Schwindel, nervösen Halsschmerzen, Verkramp­fungen und Gliederschmerzen.
  • Unverdünnt gegen Insektenstiche.
  • 1:2 mit destilliertem Wasser verdünnt als erfrischendes Duftwasser.

Kräuteröle

Viele Kräuter wie Basilikum, Bohnenkraut, Dill, Estragon, Kerbel, Majoran, Oregano, Salbei, Thymian und Rosmarin sind hervorragend geeignet, um daraus schmackhafte und gesundheitsfördernde Würzöle herzustellen. Als Basisöle verwendet man hochwertige Speisöle wie Oliven-, Sonnenblumen- und Distelöl. Bei der Herstellung von Kräuterölen gibt es einige grundlegende Dinge zu beachten:

  • Verwende nur getrocknete Kräuter. Frische Kräuter enthalten noch viel Wasser. Das Öl kann dadurch ranzig werden.
  • Kräuter mindestens drei bis vier Wochen im Öl ziehen lassen (je nach Angabe!).
  • Schüttle das Öl täglich gründlich durch.
  • Bewahren das Öl in dunklen Flaschen auf.
  • Filtere das Öl nach dem ziehen lassen filtern.
  • Kräuteröle sind bei dunkler und kühler Lagerung bis zu einem Jahr haltbar.

Und weiter geht's mit der Produktion heilsamer Tinkturen aus Kräutern, die man allesamt leicht im Garten und sogar auf dem Balkon anbauen kann:

MelisseMelissen-Tinktur
Wirkung: Ma­genstärkend und krampflösend.

Herstellung: Frische oder getrocknete Blättern der Zitronenme­lisse werden mit Trinkalkohol (Korn oder Wodka) 8 bis 10 Tage angesetzt. Danach Abfiltern und die Tinktur in dunkler Fla­schen aufbewahren.

Anwendung: Auf Zucker eingenommen.

Hinweise: Der berühmte Melissengeist der Karmeli­terinnen von Paris enthält außer Me­lissenblättern getrocknete Angelika­wur­zeln, Schalen von ungespritzten Zi­tronen, Koriander, Muskatnuß, zer­stoßenen Zimt und Gewürznelken. Man setzt alles zusammen an, seiht nach dem Ziehen ab und füllt den Sud im Verhältnis 1:10 mit destilliertem Wasser in dunkle Flaschen ab.

Myrrhen-Tinktur
Wirkung: Adstringierend; gegen Entzündungen im Mundbereich, beispielsweise des Zahnfleisches.

Herstellung: 1 Teil Harz der Myrrhe im Mörser zerstampfen und mit 10 Teilen (nach Gewicht) Trinkalkohol (Wodka oder Korn) ansetzen. Eine Woche ziehen lassen und filtern.

Anwendung: 10 bis 20 Tropfen auf 1 Glas lauwarmes Wasser gurgeln oder Entzündung mit ge­tränktem Wattestäbchen abtupfen.

Ringelblumen-Tinktur

Wirkung: Bei Blutergüssen, Zerrungen, Quetschun­gen, Verstauchungen, zur Erstbe­handlung von Wunden.

Herstellung: 1 bis 2 Handvoll frische Blüten in ein Schraubglas füllen und mit Weingeist oder klarem Trinkalkohol aufgießen. Dann 3 bis 4 Wochen am Fenster stehen lassen. Gelegentlich aufschütteln, abseihen und in dunklen Flaschen kühl aufbewahren.

Anwendung: Einreibungen und Umschläge.

Rosmarintoepfe kRosmarin-Tinktur
Wirkung: Bei Durchblutungsstö­rungen, rheumatischen Schmerzen, Migräne, Hexenschuß.

Herstellung: 50 g getrocknete Rosmarinblätter oder einige frische Zweiglein in ¼ Liter Alkohol (70 %) 1 Woche bei Raumtemperatur am Fensterbrett stehen lassen und dann abfiltern.

Anwendung: Einreibungen.

Thymian-Tinktur
Wirkung: Bei Kopfschmerzen, Gefäßkrämpfe, Mi­gräne, Hautausschläge, Juckreiz, My­kosen zwischen den Zehen, ermüdete Muskel

Herstellung: Frische, junge Zweiglein 14 Tage in klarem Alkohol ansetzen oder 50 g getrocknetes Kraut in ¼ Liter Alkohol (50 - 70 %) ansetzen. Abfiltern und kühl aufbewahren.

Anwendung: Einreibungen.

Die Herstellung von Tinkturen aus Kräutern aus dem eigenen Garten oder von Wald und Wiese ist denkbar einfach:

ArnikaArnika-Tinktur

Wirkung: Gicht, Hexenschuß, Kreuzschmerzen, Blutergüsse, Zerrungen, Quetschungen.

Herstellung: Man gießt ca. 50 g Blüten mit ¼ Liter 70%igen Al­kohol auf und lässt den Sud 14 Tage am Fenster stehen.

Anwendung: verdünnt (mit destilliertem Wasser) in einem Verhältnis von 1:1; Nicht innerlich anwenden!

Baldrian-Tinktur
Wirkung: Schlafstörungen

Herstellung: 20g Wurzeln getrocknet in 100 ml klarem Trinkalkohol ansetzen. Nach ca. 3 Wochen abseihen und in einer dunklen Flasche aufbewahren.

Anwendung: Bei Schlafstörungen 30-50 Tropfen etwa ½ Stunde vor dem Schlafenge­hen, auf Zucker oder in warmen Tee

FichtentriebeFichtenspiritus
Wirkung: Rheuma, Gicht

Herstellung: Eine Flasche bis zur Hälfte mit jungen Fichtentrieben füllen, mit Franz­branntwein auffüllen und verschließen. Zwei Wochen ans Fenster stellen, dann abseihen.

Hamamelis-Tinktur
Wirkung: Die in den Rinden und Blättern enthaltenen Tannine (Gerbstoffe) wirken adstringierend und venenstärkend. Bei Prellungen, Verstauchungen, Blutergüssen, Krampfadern, Entzündungen im Mundraum. 

Herstellung: 1 Teil getrocknete Rinden oder Blät­ter mit 5 Teilen Alkohol ansetzen und 1 Woche ziehen lassen. Für Gurgelwas­ser Trinkalkohol verwenden!

Anwendung: Einreibungen; Gurgeln.

Iriswurzel-Tinktur
Wirkung: Enthält Harze, ätherische Öle und tanninartige Stoffe. Bei Entzündungen im Mundraum, Mundgeruch.

Herstellung: 50g getrocknete Wurzeln auf ¼ Liter 50%igen Trinkalkohol (z.B. Wodka oder Kornschnaps), 2-3 Wochen anset­zen (Die Wurzeln im Oktober sam­meln!)

Anwendung: Als Mundspülung 4 mal täglich 10 Tropfen in ein Glas Wasser geben.

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/0/0c/Bl%C3%BChendes_Johanniskraut.jpg/320px-Bl%C3%BChendes_Johanniskraut.jpgJohanniskraut-Tinktur
Wirkung: Nervosität, Stimmungstief, Depres­sionen. Regeneriert die Haut bei Al­tersflecken.

Herstellung: 1 Teil Johanniskrautblüten mit 5 Tei­len 50-70%igem Alkohol ansetzen. Eine Woche warm, aber nicht in der Sonne stehen lassen, dann abfiltern.

Anwendung: Einreibungen. Vorsicht: keine Sonnenbäder bzw. UV-Bestrahlungen nach einer Be­handlung mit Johanniskrautöl oder –tinktur! Macht die Haut photosensibel!

Kraut Anwendung

Oregano

Oregano k

In südlichen Ländern wird der Oregano vor allem für Tomatengerichte und Pizza verwendet. In unserer regionalen Küche schmeckt er außerdem lecker zu Bratkartoffeln, Grillfleisch oder Bohnengemüse. Mitkochen!

Paprika, Pepperoni, Chili

Die Hauptwirkstoffe sind Capsaicin, Carotinoide und Vitamin C. Vollreife Schoten werden frisch geschnitten oder getrocknet und oft auch pulverisiert verwendet. Die je nach Geschmack süße und milde, aber auch sehr scharfe Paprikawürze passt zu Fleischgerichten (z.B. Gulasch), Suppen, Soßen, Käsegerichten und Salaten.

Petersilie

Petersilie k

Peterl ist eines der beliebtesten Küchenkräuter überhaupt. Es wird vor allem für Suppen, Soßen, Salate, Gemüse, Quark, Kräuterbutter und Kartoffeln verwendet.

Pimpinelle

Das Kraut der Pimpinelle ist sehr vitaminreich (vorwiegend Vitamin C). Es regt den Appetit an, wirkt blutreinigend und verdauungsfördernd. Für Salate, Quark, Eier, Fisch, Kräutersoßen, Suppen oder Mayonnaise. Man kann es durch Einfrieren oder in Essig ziehen lassen haltbar machen.

Rosmarin

Rosmarin k

Wildgerichte, Lammbraten, Pizza, Eintopf, Soßen, Gemüsesuppen. Mitkochen!

Salbei

Steaks, Wildgerichte, Suppen, Kräuteromelett. Mitkochen!

Schnittlauch

Schnittlauch k

Salate, Quark, Suppen, Soßen, Rühreier, Kartoffelsalat, zu Butter- oder Käsebrot

Senfkörner

Die enthaltenen Senfölglykoside verleihen ihnen einen scharfen Geschmack. Süßsaure Salate, Soßen, Schweinebraten, Wild.

Thymian

Suppen, Soßen, Salate, Fleischgerichte, Wild, Gemüsetöpfe, Pizza. Macht fette Gerichte bekömmlicher. Würzt intensiv, daher sparsam verwenden. Mitkochen!

Tripmadam

Junge Triebe für Salate, Soßen, Rindfleisch, für Diät und Rohkost.

Wermut

Er wird wegen seiner Bitterkeit weniger als Gewürz, sondern hauptsächlich zur Herstellung von Wermutwein verwendet. Evtl. kann man geringe Mengen zu fettem Braten geben. Mitkochen!

Ysop

Zum Würzen von Schweinebraten, Kalbsbraten, Eintöpfen, Salaten, Bohnengerichten und Quark.

Zitronenmelisse

Die Blätter frisch zum Würzen verwenden. Für Obst- und Milchspeisen, Kräutermixgetränke, zum Garnieren vieler Gerichte. Zitronenmelisse ist auch Bestandteil von Tees und Kräuterlikören.

ApfelessigGroßmutter hatte einige Wundermittel in ihrer Hausapotheke, die weitaus besser wirken als so manche Rezeptur der modernen Pharmazie-Giganten. Vor allem haben die allermeisten davon keine Nebenwirkungen, machen nicht abhängig und und und … Oma schwor zum Beispiel auf (selbstgemachten) Apfelessig. Wenn es nach ihr ginge, dann sollten Menschen, die ein paar Pfund verlieren wollen, einfach nur eine Zeit lang regelmäßig Apfelessig trinken. Denn der ist angeblich Apfelessig ein hervorragender Appetitzügler und er soll auch dabei helfen, den Stoffwechsel anzuregen.

So funktioniert Omas Apfelessig-Diät:

Nimm jeden Tag 1 Glas Wasser mit 1 Esslöffel Apfelessig vor jeder Hauptmahlzeit!

Reduziere die Kalorien um ca. 500 Kcal pro Tag. Die Kalorien kannst Du hier berechnen.

Plane mindestens dreimal 30 Minuten pro Woche für Bewegung, zum Beispiel einen Spaziergang ein! Noch besser ist es, wenn Du Dir angewöhnst, jeden Tag wenigstens 10 Minuten Sport zu machen.

Wenn Dich das saure Getränk nicht lustig macht, darfst Du ausnahmsweise ein wenig schummeln und mit etwas Honig nachsüßen:

Apfelessig-Diät – Rezept für eine Portion:

Wasser

1 Glas

Apfelessig

1 EL

Honig

1 TL

Wie wirksam ist Omas Apfelessig-Diät?

Eine japanische Studie kam zu dem Ergebnis, dass Teilnehmer, die täglich Essigwasser konsumierten, tatsächlich abnahmen. Allerdings nur ein bis zwei Kilo innerhalb von 12 Wochen. Die Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) vertritt jedoch die Meinung, dass die Wirkung noch nicht ausreichend untersucht ist.

Fazit: Großmutters Apfelessig-Diät ist einen Versuch wert!

Es wird noch eine ganze Weile dauern, bis die Wissenschaft alle alten Hausrezepte ausreichend erforscht hat. Bis dahin verlassen wir uns einfach auf Omas Erfahrungswissen. Es ist auf jeden Fall einen Versuch wert. Apfelessig ist sehr kostengünstig, auch wenn man ein Bio-Produkt wählt. Noch besser ist es natürlich, wenn man ihn selbst herstellt:

Apfelessig ganz einfach selbst herstellen – zum Rezept

Außerdem droht Dir dabei kein Jojo-Effekt. Ideal wäre es, wenn Du die Diät mit einer Ernährungsumstellung verbindest.

Kraut

Anwendung

BasilikumBasilikum

Die frischen Blätter eignen sich zur Zubereitung von Salaten und Rohkostgerichten. Zu Tomaten schmeckt Basilikum besonders fein. Man kann ihn auch zu Suppen, Kräutersoßen, Quark- und Fleischspeisen, italienischen Pizza- und Nudelgerichten geben (erst kurz vor dem Servieren).

Basilikum hat appetitanregende, verdauungsfördernde Wirkung.

Bohnenkraut

Das scharf würzige Kraut verbessert Fleischspeisen, Bohnen- und Kartoffelgerichte.

Borretsch

Kleine, fein geschnittene Blätter gibt man zu Salaten, Rohkostgerichten, Quark oder Fleischgerichten. Blüten für Kräuteressig.

Dill

Dill verleiht Salaten eine pikante Note. Er harmoniert mit Gemüsegerichten, Soßen, Quark, Hackbraten und Fisch. Zum Einlegen von Gurken wird das blühende Kraut verwendet.

Estragon

Für Salate, Soßen, Mayonnaise, Quark, Kräuterbutter, Kräuteressig, zum Einlegen von Gurken. Estragon ist sehr intensiv im Geschmack und wird daher nur in kleinen Mengen verwendet. Mitkochen!

GartenkresseKresse Topf k

Die Gartenkresse enthält reichlich Vitamin C und Senföl, das den würzigen Geschmack verstärkt. Verwendet wird sie zum Würzen von Salaten, als frische Zutat zu Suppen (nicht mitkochen wegen des Vitamin C-Gehaltes), zum Garnieren von kalten Platten.

Kerbel

Salate, Soßen, Frühlings- und Kräutersuppen, Kräuterbutter, Käse, Tomaten. Als Brotaufstrich: Butter mit Camembert und gehacktem Kerbel vermischen.

Liebstöckel

Suppen, Soßen, Fleischspeisen, Gemüsegerichte, Eintopf, Kräutermischungen. Mitkochen!

MajoranMajoran k

Wurstherstellung, Fleischgerichte, Suppen, Soßen, Rohkost, Pizza.

Meerrettich

Frisch geriebener Meerrettich wird zu gekochtem Rindfleisch, Würstchen, kaltem Braten und Salaten verwendet. Für die Schärfe sind Senfölglykoside verantwortlich. Sie sind berüchtigt wegen ihrer schleimhautreizenden Eigenschaften. Man kann den Reiz mit Äpfeln oder Sahne mildern.

 

 

 

Rezept für Kräuteressig

Kräuteressig kann man je nach Geschmack mit folgenden Zutaten zubereiten:

Kraeuter-Essig mit Oregano
  • Rosmarin,
  • Thymian,
  • Pfefferkörnern,
  • Dill,
  • Estragon,
  • Lorbeerblätter,
  • Pimpinelle,
  • Knoblauch und
  • weißem Weinessig

Zubereitung

  1. Gib jeweils 1 Zweig Rosmarin und Thymian, 2 Lorbeerblätter, sowie 10 - 15 Pfefferkörner in eine Flasche.
  2. Fülle dann die Flasche mit weißem Weinessig auf, bis Kräuter und Gewürze bedeckt sind.
  3. Beschrifte die Flasche mit dem Abfülldatum und bewahren sie an einem kühlen Ort auf. Dort sollte sie gut verschlossen mindestens zwei Wochen stehen, damit sich die Wirksubstanzen aus den Kräutern herauslösen können.

Knoblauchessig mit Rosmarin

  • 2 frische Rosmarinzweige,
  • 3 halbierte Knoblauchzehen,
  • 2 Lorbeerblätter

Gib die Zutaten in eine Flasche und übergieße sie mit Weinessig. Vrarbeite sie dann wie oben weiter.

Rezept für Apfelessig

  1. Verwende Apfelsaft, der möglichst frei von Pestizidrückständen ist, also idealerweise Saft von Äpfeln aus dem eigenen Garten oder aus Bio-Produktion.
  2. Lass den Apfelsaft bei Temperaturen von 15 - 20° C so lange stehen, bis ihn die Bakterien zu Essig verwandelt haben. Decke dabei die Öffnung der Flasche nur mit einem sauberen Tuch ab. Die im Saft enthaltenen Pektine trüben den Essig ein wenig. Wenn Dich das stört, kannst Du ihn durch ein Tuch oder einen Papier-Teefilter gießen und filtern. Bewahre den Essig kühl auf.

Der Apfelessig und seine Wirkung

Apfelessig wirkt verdauungsfördernd, keimtötend, blutverdünnend und Blutdrucksenkend. Hierzu wird er innerlich angewendet:

Mann nimmt 2 TL Apfelessig auf 1 Glas Wasser. Wem das zu sauer ist, der kann das Getränk mit Honig oder einem anderen Apfelnatürlichen Süßungsmittel wie Ahornsirup oder Agavendicksaft ein wenig süßen.

Äußerlich angewendet hilft verdünnter Apfelessig gegen Hautausschläge und Ekzeme. Solche Hautleiden sind häufig darauf zurückzuführen, dass der pH-Wert der Haut aus dem Lot geraten ist, zum Beispiel durch häufiges Waschen mit Seife.

Ein Apfelessigbad (¼ Liter Apfelessig zum Badewasser geben) reinigt und desinfiziert die Haut und hilft dabei, den natürlichen pH-Wert wiederherzustellen. Auch nach dem Haarwäschen mit herkömmlichen Shampoos und kalkhaltigem Wasser ist eine Spülung mit Essig empfehlenswert. Der Essig wird dazu etwas mit Wasser verdünnt. Auf diese Weise werden Haar und Kopfhaut schonend von Seifen- und Kalkrückständen befreit.

Die Apfelessig-Diät - hilft Omas alt bewährten Hausrezept wirklich beim Abnehmen?

Koriander kKoriander bekommt man oft nur in Büscheln zu kaufen. Meistens bleibt eine ganze Menge davon übrig und das wollen wir auf jeden Fall verwerten. Deswegen machen wir den frischen Koriander haltbar, indem wir ihn tiefkühlen. Er hält sich dann ungefähr sechs Monate frisch.

Koriander in der Tiefkühltruhe einfrieren

Das Aufbewahren von geschnittenem Koriander in der Tiefkühltruhe ist sehr einfach und unkompliziert:

  • Zuerst sollte man den Koriander reinigen. Dazu gibt man ein wenig Wasser in das Becken oder in eine Schüssel einlassen und schwenkt die Koriander-Stängel darin.

  • Dann gibt man den Koriander zum Abtropfen auf ein Küchentuch und tupft Wassertropfen sachte mit dem Tuch ab. So kleben die Stängel beim nicht Tiefkühlen nicht aneinander.

  • Schneiden Sie das Koriander-Grün dann auf einem sauberen Brett mit einem gut geschärften Messer in ca. 1 – 2 cm große Stücke.

  • Geben Sie das geschnittene Koriander-Kraut in eine Gefrierdose.

  • Wenn Sie etwas Koriander benötigen, entnehmen Sie einfach die gewünschte Menge und geben die Dose wieder in die Tiefkühlung.


 

Koriander 5 kNatürlich kann man den Koriander auch Stängel für Stängel einfrieren. Die Methode ist auch gut geeignet, wenn man es ein wenig eilig hat. Man geht vor wie oben, legt aber den Koriander auf einem Stück Backpapier aus ohne ihn zu schneiden. Die einzelnen Stängel sollten sich dabei nicht berühren. Man gibt den Koriander in die Tiefkühlung und lässt ihn hart gefrieren. Danach legt man die gefrorenen Stängel vorsichtig nacheinander in einen Gefrierbeutel. Die Stängel können nun bei Bedarf einzeln aus dem Beutel entnommen werden.

Tipp:

Koriander ist sehr empfindlich. Er sollte daher immer sehr sachte angefasst werden. Er wird matschig und geschmacklos, wenn man ihn grob behandelt und zum Beispiel mit Wasser oder Öl tiefkühlt, im Mixer zerkleinert oder gar blanchiert!

Das Aroma von Kräutern ist am ausgeprägtesten, wenn sie am späten Vormittag geerntet werden. Dabei sollte man die benötigten Pflanzenteile immer so abschneiden, dass unten einige Blätter stehen bleiben, damit die Pflanzen wieder nachwachsen können. Abgestorbene und welkende Pflanzenteile werden entfernt.

Kräuter für den Frischverzehr

Frische KrKresse Topf käuter sind nicht nur sehr schmackhaft, sondern auch eine wertvolle gesundheitsfördernde Ergänzung für unsere Nahrung. Ernten sollte man die Kräuter generell erst kurz vor dem Verzehr, damit die Inhaltsstoffe möglichst lange erhalten bleiben. Die aus den Pflanzenzellen frei werdenden Wirkstoffe und Enzyme können ihre Wirkung besonders gut entfalten, wenn die Speisen bewusst ausgiebig gekaut werden.

Appetitliche Kräuterzubereitungen

Aus frischen Kräutern lassen sich hervorragend kleine Snacks für zwischendurch und leckere Beilagen zubereiten wie Kräuterquark, Kräuterbutter, Dips, Smoothies, Salate etc. Hierzu eignet sich besonders:

  • Schnittlauch,
  • Knoblauchgrün,
  • Kresse,
  • Petersilie,
  • Estragon,
  • Basilikum,
  • Majoran,
  • Sauerampfer,
  • junge Blätter und Blüten von Borretsch,
  • Salbei.

Smoothies kann man zum Beispiel je nach Geschmack aus Kräutermischungen und Joghurt oder Gemüsesäften herstellen

Kräuter trocknen

Mit einigen wenigen Ausnahmen (Borretsch, Kresse und Schnittlauch) lassen sich alle Kräuter sehr gut trocknen. Getrocknet wird an einem schattigen, luftigen und nicht all zu heißem Ort. Ein Dachboden ist zum Beispiel meist sehr gut geeignet. Zum Trocknen werden die Kräuter entweder gebündelt kopfüber aufgehängt oder locker auf Papier gelegt. Man kann auch Geräte zum Trocknen anschaffen, sollte aber die Kräuter immer nur auf niedrigster Stufe trocknen, weil sich die darin enthaltenen ätherischen Ölen sonst rasch verflüchtigen.

Tiefgefrieren

Auch das Tiefkühlen ist sehr empfehlenswert, weil es eine sehr schonende Methode der Haltbarmachung ist. Auf diese Weise kann man Nährstoff-Verluste weitgehend vermeiden, die durch biochemische Umwandlungsprozesse entstehen würden. Denn schon beim Zerkleinern frischer Pflanzenteile verflüchtigen sich wertvolle Aromastoffe. Zum Tiefgefrieren der Kräuter werden Blätter und frische Triebe in Folienbeutel und Alufolie verpackt. Man lässt sie einmal richtig durchfrieren und kann sie dann im gefrorenen Zustand im Beutel zerdrücken und dann gegebenenfalls in Gefrierdosen abfüllen.

Koriander   Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Tiefkühlen von frischen Koriander.

BasilikumDie meisten Kräuter können ohne weiteres in Töpfen gezogen werden. Tontöpfe eignen sich dafür besonders gut. Sie sind durchlässig und schaffen so ein gutes Klima. Das Abzugsloch wird mit Tonscherben und evtl. einer Schicht Sand abgedeckt, damit überschüssiges Gießwasser abfließen kann. Staunässe wird von den meisten Kräuter nicht gut vertragen. Die Töpfe werden 2 bis 3 cm unter dem Topfrand mit einer Mischung aus Gartenerde, Anzuchterde und Sand befüllt, die vorab gut durchmengt wird. In die Oberfläche kann man evtl. ein paar Hornspäne einarbeiten. Der Boden sollte stets locker und nicht zu feucht sein.

Besonders gut geeignet als Topfpflanzen für Fensterbank, Balkon und Terrasse sind

  • Basilikum,
  • Dill,
  • Liebstöckel (Maggikraut),
  • Melisse (Zitronenmelisse),
  • Oregano,
  • Petersilie,
  • Rosmarin,
  • Salbei,
  • Schnittlauch und
  • Thymian.

Das Überwintern von Kräutern

Freiland  Lavendel, Salbei, Thymian, Ysop, Estragon, Liebstöckel (Maggikraut), Melisse und Minze
Haus  Schnittlauch, Petersilie, Kresse, Rosmarin, Pelargonien (Duftgeranien), Lorbeer und andere mediterrane Kräuter

 

Lavendel, Salbei, Thymian und Ysop können im Freiland bleiben. Sie werden durch Abdecken mit Fichtenreisig vor strengem Frost geschützt. Die oberirdischen Pflanzenteile Von Estragon, Liebstöckel (Maggikraut), Melisse und Minzarten sterben im beginnendem Winter ab.

Schnittlauch, Petersilie und Kresse können den ganzen Winter über auf der Fensterbank für den täglichen Gebrauch in der Küche gezogen werden. Rosmarin, Pelargonien (Duftgeranien), Lorbeer und viele andere mediterrane Kräuter müssen dagegen vor dem ersten Frost ins Haus und benötigen eine spezielle Pflege:

Zum Überwintern genügt ein kühler, heller Platz. Die idealen Temperaturen liegen bei + 5° C bis + 10° C. Bei höheren Temperaturen bauen sich die Reservestoffe der Pflanzen zu schnell ab. Sie dürfen im Winterlager nicht zu viel gegossen werden. An frostfreien Tagen sollte man ihnen etwas frische Luft gönnen, die Fenster öffnen und kurz durchlüften. Rosmarin wird um 1/3 zurückgeschnitten. Auch Topfpflanzen wie Aloe Vera, Ölbaum und Eukalyptus müssen ins Winterlager. Nur das Zitronenbäumchen verträgt kurzfristig Temperaturen bis –6°C.